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3 (1886) Haab - Lindsley
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LAUREMBERG. LAURENTIUS.

consilium quo describitur methodus perfacilis ad medicinam" (Levdcii 1621 ;Wittenberg 1623).

Moller, II, pag. 455 60. Biogr. med. V, pag. 543. B 1 a 11 c k , pag. 25.

Pgl.

Laurens, Andre du L. ( Dolaurens, Laurentius ), geboren zu Arles inder Provence um die Mitte des 16. Jahrhunderts, studirte seit 1583 in Mont-pellier , wo er bald promovirte und (nach den von den Berichten Goi Patin'sabweichenden Angaben Astrdc's ) 1586 den durch den Tod Laurent Joubert'serledigten Lehrstuhl erhielt. In dieser Eigenschaft hielt er Vorlesungen in fran-zösischer Sprache über Gicht, Aussatz, Pocken etc. 1600 an den Hof des KönigsHenri IV. nach Paris berufen, wurde er 1603 zum Kanzler der Universität vonMontpellier, trotz seiner Abwesenheit, erwählt und 1606 erster Leibarzt des Königs,an Stelle des verstorbenen Ribbits de la Riviere . Er starb am 16. August 1609.L. war ein sehr mittelmässiger anatomischer Schriftsteller. Sein wichtigstes Werk:Historia anatomica humani corporis et singularum ejus partium etc." (Erfurt1595; Paris 1600, fol.; Frankfurt 1600, fol.; Hanau 1601; Frankfurt 1602;Lyon 1605; Frankfurt 1616; 1627; französ. Paris 1639; 1741) enthält einGewebe von Aberglauben, halb verdauten, unrecht verstandenen und schiefvorgetragenen Grundsätzen, ohne dass dabei die grossen Entdeckungen seinerVorgänger und Zeitverwandten gehörig benutzt worden wären. Bemerkenswerthist noch L.'s Schrift:De mirabili strumas sanandi vi solis Galliae regibusconcessa etc." (Paris 1609). Eine Gesammtausgabe seiner Werke erschienFrankfurt 1627, fol.; Paris 1628, 2 voll.; französ. Rouen 1613; 1621; 1660;Paris 1646, fol.

Astruc, M6m., pag. 247. Biogr. med. III, pag. 542. Diet. hist. II, pag. 15 ! \Chereau in Union med., 1861, 49, 97, 113. Gaz. hebd. de m£d. Paris 1880, XVII,pag. 329, 381, 390, 413. Pgl

Laurent, Jean-Louis-Maurice L., tüchtiger Anatom, geboren 1784zu Toulon, trat 15 Jahre alt als Lehrling der Chirurgie bei der Marine einund machte mehrere Expeditionen mit. Mit 25 Jahren an der damals noch fran-zösischen Universität Pisa Doctor geworden, musste er 1823 in Paris von Neuempromoviren, wurde 1825 Professor der Anatomie an der Schule für Schiffsmedicinzu Toulon, ging 1832 nach Paris, um sich dort ausschliesslich dem Studiumder vergleichenden Anatomie und Physiologie zu widmen, wurde 1837 Doctor dernaturwissenschaftlichen Facultät und vertrat dann häufig Blainville in seinerEigenschaft als Lehrer der Anatomie und Zoologie. L., der am 30. Januar 1854starb, beschäftigte sich besonders mit Histologie und vergleichender Anatomie undveröffentlichte über mehrere Gegenstände aus diesen Disciplinen bemerkenswertheAufsätze, so:Essai sur les tissus elastiques contractiles" (Annal. de la med.physiol., T. XI, 1827)De la texture et du developpement de l'appareilurinaire" (These de concours, Paris 1836)Prodromes d'anatomie et dePhysiologie comparees" (Paris 1837)Zoophytologie" (Ebenda 1844)Lettre a M. Blainville sur des sujets d'anatomie comparee" (Bulletin dessciences med., T. XI, 1827). Auch gab er heraus:Atlas d'anatomie physiolo-gique, ou tableaux synoptiques d'anatomie etc." (Paris 1826, fol.).

Le Bret in Gaz. mid. de Paris, 1854. Quoy in Union med., 1854, pag. 84.Dechambre, 2. Serie, II, pag. 2tf. P1

Laurentius, Georg Friedrich L., war am 11. März 1594 zu Lübbenin der Nieder-Lausitz als Sohn eines Arztes geboren, studirte in Wittenberg undPadua, wo er 1620 Doctor wurde. Er prakticirte darauf in Danzig, flüchtete aberwegen der Kriegsunruhen 1624 nach Leipzig, ging 1632 nach Hamburg, hattemit Bernh. Langwedel einen langwierigen erbitterten Streit, in welchem vonihm mehrere Schutzschriften (1647, 48, 51) herausgegeben wurden; auch mitBenedict a Castro war er in Streit gerathen. 1647 oder 48 wurde er Leibarzt