Druckschrift 
4 (1886) Lindsley - Revillon
Entstehung
Seite
410
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

410

OESTERLEN.

suchte. Ausserdem veröffentlichte 0. noch verschiedene Aufsätze in Henke's Zeit-schrift für Staatsarzneik , Textor's Neuem Chiron u. A.

Dechambre, 2. Série, XVIII, pag. 568. Callisen, XIV, pag. 100;XXXI, pag. 78. PgI

Oesterlen, Georg Christian 0., zu Stuttgart, wurde 1798 in TübingenDoctor mit der Diss.De perforations ossis pectoralis" (praes. C. F. Clossiüs),deutsch u. d. T. :C. F. Clossiüs , Abhandl. über die Durchbohrung des Brust-beins, übers, von J. G. Kraemer " (Marburg 1799), wurde (1822) Oberamtsarztzu Oehringen und dann (1824) in Murrhardt, war fürstl. Hohenlohe'scher Leibarztund wurde 1833 kgl. württemb. Medicinalrath in Stuttgart. Er schrieb u. A:Kaiserschnitt mit tödtlichem Erfolge" (mitgetheilt von vox Klein in Graefe'sund Walther's Journ., 1822)Aus der Luftröhre ausgestossene fremdeKörper" (Ib. 1824)Einige geburtshilfl. Beobachtungen" (Harless ' NeueJahrbb. , 1830)Beiträge zur Aetiologie und Pathologie der Krankheitenneugeborener Kinder" (Ib. 1831) u.s.w. Er gab heraus:Ludwi g Br aun,Auch einige Worte über die ostindische Cholera . . . nach den in Ostindiengemachten Erfahrungen" (Stuttgart 1831). Sein Tod erfolgte im 77. Lebensjahrezu Stuttgart 26. Oct. 1850.

Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 28, 1850, II, pag. 1043. Callisen,XIV, pag. 99; XXXI, pag. 78. G.

Oesterlen, Friedrich 0., verdienter Pharmakolog, geb. zu Murrhardtin Württemberg 22. März 1812, studirte von 183034 in Tübingen, machte1835 wissenschaftliche Reisen nach Wien, Würzburg, Paris, liess sich in seinerGeburtsstadt nieder, habilitirte sich 1843 als Privatdocent in Tübingen und wurdebald darnach zum Prof. ernannt. 1845 erhielt er einen Ruf als Prof. der med.Klinik in Dorpat, gab diese Stellung aber in Folge eines ihm nicht bewilligtenUrlaubes 1848 freiwillig auf, prakticirte von 184953 in Heidelberg, zugleichals Privatdocent daselbst und begab sich nach einem 4jähr. Aufenthalt in Stutt-gart 1858 nach der Schweiz, prakticirte in Zürich und Glarus, kehrte 1870 nachStuttgart zurück und starb hier 19. März 1877. Ausser denJahrbüchern fürprakt. Heilkunde", die er 1845 gründete und derZeitschrift für Hygieine,med. Statistik und Sanitätspolizei", die er 1860 herauszugeben begann, hat 0.,der sich viel mit physiologischen Untersuchungen beschäftigte und dem u. A. auchdie Entdeckung des Eiweisses im Stuhlgange Dysenterischer zu verdanken ist,noch folgende Schriften veröffentlicht:Histor.-krit. Darstellung des Streits überdie Einheit oder Mehrheit der vener. Contagien " (Stuttgart 1836)Beiträgezur Physiologie des gesunden und kranken Organismus" (Jena 1843)Hand-buch der Heilmitteilehre" (Tübingen 1845; 47 etc.; 7. Aufl. 1861)Med.Logik" (Ib. 1852)Handbuch der Hygieine, der privaten und öffentlichen"(Ib. 1851; 1857; 1876)Handbuch der med. Statistik" (Ib. 1864; 1874)Die Seuchen, ihre Ursachen, Gesetze und Bekämpfung" (Ib. 1873)Be-merkungen über das Verhältniss der Lustseuche zum Aussatz" (Ib. 1834).Ausserdem rührt von 0. eine grosse Reihe von Aufsätzen in Mdeller's Archivf. Anat., im Württemb. med. Correspondenzbl. und in Schmidt's Jahrbb. d. Med her.

Dechambre, 2. Série, XVIII, pag. 569. Engelmann, Biblioth. med. pract.

Pagel.

* Oesterlen, Otto August 0., zu Tübingen, als Sohn des Vorigen geb.14. März 1840 in Murrhardt (Württemberg), studirte in Tübingen, Zürich, Berlin,Würzburg, wurde 1864 Doctor, war seit 1865 Assistenzarzt bei Bruns , seit1867 prakt. Arzt in Tübingen, 187071 württemb. Militärarzt, habilitirte sich1872 für Hygiene und gerichtl. Med. in Tübingen, wurde 1877 a. o.Prof. dergerichtl. Med., 1883 Oberamtsarzt. Schriften:Das menschliche Haar und seinegerichtsärztliche Bedeutung" (Tübingen 1874)Ueber Herzechinoco ecus"(Virchow's Archiv) und hygien. Arbeiten in der Deutsch. Vierteljahr sehr, für