WERNICH. — WERTHEIM.
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thätig. 1881 wurde er zum Bezirksphysicus in Berlin ernannt, 1884 als Reg.-und Med.-Rath nach Coeslin versetzt. Monograph. Publieationen: „Einige Ver-suchsreihen über das Mutterkorn" (Berlin 1874) — „Geograph.-med. Studiennach den Erlebnissen einer Reise um die Erde" (Ib. 1878) — „KlinischeUntersuchungen über die Japanische Varietät der ßeriberi-Kranich." (Ib. 1878und Virchow's Archiv) — „ Die Entwicklung der organisirten Krankheitsgifte"(Ib. 1880) — „Die Medicin der Gegenwart" (Ib. 1881) — „Desinfectionslehre"(Wien und Leipzig 1880; 2. Aufl. 1882) — „Der Abdominaltyphus, Unter-suchungen über sein Wesen, seine Tödtlichkeit und seine Bekämpfung" (Berlin1882) — „Generalbericht über das Sanitäts- und Medicinalwesen Berlins"(Ib. 1883) — später: „des Reg.-Bez. Coeslin" (Colberg 1887) — „Lehrbuchfür Heildiener" (1884; 2. Aufl. 1887) — „Zusammenstellung der giltigenMedicinalgesetze Preussens" (Berlin 1887). Auch hat er das vorliegende „Bio-graphische Lexikon" bis zum Buchstaben F redigirt. Red.
* Wernicke, Karl W., zu Breslau, geb. 15. Mai 1848 zu Tarnowitzin Oberschlesien, wurde 1870 in Breslau promovirt, habilitirte sich 1875 in Breslauals Privatdocent, siedelte im Winter 1876 nach Berlin über und war bis Ostern1878 1. Assistent der Klinik für Psychiatrie und Nervenkrankhh., habilitirte sich1876 bei der Berliner Universität als Privatdocent und wurde 1885 zum Prof. e. o.der genannten Fächer bei der Universität Breslau ernannt. Schriften: „Deraphasische Symptomencomplex. Eine psychologische Studie auf anat. Basis"(Breslau 1874) — „Erkrankung der inneren Kapsel. Ein Beitrag zur Diagnoseder Herderkrankungen" (Ib. 1875) — „Ueber den wissenschaftl. Standpunktin der Psychiatrie" (Kassel 1880), Vortrag auf der 53. Naturforsch. - Versamml.zu Danzig — „Lehrbuch der Gehirnkrankhh. für Aerzte und Studirende"(3 Bde., Kassel 1881—83, m. Holzschn.). Red.
* Wer ring, Martin Tuxen W., zu Christianssund in Norwegen, geb.zu Christiania 10. Juli 1814, war zuerst Apotheker, ehe er das med. Studiumbegann, wurde 1837 als Arzt approbirt, 1838 Districtsarzt in Soendre Soendmoere,1845 ebenso in Nordmoere und nahm 1877 seinen Abschied als Districtschirurgin Soendre Nordmoere. Er schrieb im Norsk Mag. f. Laegev. (1. B. I, IV—VI):„Et penetrerende Saar paa Underlivet" — „Et kraeftagtigt Saar paa Under-laeben" — „Operation af en medfoedt Phimosis" u. s. w.; in der Ugeskr. f.Med. og Pharmacie (1,11): „Medicinalberetning for soendre Soendmoere 1841og 1842" u. s. w.
Kiaer, pag. 455. Kiaer.
* Werth, Richard W., geb. in Magdeburg 10. Mai 1850, studirte inGreifswald, Leipzig und Kiel, wandte sich unter Litzjiaxn's Leitung der Gynäkol.zu, wurde 1874 promovirt, habilitirte sich 1876 und wurde nach Litzmann's Weg-gang (nach Berlin) 1885 zum ord. Prof. seines Faches ernannt. Seine grösserenArbeiten vereinigt das Archiv für Gynäkol.; kleinere finden sich im Centralbl. fürGynäkol.. in der Vereinsschrtft des Schleswig-Holsteinischen Aerzte Vereins. Ausser-dem bearbeitete er in Hermann's Handbuch der Physiol. das Capitel „Geburt"(Hensen's Artikel: „Zeugung"). Wernich.
*Wertheim. Gustav W., zu Wien, geb. daselbst 28. Oct. 1822, studirteauch dort unter Rokitansky, Skoda, Hebra, Hyrtl , wurde 1847 promovirt, istseit 1865 k. k. Primararzt an der k. k. Rudolfstiftung und a. o. Prof. für Dermat.und Syphil. an der Wiener Universität. Literar. Arbeiten : „Pharmakol. Studienüber die Alkaloide: Coniin, Nicotin, Atropin und Daturin" (Zeitschr. der k. k.Gesellsch. der Aerzte zu Wien, 1851) — „ Versuche mit Einimpfung von Tuberkel-sputum und von Vaccinelymphe und von beiden Stoffen zugleich am Hunde"(Ib.) — „ Ueber den Gang der Pulsfrequenz und der Exsudationsintensitätwährend des Vaccineprocesses beim Menschen" (Ib. 1853) — „Ueber Sycosis"