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3 (1886) Haab - Lindsley
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KLENCKE. KLINGE.

Eingeweidewürmer" (Jena 1844)Die Störungen der menschlichen Stimm-und Sprachorgane" (Cassel 1844; 2. Aufl. 1851)Ueber Ansteckung undVerbreitung der Scrophelkranlcheit bei Menschen durch den Genuss der Kuh-milch" (Leipzig 1846)Die Verderbniss der Zähne. Gekrönte Preisschrift"(Ebenda 1856) u. s. w. Er starb zu Hannover am 11. October 1881.

W. Hess in Allgem. Dent?cli. Biogr. XVI, pag. 157. Callisen, XXIX, pag.266.Engelm ann, pag. 300; Supplem. pag. 132. G.

Kletten, Georg Ernst K., geboren zu Kitzingen bei Wiirzburg am13. April 1759, diente seit 1790 als erster Feldmedicus bei der schwedischenArmee in Finnland, war seit 1794 ord. Prof. der Heilkunde in Greifswald undseit 1805 zweiter ord. Prof. der Chirurgie und Geburtshilfe zu Wittenberg. Beider Aufhebung der Universität nach Halle versetzt, nahm er bald seine Entlassung,wurde 1816 pensionirt und zog sich nach Wien zurück, wo er am 22. October1827 starb. K. verfasste eine sehr gute deutsche Ausgabe von Stephan Blax-Cäkd's bekanntemLexicon medicum graeco-latinum" u. d. T.: ,,St. Bl.'s arznei-wissenschaftliches W örterbuch u. s. w." (3 Bde., Wien 1788). Ferner gab erdie Wiener medicinische Monatsschrift" heraus (4 Bde., Wien 1789). Ausserdemrühren von ihm her:Kritische Ideen über den zweckmässigsten Vortrag derausübenden Medicin, mit Bücksicht auf die medicinischen Systeme älterer undneuerer Zeit, u. s. w." (Rostock und Leipzig 1798)Ausführliche Nachrichtvon der mörderischen Verwundunq Gustav's III., Königs in Schweden, nebst derLeichenöffnung" (Med.-Chirurg. Zeitung, 1792)Beiträge zur Kritik überdie neuesten Meinungen in der Medicin" (Rostock und Leipzig 18011804),eine Anzahl von lateinischen Programmen, die in Wittenberg von 18071812erschienen, u. s. w.

Kosegarten, I, pag. 312. Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 5, II,pag. 1146. Biogr. med. V, pag. 438. Dict. hist. III, pag. 329. Callisen, X,pag. 233-336; XXIX, pag. 268. Page],

Kletzinsky, Yincenz K., zu Wien, Chemiker, war am 21. Juni 1826zu Gutenbrunn geboren, wurde ein Zögling der med.-Chirurg. Josephs-Akademie,entwickelte 1848 in der Studenten-Legion eine hervorragende Thätigkeit, gabnach vollendeten Studien die Medicin auf, wendete sich der pathologischen Chemiezu, wurde Assistent von Florian Heller im Allgemeinen Krankenhause, über-flügelte aber bald seinen Lehrer, hatte in kurzer Zeit eine grosse Anzahl vonPrivatschülern und wurde auch zum Landesgerichts-Chemiker ernannt. Seine Gut-achten galten meistens als mustergiltig, wenn sie auch von mancher Seite alsnicht stichhaltig bezeichnet wurden. Im Jahre 1856 wurde er zum Lehrer derChemie an der Wiedener Ober-Realschule ernannt, wo er bei seinen Schülern undden zahlreichen Zuhörern seiner populären Vorträge über Chemie einen wahrenEnthusiasmus hervorrief. Von 1861 an spielte er wieder eine politische Rolle, wurdein den Gemeinderath gewählt, wurde aber, bei der Differenz seiner Ansichten vondenen der Majorität, genöthigt, sein Mandat niederzulegen, beschränkte sich vonda an auf sein chemisches Laboratorium und seinen Hörsaal, wurde immer ver-schlossener , menschenscheuer und apathischer und starb arm, verlassen und ver-bittert am 18. März 1882 an einem Leberkrebs.

Wiener Medic. Wochenschr. 1882, pag. 345. G.

Klinge, Johann Heinrich Wilhelm K., zu St. Andreasberg im Harz,war 1762 zu Göttingen geboren, studirte und promovirte daselbst 1787 mit derDiss.:De procidentia uteri", einer Abhandlung, die noch mehrmals erschien,theils lateinisch (Göttingen 1789), theils deutsch (1789; 1791; 1802). Er prak-ticirte seit 1787 in Osterode und wurde 1797 Bergmedicus, Stadt- und Land-physicus zu Andreasberg. Weitere Schriften von ihm waren:Etwas über denKeuchhusten, als Beitrag zur Geschichte der Epidemieen des Jahres 1790"(Göttingen 1792)Praktisches Randbuch für Apotheker, zur Anschaffung