NAEGELE. — NAGEL.
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Hermann Franz Joseph Naegele, als Sohn des Vorigen 1810zu Heidelberg geb., habilitirte sich daselbst 1835 mit der Comment. : „Mogostociae conglutinatione orificii uteri externi" (Heidelberg) als Privatdocent der Geburts-hilfe, wurde 1838 Prof. e. o. und später Kreis-Oberhebearzt; er starb aber schon5. Juli 1851. Sein Hauptwerk ist das „Lehrbuch der Geburtshilfe 1 ' (2 Thle.,Mainz 1843—45 ; 3.—8. Aufl. von W. L. Gkenseb , 1853—72), welches die Lehrenseines Vaters enthält. Ausserdem hatte er geschrieben: „Die geburtshilflicheAuscultation " (Mainz 1838) — „ Commentatio de causa quadam prolapsus funiculiumbilicalis in partu" (Heidelb. 1839, 4.).
Brockhaus, Convers.-Lexikon. 12. Aufl., X, pag. 741. G.
Naeve ( Nefe ), sächsische Aerzte-Familie. —Johann N., geb. 1499 inChemnitz, promovirte um 1524 in Leipzig und wurde Arzt des Kurfürsten vonSachsen. Er ist besonders durch seine, zusammen mit Matthioli , verfasstenbotanischen Arbeiten bekannt.
Kaspar Naeve, Bruder des Vorigen, geb. um 1514 in Chemnitz, wargleichfalls Arzt beim Kurfürsten von Sachsen und später Prof. an der Universitätzu Leipzig, wo er 1580 starb. Er verfasste: „De venae sectione" (Leipzig 1558) —„De ratione alterandi humores per medicamenta ad purgandum" (Ib. 1551) —„Gonsilia medica " (Ib. 1598, fol.; 1616).
Dechambre, 2. Série, XI, pag. 368. Pgl.
Naezén, Daniel Erik N., geb. 11. März 1752 in Skara, wurde nachvollendeten med. Studien in Upsala Provinzialarzt in Westerbotten 1782, beschäftigtesich viel mit der Naturgeschichte des nördlichen Schwedens und stellte 1796—1808meteorolog. Beobachtungen an, die in den Abhandlungen der schwed. Akademie derWissenschaften (1798, 99, 1801, 2, 4, 7, 8) veröffentlicht sind. In denselben Actenfinden sich auch einige zoolog. Abhandlungen von ihm (1792, 94, 1804). Durchseine Bemühungen wurde das Krankenhaus in Umeâ 1785 eingerichtet und einigeMineralquellen in diesem Theile des Landes untersucht. Während des Krieges 1808stand er einem Feldlazarethe in Umeâ vor nnd starb am Typhus 2. Dec. 1808.
0. H j el t.
Nagel, Franz N., geb. 5. April 1774 in Schlesien, studirte seit 1791in Frankfurt, promovirte 1799 mit der Diss.: „De spina ventosa" , prakticirte3 Jahre in einer Krankenanstalt, besuchte dann Wien, bereiste 1799 Halle, Leipzig,Jena, Göttingen und liess sich zu Breslau nieder, diente darauf 1812 in einemLazareth zu Königsberg, ging 1813 nach Pommern und Schlesien, fungirte 1 Jahrin einem russischen Lazareth zu Warschau, kehrte dann nach Breslau zurück undwurde, 1829 durch gerichtl. Erkenntniss für wahnsinnig erklärt, in die Irrenanstaltzu Leubus aufgenommen, 1848 aus derselben entlassen, starb aber bald darauf.Er schrieb: „Taschenbuch für Personen, die sich in Bädern aufhalten"(Breslau 1803) — „Pharmacopoea Borussica cum adnotationibus in therapia etc."(Ib. 1827).
De chambre, 2. Série, XI, pag. 382. — Callisen, XIII, pag. 408, 410;XXXI, pag. 5. Pgl.
Nagel, Karl Anton N., geb. zn Leobschütz in Schlesien 17. Sept. 1798als Sohn des Arztes Leopold N. (f 1814), studirte seit 1816 in Breslau undBerlin, promovirte hier 1820 mit der Diss. : „De signis ex ventre" und liess sichin Breslau nieder. Er schrieb noch : „ Geber die gallertartige Erweichung desMagens" (in N. Bresl. Samml. der Heilk., Bd. I, 1829), sowie verschiedene Auf-sätze für die „Schles. Cholera-Zeitung". P g ¡
Nagel, Karl Friedrich N., zu Altona, geb. in Kopenhagen 4. März1794, studirte Med. in Kopenhagen und Kiel, wo er 1818 mit der „Diss, inaug.exhibens specimen historiue docimasiae pulmonum" Doctor wurde, war dannArzt in Altona und Ottensen, wurde 1832 Physicus der Stadt Altona, 1833 Lehrer,