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LAUTH. — LAVACHERIE.
Gustave Lauth, Sohn des Vorigen, war zu Strassburg am 9. Mai1793 geboren, wurde daselbst 1815 mit der These: „Spicilegium de vena cavasnperiore" Doctor, war Prosector der medicinischen Facultät, starb aber bereitsam 13. April 1817. Er hatte 1812 auch eine botanische Schrift verfasst.
Nouv. biogr. gen. XXIX. pag. 951. 6.
Ernest-Alexandre Lauth, zweiter Sohn von Th omas L., geborenzu Strassburg am 14. März 1803, studirte hier besonders Anatomie und Physio-logie unter Ehrmann , promovirte 1824 mit einem „Essai sur les vaisseaux lym-phatiques", machte Reisen in Frankreich, England und Deutschland, beschäftigtesich nach seiner Rückkehr in seine Vaterstadt ausschliesslich mit wissenschaft-lichen Arbeiten, wurde Agrege der Facultät und 1836 Professor der Physiologie,nach zweimaligem Concurse, mit deu Schriften: „Du mdcanisme par lequel lesmatteres alimentaires parcourent leur trajet. de la bouche ä l'anus" (1833) und„Exposition et appreciation des sources des connaissanees physiologiques" (1836).Doch starb er bereits im März 1837 an der Phthisis. Ausser den genannten undnoch einigen anderen kleineren Schriften hinterliess er noch ein vortrefflichesgrösseres „Manuel de Vanatomxe" (Strassburg 1829; 1835 ; deutsch vom Verfasser,Stuttgart 1835, 36, 2 Bde.).
Nouv. biogr. gen. XXIX, pag. 951. — Dechambre, 2. Serie, II, pag. 46. Pgl.
Lauvergne, Hubert L., französischer Marinearzt, geboren am 20. Januar1797 in Toulon, trat 1819 als Officier de sante 3. Classe in die Marine ein,machte in derselben mehrere Expeditionen nach der Levante und Südamerikamit, promovirte 1829 in Montpellier mit der These: „Geographie iotanique duport de Toulon et des lies d'Hyeres", wohnte 1830 der Belagerung von Algierals Chirurgien-major bei, wurde 1832, nachdem er den Dienst quittirt hatte,Prof. der Materia med. in Toulon, später successive in Cherbourg und Brest undschliesslich 1858 Director des Sanitätsdienstes in Toulon, wo er am 24. December1859 starb. Unter seinen zahlreichen Arbeiten ist die verdienstvollste betitelt:„Les forcats consideres sous le rapport physiologique, moral, intellectuel,observös etc." (Paris 1841). Erwälinenswerth sind ausserdem noch: „Le cholera-morbus en Provence, suiui de la biographie de Fleury" (Toulon 1836) — „De1'agonie et de la mort dans toutes les classes de la societe sous le rapport etc."(2 voll., Paris 1841; deutsch Leipzig 1843 und von E. Willmann 1845);ausserdem verschiedene Abhandungen über die Functionen des Gehirns, die Ur-sachen der Tuberculisation (1846) u. s. w.
Dechambre, 2. S6rie, II, pag. 46 — Berger et Rey, pag. 148. Pgl.
Lauverjat, Th eodore- E t i e nne L., Pariser Geburtshelfer zu Endedes vorigen Jahrhunderts, wurde 1774 Magister chir., war Mitglied des Collegedes chirurgiens und Professor der Geburtshilfe. Er ist bekannt durch seine Oppo-sition gegen die von Sigault empfohlene Symphyseotomie. L. war ein besondererVertheidiger des Kaiserschnitts, für den er auch eine neue Schnittführungangegeben hat. Die bezüglichen Schriften sind betitelt: „Examen d'une brochure,qui a pour titre: Procbs-verbavjx et r &flexions a l'occasion de la section de laSymphyse, etc." (Amsterdam 1779) — „Nouvelle methode de pratiquer1' Operation cesarienne , et parallele de cette Operation et de la section desos pubis" (Paris 1788; deutsche Uebers. Leipzig 1790). Er starb im Jahre 1800.
Dict. hist. III, pag. 411. — Dechambre, 2. S6rie, II, pag. 47. Pgl.
Lavacherie, Valentin de L., zu Lüttich, war 1798 zu Eysden imHerzogthum Limburg geboren, war zur Zeit seines 1848 erfolgten Todes Professorder externen Klinik und operativen Chirurgie au der Universität Lüttich und warals geschickter Operateur und erfahrener Praktiker bekannt. Er schrieb: „De lacompression contre les tumeurs blanches des parties dures" (Lüttich 1839) —„Memoires et observations sur quelques maladies des os maxillaires" (Brüssel