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durch 1 Jahr lang iu Bournemouth und publicirte eine Reihe von Vorträgen überdie med. Qualitäten dieses Badeortes. Während des Krimkrieges war er Assistant-Surgeon heim Stabe, machte daselbst die schwere Cholera-Epidemie mit durch undwar bei der Belagerung von Sebastopol in Thätigkeit. Er kehrte darauf zur Civil-praxis zurück, veröffentlichte im Edinb. Med. Journ. (1857) folgende 3 Aufsätze :„Gases of fever as seen in the Crimea" — „ Phthisis and climate " — „Thespread of cholera by personal communication " und hielt, bei seinen reichen Erfah-rungen über die Einwirkung des Klimas auf verschiedene Krankheiten, zu Edinburg,in der Surgeons' Hall, Vorlesungen über Klimatologie. Beim Ausbruch des indischenAufstandes trat er von Neuem in den Militärdienst, wurde nach mehrjährigem Auf-enthalte in Indien von der Cholera befallen, der er nur mit Mühe entrann, umzu Aden, am Typhus, 21. Nov. 1861, erst 32 Jahre alt, zu sterben. Er war überallbeliebt und hätte bei längerem Leben gewiss noch Erhebliches für die Wissen-schaft geleistet.
Lancet. 1862, I, pag. 89. g.
Pintor, Pedro P., geb. 1423 in Valencia (in Spanien), war Leibarztdes Papstes Alexander VI., der ihn am spanischen Hofe kennen gelernt hatteund prakticirte mit grossem Erfolge in Born, wo er 4. Sept. 1503 starb. Er warein sehr gelehrter Arzt ; seine Schriften enthalten werthvolle Aufschlüsse über dieGeschichte der Syphilis. Man erfährt daraus, dass der „Morbus gallicus" bereits1494 in Rom existirte und dass P. eine ähnliche Erkrankung bereits 1483 inSpanien beobachtet hatte. Die betr. Schrift ist betitelt: „De morbo foetido etocculto his temporibus affligente" (Rom 1500, fol.).
Biogr. méd. VI, pag. 420. Pagel.
Piorry, Pierre-Adolphe P., geb. zu Poitiers (Vienne) 31. Dec. 1794,begann bereits im Alter von 16 Jahren das Studium der Med., das er unter-brechen musste, um als Wundarztgehilfe bei der Armee in Spanien zu dienen.1814 nach Paris zurückgekehrt, promovirte er 1816 mit der These: „Sur ledanger de la lecture des livres de médecine your les gens du monde 1 ' undliess sich in Paris nieder, wo er sieh zuerst an Broussais anschloss, später aberAnhänger von Magendie wurde. Schon in dieser Zeit verfasste er kleinereSchriften: „Sur les sympathies" — „Sur les vomissements" — „Sur l'influencede l'estomac sur les autres organes etc.", sowie mehrere Artikel für das Journ.de la Soc. de méd., Diet, des sc. méd., Journal complémentaire etc. 1826 wurdeer Agrégé, 1827 Méd. des hôpitaux. Er begann dann die Materialien zu seinem„Traité des altérations du sang" (Paris 1833) zu sammeln. Bald, nachdemLaënnec seine Lehre von der Auscultation veröifentlicht hatte, machte er seineberühmte Erfindung des „Plessimeters" und schrieb 1828 den mit dem Monthyon-Preis gekrönten , Traité sur la percussion médiate " (deutsch Würzburg 1828).Nachdem er bereits 1823 Mitglied der Acad. de méd. geworden war, erlangte ererst nach lOjähr. vergeblichen Bewerbungen, bei welchen ihm stets andere Mit-bewerber vorgezogen wurden, 1840 den Lehrstuhl der inneren Pathologie an derPariser Facultät, den er 1846 mit demjenigen der med. Klinik an der Charitévertauschte, um schliesslich von 1864 bis zu seinem Rücktritt, 1866, als Nach-folger von Tkodsseau dieselbe Stellung am Hôtel-Dieu einzunehmen. Er starb29. Mai 1879. — P. war ein äusserst fruchtbarer Schriftsteller, bediente sich aberin seinen Schriften einer wunderbaren Nomenclatur; so gebraucht er Ausdrücke,wie „Hypersplenotrophie", „Dysgastronervia", „Cardiodysneuria" etc. Ausser dengenannten Arbeiten citiren wir: „Mém. sur l' irritation encéphalique des enfants "(Paris 1823) — „Procédé opératoire sur la percussion " (Ib. 1831) — „Traitédu diagnostic et de séméiologie " (3 voll., Ib. 1836—37) — „ Traité de méd.pratique et de pathologie iatrique ou médicale" (9 voll., Ib. 1842—51, mit„Atlas de plessimétrie") — „De l'héridité dans les maladies" (Ib. 1840) —„Traité de plessimétrisme etc." (Ib. 1866) — „Des habitations et des influences