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4 (1886) Lindsley - Revillon
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PITHA. PJAESSETZKY.

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in welchem (1 Bd., IY. Abth.) er selbstDie Krankheiten der oberen und unterenExtremitäten" bearbeitete. Bis zu dem jahrelangen Siechthum, welches seinem am29. Dec. 1875 erfolgten Tode vorherging, war P. ein durchaus auf der Höhe derWissenschaft stehender Chirurg. Er war ein vortrefflicher Anatom, ein hervorragenderDiagnostiker, ein eleganter und glücklicher Operateur, dessen ganzes Wesen danebenLiebenswürdigkeit und Bescheidenheit an sich trug, ein wohlwollender und gewissen-hafter Lehrer, als Arzt aber weltmännisch, gentlemanlike, so dass ein Jeder, derihn kannte, zu seinen Verehrern zählte.

v. Wurzbach, XXII, pag. 363. Prager med. Wochenschr. 1S76, pag. 49.Allgem. Wiener med. Zeitung. 1876, pag. 7. G-urlt

Pitschaft, Johann August P., zu Baden-Baden, geb. 18. März 1783zu Mainz, studirte in Würzburg, wo er. 1806 promovirte, war dann Arzt inHeidelberg, seit 1817 zu Bonfeld bei Heilbronn, seit 1826 in Karlsruhe undwurde 1829 Amts-Physicus zu Baden-Baden, Badearzt, später Hof- und Medicinal-rath. Er schrieb : Unterricht über die weibl. Epoche, die Schwangerschaft,das Wochenbett, u. s. w." (Heidelb. 1812)Medicin. Familienbüchlein, u. s. w."(Ib. 1813); dazu eine grosse Reihe von Mittheilungen in Hdfeland's Journalu. d. T. :Prakt. Beobachtungen" (1817) Ver gleichlingen und Beobach-tungen im Gebiete der Med." (1818, mit 3 Forts. 1819, 20, 21)Abhandlungüber die äusserliche Anwendung des kalten Wassers zur Mässigung des Fiebersund über die Anwendung des kalten Wassers überhaupt" (1823, mit 11 Forts,bis 1827)Miscellanea aus alter und neuerer Zeit im Gebiete der Arznei-kunde" (1827, mit 9 Forts, bis 1831) u. s. w. Er gab ferner heraus:DieAphorismen des Hipp o kr ates , verdeutscht und commentirt" (2 Tille., 1825)Die Heilquellen und das Klima von Baden-Baden" (1831)Ein Wortüber die asiatische Cholera 1 ' (1831)Gesundheitscatechismus für den Bürgerund Landmann" (2. Aufl. Stuttg. 1842). Ausserdem eine Anzahl von Aufsätzenin verschiedenen deutschen med. Zeitschriften. Er starb 3. Febr. 1848.

Scriba, II, pag. 565. Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 26, 1848, II,pag. 1022. Callisen, XV, pag. 84; XXXI, pag. 248. G-.

Pitschel, Friedrich Lebegott P., geb. zu Tautenburg in Thüringen1714, war Dr. med. und Prof. der Anat. und Physiol, am Colleg. med.-chir. inDresden, wo er 10. Sept. 1785 starb. Er schrieb:Anat. und chir. Anmer-kungen, welchen eine kurze Nachricht von dem Coli. med. chir. zu Dresdenvorangeschickt wird " (nebst 5 Kpfrt., Dresden 1784).

Diet. hist. III, pag. 722. P g 1.

*Pjaessetzky, Paul Jako wiewitsch P., bekannter Reisender, geb. inOrel 26. Oct. 1843, studirte in Moskau von 186166, wurde 1871 Dr. med.(Diss.:Ueber die Regeneration der Epithelien"). Seit 1866 lebte er als Arztin Petersburg, sich vorzüglich mit Chirurgie befassend ; 1874 wurde er einer unterdem Obersten Sosnowsky nach China bestimmten Expedition zueommandirt alsArzt und Zeichner. Mit dieser Handelsexpedition war er lange Zeit in China undbrachte vortreffliche Sammlungen aller Art, vor Allem aber ausgezeichnete Skizzenheim. Seine Sammlungen wurden durch Ausstellung dem Publicum zugänglichgemacht; fiir seine künstlerischen Erfolge wurde P. zum Ehrenmitglied der Aka-demie der Künste in Petersburg gewählt und erhielt von der k. russ. geograph.Gesellschaft als Anerkennung für seine Reise die goldene Medaille. Während destürkisch-russischen Krieges war P. der activen Armee in Bulgarien zugetheilt undbefand sich grösstentheils am Schipka - Pass. Er hat ausser seiner Diss, heraus-gegeben : Ueber Anheilen von Haut auf Wunden, über Trachéotomie bei Croup, überdie Mineralquellen von Saki (Krim). Ferner über die sanitären Bedingungen und überdie Medicin in China. Sein Hauptwerk ist aber die Reise nach China (187475,2 Bde. mit Abbild. ; in's Französische und Englische übersetzt), Zwei Monate inGabrow (aus den Kriegserinnerungen, 187778). L. Stieda.