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3 (1886) Haab - Lindsley
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KLINK. KLOB.

polnischen Blättern : Medycyna, Gazeta lekarska, Pamiotnik Towarzystwa lekarskiego;in deutscher Sprache schrieb er: Untersuchungen über den Nachweis desQuecksilbers in der Frauenmilch während einer Einreibungscur mit grauerSalbe" (Vierteljahrschr. für Dermat. und Syphil, 1876, 2. Heft) Beobach-tungen aus dem St. Lazarushospitale für venerische Kranke in Warschau"(Ebenda, 4. Heft). K & p

Klinkosch, Joseph Thaddäus K., zu Prag, war hier am 24. October1734 geboren, studirte zuerst die Rechte, vertauschte dies Studium aber spätermit dem der Medicin. Schon als Student hatte er sich so eingehend und erfolg-reich mit anatomischen Forschungen beschäftigt, dass er die Aufmerksamkeit seinerLehrer auf sich lenkte und er bald nach seiner Habilitation 1762 zum Professorder Anatomie au der Prager Universität ernannt wurde, später auch zum ord.Prof. der Chirurgie. In dieser Eigenschaft war K. bis zu seinem am 16. April 1778erfolgten Tode thätig. K. war ein hochbegabter Forseher und hat sich einbesonderes Verdienst durch seine genialen Untersuchungen liber die Structur derKnochen erworben, deren Entwicklung aus Bindegewebe von ihm gelehrt wurde.Neben seiner ärztlichen Praxis beschäftigte er sich mit Vorliebe mit physikalischenStudien und Experimenten. Unter Anderem bat er den ersten Blitzableiter inBöhmen (1775) errichtet. Er stand in lebhaftem Briefwechsel mit Hallkr, vanSwieten, ingenhous, Volta und anderen gelehrten Zeitgenossen. Seine Schriftensind im Verhältniss zu der kurzen Zeit seiner Wirksamkeit relativ zahlreich.Dieselben sind als gesammelte Abhandlungen in 2 Bänden (1775 und nach demTode des Verf. 1793) erschienen.

Biogr. med. V, pag 438. Diet. bist. III, pag. 330. v. Wurzbach, XI, pag. 101.Allgem. Deutsch. Biojr. XVI. pag. 196. Pgl.

Klob, Julius K., war am 15. Februar 1831 in Olmütz geboren, erlangtebei der med. Facultät zu Wien 1854 das Doctorat der Med. und Chir. und dasMagist. der Geburtshilfe, wurde Secundararzt im Wiener allgemeinen Kranken-hause, 1855 Assistent Rokitanskys , 1859 Docent der pathologischen Anatomie,1861 Professor der Physiologie und Arzneimittellehre an der Salzburger Chirurgen-schule, 1865 Prosector am Wiener Rudolfspitale und a. ö. Prof. der pathologischenAnatomie zu Wien und starb am 18. August 1879 zu Ischl. K. war ein sehr ge-wandter Prosector und ein gesuchter Praktiker. Sein Hauptwerk ist 1864 inWien erschienen:Pathologische Anatomie der weiblichen Sevualorgane." Ob-wohl die Eintheilung nach virchow 'schen Principien mehr affichirt als durch-geführt wird, der histologische Theil nichts Selbständiges enthält, wird diesesWerk bleibenden Werth behalten durch gute eigene makroskopische Beobachtungen,vor Allem aber als die durch fleissige Literaturstudien bereicherte Bearbeitungder Specialvorträge (Publicum) Rokitanskys über dieses Thema. Von seinenkleineren Arbeiten, die meist nur casuistischen Werth haben, erschienen iu demOrgane der Gesellschaft der Aerzte zu Wien, 1855:Unsymmetrische Anomalieder Armarterien bei unvollkommener Entwicklung des Daumens" 1856:Zottenkrebs der Gallenblase"Ein weiterer Fall von ausgebreiteterSchioielenbildung im Herzen"Fall einer plötzlich entstandenen sehr raschverlaufenen Locomotion der Milz" 1858 :Mittheilungen aus Rok it ansky'spathologisch-anatomischer Anstalt"Neubildung weisser Gehirnsubstanz"-1859:Thrombus des Ductus Botalli"Zur Lehre von der Uebergangs-fähigkeit pathologischer Neubildungen" -Ein Fall von Entzündung desPancreas" (gemeinschaftlich mit Haller bearbeitet) Ueber die Stellung desHerzens beim Lungenemphysem"Zur Pathologie der Geschwülste"1860:Zur spontanen Zerreissung kleinerer Arterien" 1866:Berichtüber die im Auftrage des k. k. Ministeriums von den Professoren Müllerund Klob zur Erforschung der Trichinenkrankheit unternommene Reise nachNorddeutschland" 1867 :Fall von Abtrennung der Epiglottis durch Selbst-