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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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WERNHER. WERNICH.

Pathol. der Gehirnverletzungen und zur Localisation der Gehirnfunctionen"(V irchow's Archiv, 1872, LVI)Pneumatocele cranii durch Dehiscenz derZellen des Proc. mastoid. entstanden" (Deutsche Zeitschr. f. Chir., 1873, III),,Ueber den Einfluss, den das Ghristenthum auf die früheste Errichtung öffentl.Wohlthätigkeitsanstalten zur Armen- und Krankenpflege ausgeübt hat" (Giessen1875, 4.), RectoratsredeChron. vollständ. Dysphagie, veranlasst durchVerdickung des Ringknorpels des Larynx" (Centralbl. f. Chir., 1875)Bei-träge zur Kenntnis s der Elephantiasis Arabum" (Deutsche Zeitschr. f. Chir.,1875, V)Ueber Papillome und Epitheliome der Fusssohle" (Ib. 1876, VI)Das verzweigte Aneurysma am Kopfe" (Berliner klin. Wochenschr., 1876)Die Promotionen der deutschen med. Facultäten in Beziehung zu der Bekannt-machung , betr. die Prüfung der Aerzte" (Giessen 1876)Cysten über dergrossen Fontanelle, aus abgeschnürten Meningo-Encephalocelen entstanden. EinBeitrag zur Lehre von der Encephalocele frontalis" (Deutsche Zeitschr. f. Chir.,1877, VIII) -Verletzung des Lobus frontalis der rechten Gehirnhälfte. EinBeitrag zur Pathologie der Gehirnverletzungen und zur Localisation der Gehirn-functionen'' (Ib. 1878, X). 1878 trat er, nach 43jähr. Thätigkeit an der Hoch-schule, in den Ruhestand und siedelte einige Zeit darauf nach Mainz über. Von denihm zu Theil gewordenen Anerkennungen sei erwähnt, dass ihn 1849 die philos.Facultät zum Dr. phil. honor. creirt hatte, dass er 1860 den Charakter als Geh.Med.-Rath erhalten hatte, 1874 zum Rector der Universität gewählt worden warund dass 1882 sein öOjähr. Dr.-Jubil. in glänzender Weise von seinen Schülernund Freunden gefeiert wurde. Auch in Mainz beschäftigte er sich ununterbrochenmit literar. Studien, namentlich histor. Forschungen, und erschienen noch diefolgenden beiden Schriften :Die Bestattung der Todten in Bezug auf Hygiene,geschichtl. Entwicklung und gesetzl. Bestimmungen dargestellt" (Giessen 1880) Das erste Auftreten und die Verbreitung der Blattern in Europa bis zurEinführung der Vaccination. Das Blatternelend des vorigen Jahrhunderts"(Ib. 1882). Sein Tod erfolgte 14. Juli 1883. Durch seinen unermüdlichenFleiss hatte W., unterstützt von einem vorzügl. Gedächtniss, sich einen Grad ganzaussergewöhnl. Gelehrsamkeit, nicht nur in seinem Fache, sondern auch ausge-dehnte Sprachkenntniss und grosse Belesenheit in der class. und beiletrist. Literaturerworben, und war er in Folge dessen, da er, neben einem ziemlich heftigenTemperament, einen glücklichen Humor besass, ein angenehmer und dabei be-lehrender Gesellschafter. Die Lebhaftigkeit seines Temperaments war jedoch fürihn ein Hinderniss in seiner operativeu Thätigkeit, die nicht seine Stärke aus-machte, zumal er seine Ausbildung in einer Zeit genossen hatte, in welcher beimOperiren auf die Schnelligkeit der Ausführung der grösste Werth gelegt wurde.Leicht aufbrausend, wo er Unrecht witterte, ein Feind jeglichen Schwindels in derWissenschaft, wie im Leben, war er dabei ein guter und wohlwollender Mensch,stets und gern hilfsbereit, wo er konnte; zahllose Patienten bewahren ihm eindankbares Andenken.

Bose, in v. Lau gen beck's Archiv f. klin. Chir. 1884, XXX, pag. 172. Gurlt.

* Werllich, Albrecht Ludwig Aga t hon W., geb. 15. Juli 1843 zuElbing, genoss seine med. Ausbildung in Königsberg (v. R ecklinghausen, L eyden,Spiegelbekg ) bis 1867, dem Jahre der Promotion. Auf einer Studienreise nachPrag, München, Leipzig, Berlin legte er in Berlin 1868 die Approbationsprüfungab und liess sich als Assistenzarzt am dortigen Elisabeth - Krankenhause nieder.Aus dem deutsch-französ. Feldzuge zurückgekehrt, habilitirte er sich an der BerlinerUniversität für Geburtsh. und Gynäkol. und folgte 1874 einem Rufe für diesesFach und innere Klinik an die Japanische med.-chir. Akad. in Tokio (Yedo).Schon auf der Heimreise (1877) wandte er sich epidemiolog. und hygien. For-schungen zu, habilitirte sieh zum zweiten Male in Berlin für spec. Pathol. undTher. und war die nächsten 4 Jahre vorwiegend lehrend und schriftstellerisch