OESTERLEN. — OETTINGER.
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öffentl. Gesundheitspflege, gerichtl.-med. und statist. Arbeiten in EdlenbergsVierteljahrschr. — „ lieber die früheste Entwicklung der gerichtlichen Medicin"(Schmidt's Jahrbb., 1877), die Artikel: „ Blitzschlag„Verblutung„Unter-suchung der Haare", „Fortpflanzungsfähigkeit", „Hermaphroditismus", „Kunst-fehler der Aerzte und Wundärzte" in Maschka's Handb. der gerichtl. Medicin.
Red.
Oesterreicher, Johann Heinrich 0., im J. 1805 zu Bamberg geb.,habilitirte sich im J. 1828 an der Universität München für Anatomie als Privat-docent, wurde 1831 zum Prof. an der Chirurg. Schule zu Landshut ernannt undstarb, erst 41 Jahre alt, 20. Febr. 1843 im Irrenhause zu St. Georgen bei Bayreuth.Schriften veröffentlichte er: „Lehre vom Kreislaufe des Blutes" (Nürnberg1826, 4.) — „Di guhernaculo sie dicto Hunteriano" (München 1 o¿8, 4.) — „Ana-tomische Steinstiche" (6 Abth., Ebenda 1827—30, foi. ; erschienen in neuer Bear-beitung von Eedl als „0 e sterr eich er' s anatomischer Atlas" (Ebenda 1845) —„Neue Darstellung von der Ortsveränderung der Hoden 1 ' (Leipzig 1830, 4.).
Prantl, II, pag. 532. Seitz.
Oettingen, Otto Leo von 0., geb. 1811 in Dorpat, studirte in seinerVaterstadt und wurde 1835 mit der Diss.: ,,Meletemata quaedam ad perinaeirupturam ejusque cur am spectantia" Doctor: nachdem er Militärarzt geworden,kam er 1837 nach Warschau, wo er sich bald als gebildeter und gewissenhafterArzt einen bedeutenden Wirkungskreis zu schaffen wusste ; er starb am 10. Jan.1856. Er gab heraus : „Observationes pathologiam et therapiam spectantes"(Berlin 1846) ; ausserdem schrieb er eine Reihe von Artikeln für den Tygodniklekarski und den Pamietnik Tow. lek. warszawskiego. K. & P.
* Oettingen, Georg von 0., zu Dorpat, geb. bei Dorpat 10./24. Nov.1824, studirte daselbst, namentlich unter Reichert, Volkmann sen., Bidder,wurde 1848 Doctor, war seit 1854 als Docent, später als Prof. e. o., dann ord. derChirurgie und Ophthalmologie, wirkl. Staatsrath an der Universität in Dorpat. Erschrieb klinische Mittheilungen chirurg. und ophthalmologischen Inhalts, eine Mono-graphie über Schussverletzungen des Auges, nach Erfahrungen aus dem russisch-türkischen Kriege von 1877—78. Am bemerkenswertbesten ist die Aufstellungeiner neuen Krankheitsform, der „amyloiden Entartung der Conjunctiva", in seinerArbeit: „Die ophthalmologische Klinik Dorpat' s in den 3 ersten Jahren ihresBestehens" (Dorp. med. Zeitschr., II, 1871). Nach 25jähr. Dienst bei der Uni-versität als Prof. emer. seit 1878 verabschiedet, befindet er sieh gegenwärtig inder amtlichen Stellung eines „Stadthauptes" von Dorpat. Red.
Oettinger, Fer dill an d Christoph 0., 1719 in Göppingen geb., hattein Leipzig und Halle Med. studirt und war an der letztgenannten Universität imJ. 1739 unter Vorsitz von Sal. Alberti nach Verteidigung seiner Diss. „DeBelladonna tamquam specifico in cancro" promovirt worden. Nachdem er anmehreren Orten als Arzt prakticirt hatte, wurde er 1760 zum Prof. e. o. und1762 zum Prof. ord. in Tübingen ernannt und hier ist er im April 1772 gestorben.Wissenschaftlich hat er sich vorzugsweise mit naturgeschichtlichen und chemischenStudien beschäftigt, daneben hat er eine umfangreiche ärztliche Praxis geübt undin anerkennenswerther Weise seine akademische Pflicht geübt. Seine literar. Arbeitenaus verschiedenen Gebieten der prakt. Heilkunde, die jedoch nichts Hervorragendesbieten, hat er in akademischen Gelegenheitsschriften niedergelegt.
Diet. hist. III, pag. 651. A . . t.
Oettinger, Johann Karl 0., geb. 2. Juli 1737, war Prof. an derUniversität zu Erfurt und schrieb: „Diss, de f'ebribus acutis intestinalibus incolisoppidi Mega - Soemmerdae endemiis" (Erfurt 1767) — „Progr. de febribus abinitio fere mensis decembris 1771 per annum 1772 Erfordiae inque ejus con-finiis epidemice r/rassantibus" (Ib. 1772).
Biogr. méd. VI, pag. 337. — Dechambre, 2. Série, XVIII, pag. 574. Pgl.