PLENCK. — PLIENINGER.
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Berlin 1796) — „Physiologia et pathologia plantarum " (Wien 1794; deutsch1795) —- „Elementa pharmaco-catagraphologiae seu doctrinae de praescriptioneformularum medicinalium" (Ib. 1799); ferner einige chemische und pharmakol.Werke (1801—4) und zu Ende seines Lebens noch: „Doctrina de cognoscendiset curandis morbis infantum" (Wien 1807; deutsch 1807) — „Doctrina demorbis sexus feminei" (Ib. 1808) — „Anfangsgründe der Hebeammenkunst"(Pest 1808). P. war 1797 in den ungarischen Adelstand erhoben worden undstarb zu Wien 24. Aug. 1807. In seiner grossartigen literar. Thätigkeit, welcheihn zuletzt die Praxis ganz aufgeben liess, um sich jener ganz zu widmen, wurdeer von E yerl unterstützt, einem der gelehrtesten Aerzte seiner Zeit. Auch durchmehrere Magistralformeln, z. B. eine Mixtur gegen Metrorrhagien, einen Queck-silber-Syrup u. s. w. hatte er sich bekannt gemacht.
Biogr. méd. VI, pag. 444. — Diet. hist. III, pag. 730- — v. Würz bach,XXn, pag. 4ü3. G.
Plessmann, Friedrich P., geb. 1762 in Berlin, studirte und promo-virte daselbst und liess sich in Paris nieder, wo er Geburtshelfer am Hôtel-Dieuunter D esault , Mitglied der Soc. de med. und Prof. der Literatur an der Uni-versität war und im Oct. 1800 starb. Er schrieb : „La médecine puerpérale oudes accidens de la, maternité" (Paris 1797 mit einem: „Éloge historique deDesault" als Anhang).
Diet. hist. III, pag. 733. Pgl.
Plieninger, Theodor P., zu Stuttgart, geb. 12. Nov. 1756 zu Kalten-westen, Oberamt Besigheim, trat 1774 in die Karls-Akademie, zunächst in diejurist., später in die med. Abtheilung, war der Erste, welcher 1779 auf der Karls-Akademie , die vom Kaiser Joseph mit Universitätsrechten begabt war, nachVertheidigung der Diss. „De praeeipuis deliriorum causis eorumque medelageneralia quaedam exhibens" (4.) den Doctorhut empfing. Er war seit 1781Hofmedicus, hielt von 1785 an Vorlesungen über Geschichte und Encyklop. derMed., wurde 1787 zweiter Stadt- und Amtsphysicus und Prof. ord., hielt Vor-lesungen über Physiologie und ertlieilte klin. Unterricht in den Stuttgarter Kranken-häusern. 1793 rückte er in die 1. Stelle als Stadt- und Amtsphysicus und behieltdieselbe bis 1814. Er feierte 1832 sein Dr.-Jubil., wurde dabei zum Med.-Rathernannt und starb als Ober-Med.-Rath 20. Oct. 1840. In einer Abhandlung: „Observ.med. pract. for ens." trat er gegen die ploucquet 'sche Lungenprobe auf.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 18, 1840, II, pag. 1405. — Moll, pag. 13. —Callisen, XV, pag. 116; XXXI, pag. 257. G.
Plieninger, Karl Gustav Theodor von P., zu Stuttgart, geb. da-selbst 28. Sept. 1800 als Sohn des Vorigen, wurde 1823 in Tübingen Doctormit der „Diss, inaug. sist. animadversiones in naturam et cura,m morborumparalyticorum, qui transsudatione in cerebrum et medullam spinalem oriuntur"(4., deutsch in W ebek 's Samml. med. Diss, von Tübingen, 1829, St. 5), wurde1828 consult. Leibarzt der Königin in Ludwigsburg und Med.-Rath. Als Fest-gabe der Stadt Stuttgart bei der Versamml. deutsch. Naturf. und Aerzte im J. 1834verfasste er: „ Beschreib. von Stuttgart, hauptsächl. nach seinen naturwissen-schaftl. und medic. Verhältnissen" (Stuttg. 1834), übersetzte W ill. P rout,Chemie etc. (Ib. 1836), T h. C halmers (Ib. 1838), J ohn K idd , „Der menschlicheKörper in seinem Verhältnisse zur äusseren Natur" (Ib. 1838); ausserdem Aufsätzeim Württemb. Med. Correspondenz-Blatt (1884—42) über sehr verschiedenartigeGegenstände. Er war seit 1836 Ober-Med.-Assessor, wurde 1852 pensionirt undstarb als Med.-Rath a. D. 11. Febr. 1886. Er hatte sich besonders der Behand-lung der Frauenkrankheiten gewidmet; seine Praxis war Jahrzehnte lang eineausgedehnte, bis in die höchsten Kreise sich erstreckend.
"Württemb. Med. Correspondenz-Blatt. 1886, pag. 101. — Callisen, XXXI, pag. 257.
G.