LAURENTIUS. — LAUTH.
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der Prinzessin Magdalene Sibylle in Nykjoebing, folgte derselben, als siesich 1652 nach Meissen verheirathete, dorthin, kam aber nach Dänemark zurück,wurde Leibarzt des Königs, nahm 1663 seinen Abschied und ging nach Lübeck,wo er 1673 starb. Von seinen Schriften sind noch anzuführen: „Defensio venae-sectionis in febre acuto, conlinua et maligna" (Hamburg 1647, 4.) — „ Exer-citationes in nonnullos, minus absolute veros Hippocratis aphorismos" (Ebenda1647, 4.) — „ Defensio exercitationum medicarum" (Lübeck 1666, 4.) — „Trac-tatus de notis Hippocratis in historiis epidemicis repertis" (Ebenda 1666, 4.) —„Erörterung der Scorbutischen Kranckheit einer Dame" (1668, 4.) u. s. w.
Möller, II, pag. 460. — Ingerslev, I, pag. 506. G.
Laurer, Johann Friedrich L., Pharmakolog, geboren am 26. Sep-tember 1798 in Bindlach bei Bayreuth, war anfangs Pharmaceut, studirte von1824 an in Greifswald Medicin, wurde Assistent bei dem Anatomen Rosenthal,promovirte 1830 mit der Diss.: „Disquisitiones anat. de Amphistomo conico",wurde Prosector und harrte in dieser Stellung 24 Jahre lang aus, obwohl er sichgleichzeitig 1830 als Docent für Anatomie, Physiologie und später 1849 fürPharmakologie habilitirt hatte. 1836 zum Prof. e. o. befördert, wurde er erst 1863Prof. ord. der Arzneimittellehre. Er starb am 23. November 1873. L. ist besondersbedeutend als Forscher auf dem Gebiete der Lichenologie. Seine bezüglichenSchriften sind meistens als Beiträge zu anderen Abhandlungen, resp. in Journalenerschienen, so die v Lichenen-Flora Rügens" (Regensburger botan. Zeit., 1827),ferner die Bearbeitung der Lichenen-Flora in der Kratzmann 'sehen Schrift: „DerCurort Marienbad" u. A. m. Viele neue Pflanzengattungen sind nach L. benanutworden. Ausserdem veranstaltete er eine vollständige Umarbeitung des seifert 'schen„Lehrbuchs der Arzneimittellehre" (Greifswald 1856) und lieferte viele werthvolleanatomische Präparate" für das Greifswalder anatomische Museum. Seine mit grossenGeld- und Zeitopfern gesammelten lichenologischcn Herbarien hat L. testamentarischdem grossen Staats-Herbarium in Berlin vermacht.
Leopoldina, Hft. 9, 1873, 4, pag. 51. — Haeckermann in Allgem. Deutsch.Biogr. XVIII, pag. 66. Pgl,
Lautenbach, Joseph L., geboren im Elsass 1569, wurde 1596 Stadt-medieus in Frankfurt a. M., 1607 erster Professor der Medicin in Giessen, starbam 17. August 1614. Schriften: „Gonsilia medicinalia cum mixtura praestan-tissimorum Italiae rnedicorum, seorsim A. M. Venusta, cum utilibus tractatibusJ. C. Claudini" (Frankfurt 1605, 4.) — „Disputationes theriacae binae dehydrophobia" (Giessen 1610, 4.) W. Stricker.
Lautll. Thomas L., Anatom in Strassburg i. E., hier am 29. August1758 geboren, studirte in seiner Vaterstadt, promovirte 1781 mit der „Diss. deanalysi urinae et acido phosphoreo", studirte noch in Paris bei Desault , inLondon bei Hunter , hielt sich auch in den bedeutendsten UniversitätsstädtenDeutschlands auf, kehrte 1782 nach Strassburg zurück, wurde Adjunct von Roedererund Ostertag , nach dem Tode von Lobstein sen. (1784) Demonstrator derAnatomie und schliesslich 1785 Prof. ord. der Anatomie und Chirurgie. Zugleichwar er dirigirender Arzt am grossen Hospital von Strassburg. Zur Wiederherstellungseiner angegriffenen Gesundheit reiste er 1826 nach Deutschland, starb aber baldnach seiner Rückkehr am 19. September dieses Jahres. Von L.'s Schriften istbemerkenswerth seine gründliche, aber nur bis auf Haevey reichende „Histoire deVanatomie" (Strassburg 1815, 4.); ferner sein „Handbuch der Myologie undSyndesmologie" (aus dem Französ. von J. S. Klupsch , Halle 1805), die verdienst-liche „Collectio scriptorum latinorum de aneurysmafibus" (Strassburg 1785, 4.)und endlich: „Nosologia chirurgica. Accedit notitia auetorum recentiorumFiatnero" (Ebenda 1788).
Biogr. m6d. V, pag. 545. — Dict. hist. III, pag. 409. — Hirsch in Allgem.Deutsch. Biogr. XVIII, pag. 80. Pagel.
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