PIROGOW. — PISO.
577
keiten der chirurgischen Diagnose und über das Glück in der Chirurgie"(lb. 1854) — „Statistischer Bericht über alle meine im Verlaufe eines Jahresdaselbst 1852—53 beobachteten Operationsfälle" (Ib. 1854) — „ KlinischeChirurgie. Eine Sammlung von Monographien" (Ib. 1854) — „ Anatomía topo-graphica sectionibus -per corpus humanum congelatum triplici directione ductisillustrata" (St. Petersburg 1849) — „ Grundzüge der allgemeinen Krieg s chirurgie"(Leipzig 1864) — „Bericht über die Besichtigung der Militär-Sanitätsanstaltenin Deutschland, Lothringen-Elsass 1870" (Ib. 1871). Ausserdem hat P. nocheine Reihe von Werken in russischer Sprache veröffentlicht und eine Anzahl nichtmedicinischer Abhandlungen in Journalen erscheinen lassen.
Be r tensón, Nikol. Iw. Pirogow. Russisch in der Russkaja Starina, 1881. Zuvergleichen auch die (russ.) geschriebene Autobiographie, welche unvollständig veröffentlicht,als „Mémoires posthumes" aber auch in der Revue scientifique, 1885, pag. 579, 682, er-schienen ist. L Stieda.
Pirrie , William P., geb. 1807 im Kirchspiel Gartly (bei Iluntly inAberdeenshire), studirte am Marischal College zu Aberdeen, sowie in Edinburg,wo er 1829 promovirte. Zu seiner weiteren chir. Ausbildung hielt er sich nochin Paris eine Zeit lang auf und liess sich nach seiner Rückkehr in Aberdeennieder, wo er Docent der Anat. und Physician am Marischal Coli, wurde. 1839wurde an diesem Institut ein besonderer Lehrstuhl für Chirurgie creirt und P.übertragen. In dieser Stellung wirkte er auch an der aus der Vereinigung vonKing's College und Marischal College 1859 gebildeten Universität zu Aberdeen weiterbis zu seinem 21. Nov. 1882 erfolgten Tode. Von 1847—1880 war er einerder Surgeons an der Infirmary. Von seinen literar. Leistungen sind zu nennen:„Principles and practice of surgery" (1868; 3. Aufl. 1873) — „On acupressure"(zusammen mit Keith, 1867, eine Erweiterung eines bereits über denselben Gegen-stand in den Med. Times and Gaz. 1865 erschienenen Aufsatzes) —• „A remarkablecase of Strangulation caused by a diverticulum" (Edinb. Monthly Journ. ofMed. Sc., 1849) — „ Carbolic acid in the first and second degrees of burns"(Laiicct 1867) — „Fracture of cranium with large wound of brain" (lb. 1879),ferner ein von ihm im Juli 1882 als Präsident der North of Scotland Med. Assoc.gehaltener Vortrag über : „ The infectiveness of tubercle" (Lancet, 1882).
Lancet. 1882, II, pag. 965. — Brit. Med. Journ. 1882, II, pag. 1123. — Edinb.Med. Journ. 1882—83, XXVIII, pag. 662—68. Pagel
Pisani , Don Pietro Baron P., Nichtarzt, ist aber bemerkenswerth alsGründer, Director und Administrator der Irrenanstalt in Palermo, wo er schonvor John Conolly , dem bekannten Schöpfer des No-restraint, ähnliche Maassregelnwie dieser zur menschlicheren Behandlung der Irren ganz im modernen Sinneeinführte. Er schrieb: „Istruzioni per la novella R. casa dei matti in Palermo,compilata" (Palermo 1827, mit 3 Kpfrn.) und starb 1837 an der Cholera.
Allgem. Zeitschr. für Psychiatrie. XXXV, pag. 387. — C a 11 i s e n , XXXI, pag. 247.
Pgl.
Piso, Willem P., geb. 1611 in Leyden, studirte in seinem Geburtsorteunter HeurniüS und Schrevelius und darnach in Caen (Normandie), wo er 1630Zum Dr. med. promovirte. 1637 wurde er durch die Ostindische Compagnie alsLeibarzt des Grafen Joh. Moritz von Nassau nach Brasilien geschickt. 1644von da zurückgekehrt, liess er sich wieder in Leyden als Student einschreiben,doch war er meistens im Gefolge des Grafen Moritz. 1648 liess er sich inAmsterdam nieder und bekam da bald eine ausgedehnte Praxis, welche er bis zuseinem Tode, 1678, wahrgenommen hat. P. hat zwei Bücher veröffentlicht, worin ersich als ein tüchtiger Naturforscher und gebildeter Mediciner zu erkennen gab undsehr interessante Mittheilungen über das Klima, die Hygiene, die Pathologie undTherapie in den Tropenländern publicirte, so dass er in der That für den Stifterder colonialen Medicin, wie Stokvis ihn genannt hat, zu halten ist. Seine Schriftensind: „Historia naturalis Brasiliae" (Leyden u. Amsterdam, 1648) — „De IndiaeBiogr. Lexikon. iv. 37