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3 (1886) Haab - Lindsley
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KLUGE. KLUYSKENS.

ihm grösstenteils zu danken sind; so bei Ad. Leop. Richter s Handbuch der Lehrevon den Brüchen und Verrenkungen der Knochen (1828), bei H. E. Fritze's Arthro-plastik (1842), bei Friedr. Jac. Behrend's Ikonograph. Darstellung der Beinbrücheund Verrenkungen (1845); auch um die Heransgabe des preussischen Hebeammenlehr-buches (1839) hat er sich besonders verdient gemacht. Sein Tod erfolgte am 26. Mai

1844. Sein Nachfolger in mehreren seiner Aemter, Jos. Herm. Schmidt , hat in einemNachrufe seinem Charakter und seinen Leistungen ein schönes Denkmal errichtet.

J. H. Schmidt in Med. Zeitung des Vereins f. Heilk. in Preussen. ' 84^, pag. 201.Call isen, X, pag. 257; XXIX , pag. 278. E. Gurlt in Allgem. Deutsch. Biogr. XVI, pag 250.

Gurlt.

Klusemann, Georg Gustav Wilhelm K., zu Burg, war am 19. Januar1811 zu Osterode am Harz geboren, wurde 1837 zu Berlin Doctor, liess sichzunächst in Gommern nieder, war nacheinander Physicus der Kreise Karthaus

1845, Birnbaum 1847 und des 1. Jerichow'schen Kreises zu Burg 1850. SeineArbeiten betrafen lediglich das Gebiet der gerichtlichen Medicin, darunter:DieBedeutung der Verletzungen in forensischer Hinsicht und besonders über dieBedeutung von Sugillationen und wie weit daraus auf einen Versuch des Er-hängens zu schliessen ist" (Henke's Zeitschr., 1851); ferner in Casper's Viertel-jahrsschr. (Bd. I, II, III, VII, IX, XII): lieber die Bedeutung von Verletzungenan Lebenden mit Bezug auf das neue Strafgesetz" Die Syphilisatton inwissenschaftlicher und sanitätspolizeilicher Beziehung" Wie weit gehen ingewissen Fällen die Befugnisse der Hebeammen f"Hydrostatische Lungen-probe und Gebären im Stehen" u. s. w. Er starb als Sanitätsrath in der Zeitvom 1. Oct. 1880 bis ebendahin 1881.

Andreae, pag 123. G.

Kluyskeiis, Jean-Fran^ois K., zu Gent, war am 9. December 1771zu Al ost ( Ost-Flandern) als Sohn eines Chirurgen geboren, machte von 1788 anseine Studien in Gent, wurde in österreichischen Diensten in der Champagne beiCroix-aux-Bois schwer verwundet, verliess nach der Schlacht bei Jemmappes denDienst und trat 1794 als Chirurgien-major in die holländische Armee, zog sichaber nach der Occupation Hollands durch die Franzosen nach Gent zurück, umdaselbst zu prakticiren, wurde bald darauf zum Chef-Chirurgen des Civilspitalsund zum Professor der Anatomie und Chirurgie bei dem dortigen Collegium medicumernannt. Als ein sehr sprachkundiger Mann gab er seit 1805, zusammen mitL. H. J. Vrancken und J. V. P. Dünbar , ein Sammel-Journal u. d. T.:Annalesde litterature mddicale etrangere" heraus und übersetzte: Th. Denman,Lntro-duction a la pratique des accouchemens" (2 voll., Gent 1802) und ErasmeDarwin,Zoonomie, ou lois de la vie organique" (4 voll., Gent und Paris 1805).Als 1814 das Haus Oranien wieder Besitz von den vereinigten Niederlandenergriff, wurde er zum Generalarzt der holländischen Armee ernannt und entwickeltein dieser Eigenschaft nach der Schlacht bei Belle-Alliance eine ganz ausserordent-liche und rühmliche Thätigkeit. Auch in dem folgenden Frieden hatte Belgien ihmViel zu danken durch Errichtung eines Gebärhauses, Einführung des Hebeammen-Unterrichtes, Gründung eines grossen Irrenhauses und grossentheils die Errichtungder Universität Gent, bei welcher er Prof. ord. der med. Facultät wurde, 1832 aberLeibarzt des Königs der Belgier. Von seinen Schriften sind anzuführen:Mim.sur la fievre inflammatoire typhoide qui regne dans la province de la FlandreOrientale" (Gent 1817; holländ. Uebers. von N. C. Meppen , Amsterdam 1818)Dissert. sur VOphthalmie contagieuse qui regne dans quelques bataillons del'armee des Pays-Bas" (Ibid. 1819)Mattere mddicale pratique, contenantl'histoire des me'dicamens, etc." (2 voll., Gent 1824, 26)Overzigt vanonderscheidene Zwangerheden buiten de baarmoeder; etc." (Verliandl. der FersteKl. van het Nerderl. Inst., V). Er starb zu Gent am 24. October 1843.

Biogr. med. V, pag. 439.Piron, pag. 195. Callisen, X, pag. 261; XXIX,pag. 279. G.