KLEINEET. — KLENCKE.
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id investigandi methodis" Doctor derselben wurde. Er habilitirte sich als Docentund las über Chemie, später Materia medica und begründete 1827, mit Unter-stützung mehrerer Collegen, das „Allgem. Repertorium der gesammten deutschenmed.-chirurg. Journalistik" (1827—39), das seinen Namen besonders bekanntgemacht hat und auch noch nach seinem am 5. Februar 1839, nach l 1 / 2 jährigemKrankenlager, erfolgten Tode (von Neujieister ) fortgesetzt wurde. 1 831 war erauch zum Prof. e. o. ernannt worden.
Neuer Nekrolog der Deutscheil. 1839, Jahrg. 17, I, pag. 197. — Callisen, X,pag. 231; XXIX, pag. 265. G
*Kleinwächter, Ludwig K., aus Prag, geboren am 15. November 1839,wurde auf der Universität seiner Vaterstadt ausgebildet ( Seyeert ), 1863 promo-virt, dann als Secundararzt am dortigen Allgemeinen Krankenhause angestellt.Von 1868—71 war er Assistent der geburtshilflichen Klinik und habilitirte sichim letztgenannten Jahre. 1875 zum Extraordinarius ernannt, erhielt er 1878einen Ruf als Ordinarius nach Innsbruck. 1881 gab er, durch clericale Einflüssein seiner wissenschaftlichen Thätigkeit behindert, die Stellung auf und siedeltenach Czernowitz über. Schriften: „Die Lehre von den Zwillingen" (Habilitations-schrift, Prag 1871) — „Grundriss der Geburtshilfe" (Wien 1877; 2 Aufl. 1881).Arbeiten über Beckendeformitäten, Verpflegung im Wochenbett, Puerperalfieberund Prophylaxe, Uterusmyome, Raeenbeeken sind von K. in der PragerVierteljahrsschr. (1873; 1874) im Archiv für Gynäkologie (IX), dem DeutschenArchiv der Geschichte der Medicin (V) publicirt worden. Sein „Lehrbuch derHebeammenlcunst" erschien deutsch Innsbruck 1879, italienisch daselbst 1881.
W eruich.
Klencke , Philipp Friedrich Hermann K., zu Hannover, wardaselbst am 16. Januar 1813 geboren, besuchte die dortige med.-chirurgischeSchule, studirte darauf in Leipzig, liess sich als Arzt in Hannover nieder, wurdesodann preuss. Militärarzt in Minden, wandte sich 1837 nach Leipzig, 1839 nachBraunschweig, wo er naturwissenschaftliche Vorträge hielt und zog sich 1855 nachHannover zurück, um sich ganz wissenschaftlichen Arbeiten zu widmeu und dieErrungenschaften der Wissenschaft in einer Reihe populärer Schriften medicinischen,diätetischen und naturwissenschaftlichen Inhalts dem gebildeten Publicum zugäng-lich zu machen, was er bei seiner hervorragenden Darstellungsgabe in meisterhafterForm zu thun verstand. Er hat daher bei seinem unermüdlichen Fleisse und dergrossen Zahl und Verbreitung seiner Schriften in dieser Richtung der Volks-bildung einen nicht zu unterschätzenden Dienst geleistet. Zeitweise suchte er auchErfolge in der Ausarbeitung einer Reihe viel gelesener culturhistorischer Romane, dieer unter den Pseudonymen H. v. Maltitz und E. v. Kalenberg veröffentlichte.Die Zahl seiner Werke erreichte die erstaunliche Höhe von gegen 200 Bänden.Anders dagegen steht es mit seinen eigentlichen medicinischen Schriften, obgleiches bei ihm sehr schwer ist, eine genaue Scheidung zwischen streng wissenschaft-lichen und populär-medicinischen Arbeiten vorzunehmen. Die ersteren begegnetendenn auch in der medicinischen Welt, wohl mit Recht, vielen Zweifeln, wie schonaus der in verhältnissmässig kurzer Zeit massenhaft erfolgten Bearbeitung derverschiedensten Materien zu entnehmen ist. Wir führen im Folgenden einekleine Anzahl seiner literarischen Leistungen an, die den Anspruch machen,ganz oder grösstenteils dem wissenschaftlichen Gebiete anzugehören: „ L eberdie grosse Sterblichkeit in stehenden Heeren und deren Ursache" (Quedlin-burg 1839) — „Allgemeine Zeitung für Militärärzte" (1843—48) — „Neueanatomische und physiologische L ntersuchungen über Primitivnerven fasernund das Wesen der Innervation" (Göttingen 1841) — „Physiologie derEntzündung und Regeneration in den organischen Geweben 1 (Leipzig 1842) —„Der Jjeberthran als Heilmittel" (Ebenda 1842) — „Untersuchungen und Er-fahrungen im Gebiete der Anatomie, Physiologie, Mikrologie und wissen-schaftlichen Medicin" (2 Bde., Ebenda 1843) — „Ueber die Contagiosität der