ZACCHIAS. — ZADIG.
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pertractantur, resolvuntur, opus juris peritis apprime necessarium, medicis etc.libri VII" (Rom 1621 —35; Leipz. 1630; Amsterdam 1651; Avignon 1660—61;Frankf. 1666—1701; Lyon 1674; 1701 ; 1726; Nürnberg 1726 ; Venedig 1737).
Haller, Bibliothec. med. pract. II, pag. 501—503. — v. K er sehen st ein er inF ri edrei c h's Blätter fnr geriehtl. Med. 1884, XXV, pag.401—410. — Biogr. med. VII, pag. 521.
— Di ct. hist. IV, pag. 427. — Ricci, pag. 252. Pagel.
Zacuto , Abraham Z., mehr bekannt als Z acutus Lusitanus,geb. 1575 in Lissabon, aus adeliger Familie, studirte in Salamanca und Coimbraund bekam 1595 in Siguenza die Doctorwürde. Nach seinem Geburtsorte zurück-gekehrt, übte er da 30 Jahre lang mit glänzendem Erfolge die ärztl. Praxis bis1625 aus, wo auf königl. Befehl alle Juden das Königr. Portugal verlassen mussten.Er flüchtete, da man seinem Uebertritte zum Christenthum nicht traute, nachAmsterdam, liess sich da beschneiden und nahm offen die jüdische Religion an,aus der er deshalb nicht, wie man allgemein behauptete, früher ausgetreten war.Z. erlangte in Amsterdam eine sehr ausgedehnte Praxis, doch verlor er bald dieim Anfange gemachten Freunde, durch seinen stolzen Charakter. Er verdientals histor.-med. Schriftsteller Erwähnung wegen seiner Hauptarbeit: „ De medicoruraprineipum historia" (Amsterd. 1629; 1642, 12 Thle.; Lyon 1642). Weiter ver-öffentlichte er: „Praxis medica admiranda" (Amsterd. 1634; 1636; 1639;Lyon 1643) — „lntroitm ad praxin et pliarmacopoeam" (Amsterd. 1641) —„ Epistola de calculo qui gignitur in cavitatibus renum, non in substantia"(Leyden 1638, aufgenommen in B evekwyck 's „Liber de calculis"). Seine sämmt-liohen Werke erschienen u. d. T.: „ Opera omnia" (Leyden 1649, 2 Thle.;1657, 67). Z. starb 1. Jan. 1642, hauptsächlich betrauert von den Armen, welchener stets mit Rath und auch mit Geldunterstützung zu Hilfe kam.
Carmoly, Histoire des medecins jaifs. — Pacquot, Mem. pour servir ä l'hist.litter. des 17 provinces des Pays-Bas. — Banga, I. C E Daniels
Zadig, Abraham Z. (oder Z anth , August Theodor), jüdischerAbstammung, geb. 7. Mai 1764 zu Breslau, studirte Med. in Halle und wurdedaselbst 1788 Dr. med. („Dubia quaedam contra inflammationes occultas inJebribus putridis. Diss. inaug."). Er begab sich dann nach Kurland, lebte eineZeit lang in Bauske als Arzt, liess sich 1790 in Riga examiniren, um das Rechtder freien Praxis für Russland zu erlangen, verliess aber nach einigen Jahren Riga,woselbst er eine Zeit lang prakticirt hatte und kehrte in seine Vaterstadt Breslauzurück. Hier liess er sich 1802 mit seinem 6jähr. Sohne taufen, wobei er dieNamen Aujr. Theod. Zanth annahm. Als Jerome Bonapa rt e mit Gemahlin,einer geb. Prinzessin von Württemberg, 1807 nach Breslau kam, wurde Z. ihrLeibarzt. Später bemühte sich Z. in Breslau um eine Arztstelle am dortigenjüdischen Krankenhause, erhielt dieselbe aber nicht, und ging, wohl in Folge dessen,nach Polnisch-Lissa in Posen, woselbst er bis zu seinem Tode, 16. Febr. 1836,sich der Praxis hingegeben hat. Z. war ein sehr fleissiger med. Schriftsteller.Er verfasste: „Plan, nach welchem die Einimpfung der Pocken allgemeineingeführt werden könnte" (Breslau 179 7) — „Med. Nachricht an das Publicum(Vorschlag, bei Zahnschmerzen spanische Fliegen anzuwenden)" (Schles.Provinzialbl., 1801, II) — „Beweis, dass ein vom Rumpf getrennter Kopfsogleich das Beicusstsein verliert 1 ' (Breslau 1803) — „Vorschlag, betr.das Ausbrennen des Bisses eines tollen Hundes zur Sicherung gegen dietödthehen Folgen, ein Mittel gegen die Huudswuth" (Schles. Provinzialbl. 1805, I)
— „Der Kaffee und sein Stellvertreter" (Ib. 1805) — „Geschichte einerneunzehntägigen Verhaftung in dem Gastell zu Gassei" (Hannover 1814) —„Behandlung und Heilung einer Lungensucht" (H ufeland's Journ., IV) —„Rhus Toxicodendron (Giftsumach) als Arzneimittel" (Ib. V). Ueberdieslieferte er Uebersetzungen aus dem Französischen und gab mit K lose und F riese
Biogr. Lexikon. VI. 23