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ZADIG. — ZALUZANSKI.
das „Archiv für prakt. Heilk. für Schlesien und Südpreussen" (4 Bde., 1799—1804,Breslau, Hirschberg und Lissa) heraus.
v. Ee cke-Napiersky, IV, pag. 579. — Ts chi.s t o wits c h, CCCXXV. —Beise, II, pag. 281. — Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 13, 1835, I, pag. 185. —Sachs, Med. Almanach für 1836, pag. 70. L. Stieda.
*Zagiell, Fürst Ignatius Z., geb. 1. Febr. 1826 zu Kierpszyszki beiYilna, studirte (1845—50) in Kiew Med., lebte kurze Zeit hindurch in Odessa,unternahm darauf eine lange Studienreise, welche ihn nach Berlin, Prag, Wienund Paris führte, wo er 1856 zum Doctor promovirt wurde. 1859 wiederholteer seine Examina in London, ging als engl. Militärarzt nach Indien, siedelte nach4 Jahren nach Aegypten über, wurde dort bald Leibarzt des Vice-Königs undkam von dort nach Constantinopel, wohin er als Leibarzt des Sultans Abdul-Azis berufen wurde. Nach dessen Tode liess er sich 1876 in Vilna nieder, woer 1876—81 Präsident der Salubritäts - Commission war. Ausser vielen Journal-artikeln in poln., französ. und engl. Fachblättern schrieb er: „Historya Egiptu"(Geschichte Aegyptens, Vilna 1880, 2 Bde.) und „Podroi historyczna poAbissynii etc." (Historische Reise durch Abessynien etc., Vilna 1884). k. & P.
Zagorsky, Peter Z., russischer Arzt, geb. zu Podgornitta bei NovgorodSeversk 9. Aug. 1764, studirte seit 1784 in St. Petersburg, und zwar mit solchemErfolge, dass er schon 1787 eine Professur der Anat. an der Schule für Chir.daselbst erhielt. Doch gab er diese bald auf, wurde Stadt- und Districtsarzt inSchlüsselburg, machte als Sanitätsofficier einen Feldzug nach Polen mit und über-nahm 1797 an der med. Schule zu Moskau einen Lehrstuhl der Anat. undPhysiol., den er später mit der gleichen Stellung in St. Petersburg vertauschte.Z. bewährte sich in dieser als tüchtiger Forscher und hervorragender und beliebterLehrer, so dass er 1807 zum Akademiker ernannt wurde. Nunmehr gab er diePraxis gänzlich auf und beschäftigte sich ausschliesslich wissenschaftlich. AlsProduct seiner besonders auf dem Gebiete der Teratologie sich bewegenden Arbeitennennen wir: „ Gomment. acad. abortus humani monstrosi rarissimi descriptionemac delineationem sistens" (Nov. Act. Acad. Petropolit., XV, pag. 114) — „Arcusaortae bipartitio praeternaturalis" (Mem. de l'Acad. des sc. de St. Petersbourg,1824, IX). 1836 feierte er sein 50jähr. Dienst-Jubil., zog sich später in's Privat-leben zurück und starb, 82 Jahre alt, 1846. Z. ist auch Verf. eines Lehrbuchsder Anat. in russ. Sprache, welches von 1802—30 5 Auflagen erlebte.
Biogr. umvers. XLV, pag. 353. Pgl.
*Zahn, Friedrich Wilhelm Z., zu Genf, geb. zu Germersheimin der Pfalz, 14. Febr. 1845, studirte zu Strassburg im Elsass als Schüler vonF. v. Recklinghausen , wurde 1870/71 Dr. med. in Bern, wirkt seit 1876 also. ö. Prof. der pathol. Anat. in Genf. Seine meisten Veröffentlichungen beziehen sichauf den Circulationsapparat (Blut, Thrombose, Embolie, Arterienerkrankungen etc.)und die Geschwülste, sowie Implantation und Entzündung und sind dieselbenhauptsächlich in ViKCHOVs Archiv und in der Deutschen Zeitschr. für Chir. ver-öffentlicht. Ferner bearbeitet er zusammen mit A. Luecke in Strassburg i. E.die Geschwülste in Billhoth's und Luecke's Deutscher Chirurgie. Red.
Zajaczkowski, Johannes Z., aus Krakau, studirte anfänglich daselbst,wurde 1674 Dr. phil., reiste darauf nach Italien und verweilte 1680—84 inPadua, wo er Dr. med. wurde. Nach seiner Rückkehr 1695 der med. Facultätin Krakau zugezählt, lehrte er als Prof. ord. seit 1705 Anatomie. Die höchsteAnerkennung verdienen seine Bemühungen um die Hebung der Krakauer Univer-sität. Z. starb 23. Juni 1717 und vermachte mehrere hundert Werke der Univer-sitäts-Bibliothek. Er schrieb latein., doch nichts Erwähnenswerthes. K. & P.
Zaluzanski de Zaluzail, Adam Z., Arzt und Botaniker, geb. in Böhmenum die Mitte des 16. Jahrh., war Prof. der Med. an der Universität Prag und