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PISO. — PIT ARD.
utriusque re naturali et medica. Libri quotuordecim" (Amsterdam 1658), spätersind einige Abtheilungen dieser beiden Schriften auf's Neue herausgekommen,hinter Barlaet , Rerum per octennium in Brasilia gestarum (Ed. secunda 1660) unddie „Oost- en Westindische Warande, vervattende aldaar de leef- en geneeskonst"von Jac. Bontius, Güil. Piso und G. Markgraef (Amsterdam 1694).
B. J. St okvis, Discours d'ouverture du Congrès intern, de médecins des colonies,Amsterdam 1883. c E . Daniels.
Piso, s. a. Lepois , Bd. III, pag. 675.
Pistorius (Pistoris ), Simon P., geb. 1453 oder 54 in Leipzig, als Sohndes Assessors der med. Facultät und kursächs. Leibmedicus Nikolaus p. (+ 1471),studirte in seiner Vaterstadt, wurde 1473 Mag. pliil., 1487 Dr. med., 1488 Mit-glied der med. Facultät, trat 1501 in die Dienste des Kurfürsten Joachim I.von Brandenburg und betheiligte sich als dessen Leibarzt an der Gründung derUniversität Frankfurt (1506). 1508 wurde er Prof. der Pathol, zu Leipzig, Decauder Facultät und später auch Prof. therapiae, als welcher er 1523 starb. P. war eingeschickter Praktiker, Arabist mit Leib und Seele, wie die meisten Aerzte seinerZeit. Er ist besonders bekannt durch seine erbitterte literarische Fehde mit pollichüber die Ursache der Syphilis, wobei P. mit seinen abergläubischen Ansichtenund seiner Opposition gegen Leoniceno's Lehren allerdings unterlag. Das Productdes genannten wissenschaftlichen Streites sind folgende Schriften P.'s. : „Positionesde malo franco" (Leipz. 1498) — „Declaratio defensiva cujusdam positionisde malo franco etc." (Ib. 1500) — „Confutatio conflatorum circa positionemquandam extraneam et puerilem D. Mart. Meiler Stadt etc." (Ib. 1501).
Biogr. méd. VI, pag. 426. — Fuchs, Die ältesten Schriftsteller über die Lustseuchein Deutschland von 1495—1510 (Gött. 1843), pag. 127, 155, 39S. Pagel.
Pistorius ( Pjstoris ), Johannes P., geb. zu Nidda (im Hessischen) 1544,studirte gleichzeitig Theologie und Med. und promovirte in letzterer, trat dannals Arzt in die Dienste des Markgrafen von Baden-Durlach, ging später zum Katho-licismus über und wurde auch Dr. theol. 1590 begab er sich nach Constanz, vonda nach Freiburg, widmete sich ausschliesslich geistlichen Functionen und starbhier 1607. Von seinen auf die Med. bezüglichen Schriften nennen wir: „De veracurandae pestis ratione liber unus" (Fraukf. 1568)— „Daemonomania Pistoriana,magica et caballistica morborum curandorum ratio etc." (Lauingen 1601) —„Consilium antipodagricum" (Halberstadt 1659).
Biogr. méd. VI, pag. 426. Pgl.
Pistschekow, Danilo Jakowlewitsch P., geb. im Gouv. Charkow,trat 1775 als Zögling in das Moskauer Hospital und wurde 1779 als Chirurgentlassen. Er begab sich in's Ausland, zuerst nach London, woselbst er 2 Jahreblieb, dann hielt er sich 1 Jahr in Edinburg auf und kurze Zeit in Aberdeen,woselbst er am 2. Aug. 1784 das Diplom eines Doctors der Medicin sich erwarb.Nach Russland zurückgekehrt, erhielt er 1785 das Recht zur Praxis. P. war Arztan verschiedenen Stellen des Reiches, zuletzt 1798 Medicinal-Inspector des Gouv.Kasan. Er übersetzte ein Taschen-Arzneibuch aus dem Englischen in's Russischeund verfasste eine Anleitung zum Nutzen der an Scorbut Leidenden.
Tschistowitsch, CCLII. L. Stieda.
Pitard, Jean P., Wundarzt Lud wig's des Heiligen, den er auf seinemKriegszuge nach dem heiligen Lande begleitet hatte, und der Nachfolger desselben,P h i 1 i p p's des Starken und P h i 1 i p p's des Schönen, gilt als der Begründer desCollege de St. Côme, des aus der Genossenschaft der Pariser Chirurgen hervor-gegangenen medicinisch-chirurgischen Institutes. Zur Wahrung ihrer Standesehre,ihrer Rechte und zur Bildung einer Chirurgenschule hatten sich dieselben ver-einigt und im J. 1260 mit Statuten ein der Universität nachgebildetes Collegium