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PITCAIRN. — PITHA.
bat, wurde sein 17. April 1809 erfolgter Tod die Ursache, eine bis dahin inEngland noch nicht beachtete Krankheit, den Croup, den er selbst an sich diagnosti-cirte, näher kennen zu lernen.
Münk, II, pag. 353. G.
Pitha, Franz Freiherr von P., zu Wien, geb. 8. Febr. 1810 zu Rakomin Böhmen, begann 1830 in Prag seine Studien, wurde 1836 daselbst mit derDiss. „Historiae synopticae ophthalmiarum quatuor , phaenomenis et decursusingularium in clínico op h t/i aim iatrico Pragensi tractatorum" Dr. med., 1837Dr. chir., war 1836-37 als Assistent der 2. chir. Klinik und Secundar-Chirurgim Prager allgem. Krankenhause thätig und von 1838—41 als Assistent aufJ. Fritz ' chir. Klinik. Bei eifrigem Studium der in- und ausländischen Literaturseines Faches und als Vertreter seines Chefs bei Erkrankung desselben, bewährteer sich bereits damals als ein ebenso gewandter, umsichtiger, schonender und dochenergischer Operateur, wie ein jedem wahren Fortschritte zugethaner wissenschaft-licher Chirurg. Er wurde 1839 zum supplir. Prof. der chir. Klinik und Docentender Akologie ernannt, versah bis 1843 auch die Stelle eines Primar-Chirurgenund Gerichts - Wundarztes im k. k. Strafhause, unternahm nach Ablauf seinerAssistentenzeit zusammen mit befreundeten Collegen ( Kiwisch, Halla ) eine längerewissenschaftliche Reise durch Deutschland, Dänemark, Holland, Belgien, Frank-reich und England und wurde nach dem Tode von Fritz (1841), der in Prag30 Jahre lang die prakt. Chirurgie gelehrt hatte, 1843 zu dessen Nachfolgerernannt. Als Lehrer entfaltete er nunmehr eine ungemein erspriessliche Thätigkeit,seine Klinik und Abtheilung wurde von Aerzten des In- und Auslandes eifrigbesucht, da er sich immer auf der Höhe der Wissenschaft zu halten wusste. ZurVermehrung seines Ruhmes trug nicht wenig auch seine unermüdliche literarischeWirksamkeit bei, die zunächst sich auf die von ihm 1844 mitbegründete PragerVierteljahrschr. für prakt. Heilk. concentrirte, indem er fur dieselbe nicht nurchirurgische Referate in deren Analecten übernahm, sondern auch eine Reihe vonwichtigen Arbeiten darin publicirte, von denen wir, ausser den in 5 Bänden(VIII, XIX—XXII) enthaltenen Berichten über seine Klinik in den Jahren 1844,45—47, besonders anführen: „Utber die Diagnose und Path ologie eingeklemmterBrüche" (VIII, IX, X) — „Ueber subcutane Venen-Unterbindungen" (XII) —„ Ueber Teleangiektasien" (XIII) — „ Ueber Aether- Inhalationen bei chirurg.Operationen" (XVII) — „Die Nekrologe von Dieffenbach und Lisfranc"(XVIII) — „ Ueber Chloroform" (XIX) — „ Ueber die Baumwolle in der Chirurgie"(XXIII) — „Ein Fall von operirter Doppelbildung" (XXVI) — „ Ueber denHospitalbrand" (XXX) — „ Ueber Sclrultergelenks-Iuxationen"(XXX V\) — „ UeberBronchotomie und deren Indicationen" (LIII) — „ Ueber Oedem der Glottis"(LIV). Nach 14jähr. ruhmvoller Wirksamkeit an der Prager Hochschule schieder 1857 von derselben, unter zahlreichen Beweisen ehrenvoller Anerkennung undliebevoller Theilnahme, um an der 1854 wieder eröffneten med.-chir. Josephs-Akademie in Wien die Professur der Chir. und chir. Klinik zu übernehmen. Auchhier wirkte er mit gleichem Eifer für die Heranbildung tüchtiger Feldärzte undtrug nicht wenig zum Emporblühen der Akademie bei. Während des italienischenKrieges, 1859, war er auf dem Kriegsschauplatze 3 Monate lang in mühe-, aberruhmvoller Thätigkeit, wurde 1859 in den erblichen Ritterstand des österr. Staateserhoben, 1863, bei Errichtung des Unterrichtsrathes, "in denselben, 1864 in dasMilitâr-Sanitâts-Comité berufen, übernahm 1866 auf dem italien. Kriegsschauplatzedie Oberleitung des Feldsanitätswesens und der Feldspitäler und führte dieselbemit nicht geringerer Auszeichnung, wie bei früheren Gelegenheiten ; er erhieltdafür u. A. den Titel als Oberstabsarzt 1. CL, den Charakter als Hofrath, späterwurde er auch zum Freiherrn ernannt. Seine literarischen Leistungen in dieserZeit waren: „Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane" (R. ViRCHOw'sHandb. der spec. Path. u. Ther., Bd. VI, Abth. 2, 1864) und in Gemeinschaftmit Th. Billroth die Herausgabe eines „Handb. der allgem. und spec. Chirurgie",