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PINEL. — PINKERTON.
Stuttg. 1799—1800; Kassel 1829—1830) den Grundsatz aufstellte, dass die Med.ein Zweig der Naturwissenschaften sei und dass daher, wie bei diesen, auch dieanalytische Methode statt der bisher beliebten synthetischen Platz greifen müsse.Er suchte daher die Diagnose der Krankheiten aus den Symptomen zu stellen,denen er die pathol. Anat. unterordnete. Krankheiten, welche dieselben oderähnliche Symptome zeigten, betrachtete er auch als dem Wesen nach einanderähnlich. So kam es, dass P auch die Fieber als etwas Essentielles auffasste und6 verschiedene Grundformen derselben aufstellte. In gleichem Sinne ist geschrieben:„La médecine clinique rendue plus précise et plus exacte par ïapplication del'analyse ou Recueil et résultat d'observations des maladies aiguës à la Sal-pêtrière " (Paris 1802; 1804; 1815; deutsch Bayreuth 1803). Ausser den genanntenveröffentlichte P. noch mehrere kleinere Schriften über Luxationen, über Classifi-cation der Säugethiere und Vögel etc.
Biogr. méd. VI, pag. 418. — Diet. hist. III, pag. 717. — Par is e t ,.I, pag. 209—59. —Gaz. hebd. VI, 1859, pag. 18—20, 22, 24, 27. Page).
Scipion Pinel, zu Paris, Sohu des Vorigen, wurde 1819 daselbstDoctor mit der These: „Recherches sur quelques points de V aliénation mentale",war Médecin surveillent in der Salpêtriére, später Arzt einer Abtheilung im Bicôtreund schrieb : „Considérations sur les maladies, dites fièvres essentielles" (Paris1820) — „Recherches d'anat. et de physiol. pathologiques sur les altérationsde l'encéphale" (Ib. 1821) — „Recherches d'anatomie pathol. sur l'endurcisse-ment du système nerveux etc. " (Ib. 1822) — „Recherches sur les causes physiquesde l'aliénation mentale" (1826), ging 1831 zur Erforschung der Cholera nachWarschau und schrieb darüber ein „ Mém . sur le choléra en Pologne" (1831),sowie später: „Physiologie de l'homme aliéné, appliquée a l'analyse de l'hommesocial" (1833 ; 2 Nachdrücke, Brüssel 1837) — „ Traité complet du régime sanitairedes aliénés, ou manuel des établissemens qui leur sont consacrés etc." (1836;2 Nachdrücke, Brüssel 1837) — „Traité de pathologie cérébrale, ou des maladiesdu cerveau etc." (1844). 1833 hatte er von der Acad, des sc. einen Preis von1500 Fres, für eine Abhandlung über die pathol. Anat. des Gehirns erhalten.Er war später Médecin honor, des hospices von Paris, Arzt der Geisteskrankendes Hospice de la Vieillesse (femmes) und Director der zu Port-à l'Anglais beiParis, Gemeinde Vitry, unter dem Namen „Société Villa Santa" (1837) zur Be-handlung von Geisteskranken begründeten Musteranstalt.
Sachaile, pag. 524. — Cal Ii s en, XV, pag. 68; XXXI, pag. 238. — Quérard,Litt, franç. contemp. VI, pag. ;¿6. (J
Piiii, Pietro Matteo P., geb. um 1540 im Herzogth. Urbino, warein Schüler von Eustachi , auf dessen Veranlassung er einen Indes oder eineUebersicht der Werke von Hippokrates anfertigte, die indessen erst nach vielenJahren, 1597, wo der Index veröffentlicht wurde, vollendet war. Die Zeit seinesTodes ist nicht begannt. Er schrieb noch : „Annotationes in opuscula anatómicaB.Eustachii, ex Hippoer ate , Aristotele, Galeno, etc." (Venedig1563) zu dem Zwecke, die Entdeckungen seines Lehrers durch Anführungen ausden Alten zu stützen; ferner: „Compendium instar indicis in Hippocratisopera omnia" (1599, fol.; Venedig 1737). Die anat. Tafeln, welche er vonEustachi , der nicht die Zeit gehabt hatte, sie zu veröffentlichen, erhalten hatte,gingen nach seinem Tode durch mehrere Hände und wurden erst von LiNCiStmit einem erklärenden Texte (Rom 1714, fol.) herausgegeben.
Biogr. universelle. XXXIII, pag. 368. G.
Pinkerton, Archibald William Pulteney P., promovirte 1850 inEdinburg, war 1 Jahr lang Resident Physic, in der Royal Infirmary , reiste danneinige Jahre als Privatarzt und veröffentlichte über seine in dieser Zeit gemachtenErfahrungen im Edinb. Monthly Journ. (1853, 54) zwei treffliche Aufsätze:„On the climate of Malaga" — „On the climate of Tenerife" . Er prakticirte