KLUYSKENS. — KNAPE.
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Henri Kluyskens, Sohn des Vorigen, in Gent geboren, war ebenfallsProfessor der Medicin an der dortigen Universität und dabei ein gelehrter Numis-matiker, der als solcher eine Schrift : „Medailles frappees en Vhonneur demedecins" und in der „Revue numismatique beige" die Artikel „NumismatiqueVesalienne" (1874) und „Numismatique Jennerienne" publicirte. Ausserdem hat erfolgende chirurgische Schriften verfasst: „Gonsiderations Sur le mode de panse-ment le plus prompt et le plus facile pour le transport des blesse's" (Gent1860) — „ Considerations pratiques sur V amputation des membres" (Ebenda1862) — „La Chirurgie en France aux 17. et 18. siecles". Dazu eine grosseZahl von Berichten und Analysen in verschiedenen Journalen. Er starb im Jahre 1885.
van de n Cor put.
Knackstädt, Christoph Elias Heinrich Iv., geboren in Braun-schweig am 12. December 1749 als Sohn eines Chirurgen, bei dem er dieChirurgie praktisch erlernte, bestand, nachdem er eine Zeit lang in Brünnbesonders Chirurgie und Geburtshilfe studirt hatte, in Braunschweig 1776 diezur Praxis nöthige Prüfung. Da es ihm nicht glückte, eine seiner Neigung ent-sprechende Stelluug in Braunschweig zu erhalten, so ging er 1786 auf EmpfehlungZrxiMERirAN'N's nach St. Petersburg, war Professor der Anatomie und Chirurgie amKalinkin - Institute, wurde 1790 nach Einreichung einer Schrift: „Beschreibungder trockenen Knochen des menschlichen Körpers" ohne Examen als Doctorder Medicin anerkannt vom medicinischen Colleg in St. Petersburg. Er starb am27. März 1799. Iv. hat drucken lassen: „Erklärung lateinischer Wörter,welche zur Zergliederungslehre, Physiologie und Geburtshilfe gehören" (Braun-schweig 1784 und 1788) — „Deutsch-lateinischer Theil derjenigen Wörter,welche in der Erklärung enthalten sind" (Ebenda 1785) — „Descriptio prae-paratorum maximam partem osteologicorum rarissimorum" (Ebenda 1785) —„Anatomische Beschreibung einer Missgeburt, welche ohne Gehirn und Hirn-schädel lebendig gehören worden" (St. Petersburg 1791, 4.) — „Grundrissvon den trockenen Knochen des menschlichen Körpers" (Ebenda 1791).
Tschistowitsch, CLXXX. — Biogr. med. V, pag. 410. L. Stieda.
Knape, Christoph K., zu Berlin, war am 26. December 1747 zuWollin an der Randow (Ukerniark) geboren, wurde 1773 in Hallo Doctor mitder Diss. „Theoria metamorphosis, chemico-philosophicis rationibus superstructa"(erschien 1774 als besondere Abhandlung), wurde 1778 Feldstabsmedicus bei derpreussischen Armee, war von 1783—1809 zweiter Professor der Anatomie beidem Collegium medico-chirurgicum in Berlin, seit 1790 vortragender Rath in dem1809 aufgehobenen Ober-Sanitätscollegium, und erhielt 1810 die Stelle eines Prof.ord. der Anatomie (neben Rudolphi ) an der Berliner Universität. Er gabheraus: „Kritische Annalen der Staatsarzneikunde" seit 1804, fortgesetzt mitA. F. Hecker als: „Kritische Jahrbb. d. Staatsarzneilc. f. d. 19. Jahrhundert"(2 Bde., 1806; 1809). Es erschienen in denselben von ihm: „Die Verbindungendes Wasserstoffgases mit Arsenik und die Fortdauer der Empfindung und desBewusstseins der Hingerichteten" (1804) —■ „Veber die zweckmässigsten Schutz-mittel gegen die nachtheiligen Wirkungen des Mutterkorns" (1806) — „DieMöglichkeit der Verspätung der Geburt, durch Erfahrung bestätigt" (1806) —„Beitrag zur Beantwortung der Frage: Kann ein Kind atlimen, ehe es geborenist?" (1808). Ausserdem Arbeiten in Pyl's Aufsätze und Beobb., in DesselbenRepertorium für öffentl. und gerichtl. Arzneiwissensch., iu Moritz ' Magazin zurErfahrungs-Seelenkunde, in den Schriften der Leopold. Akad. der Naturforscher.Bis 1817 war er Mitglied, auch fünf Jahre lang Director der wissenschaftlichenDeputation für das Medicinalwesen, mit dem Titel eines Geh. Ober-Medicinalrathes.Bei Gelegenheit seines 1823 gefeierten 50jährigen Doctor-Jubiläums wurde seinemarmorne Büste im anatomischen Hörsaale aufgestellt. Er starb am 15. December1831. — Er war ein sehr sorgfältiger und erfahrener Anatom und in der gericht-