KIRSTEN. — KISCH.
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er sich mit ärztlicher Praxis. Er starb am 2. März 1678. Die wichtigsten seinermedicinischen, resp. naturwissenschaftlichen Werke sind: „In tlieatrum anato-rnicum Hafniense' 1 (Kopenhagen 1644) — „Non-entia chymica s. catalogus etc."(unter dem Pseudonym Utis Udenii, Frankfurt 1645 u. 1650 erschienen). MitDethakding zusammen: „Ch-ymischer Probier-Ofen" (Stettin 1648); — „Commen-tatio de motu sanguinis" (1650) — „Casserii tabulae anatomicae" (mit Com-mentar, 1650) — „Aletophilus paradigmatilcomenos etc." (Hamburg 1658).
Biogr. med. V, pag. 430. — Hamburg. Schriftsteller-Lexikon. III, pag. 590—95.—Allgem. Deutsche Biogr. XVI, pag. 33. — Poggendorff, I, pag. 1262. p^j
Kirsten, Johann Jakob K., zu Altdorf, war daselbst am 18. Mai 1710geboren, machte dort auch seine ersten Studien, ging 1735 nach Leyden, umdort namentlich Boerhaave zu hören, promovirte nach seiner Rückkehr in Altdorfzum Dr. med., habilitirte sich daselbst als Privatdocent und wurde 1737 Prof. e. o.der Physiologie und später auch der Chemie. Er starb am 4. Januar 1765.Ausser einigen Abhandlungen in den Acta der k. k. Leopold. Akademie der Natur-forscher hat lv. nur unbedeutende Dissertationen und Programme, theils medici-nischen , theils chemischen Inhalts, verfasst.
Börner, II, pag. 465; III, pag. 710. — Baldinger, pag. 89. — Biogr. med. V,pag. 429. — Poggendorff, I, pag. 1262.
Kirtlaild, Jared Potter K., Professor der Medicin und Naturforscherin Cleveland, 0., geboren am 10. November 1793 in Connecticut, besuchte 1811die Universität Edinburg, studirte hier, sowie später, nach Amerika zurückgekehrt,mit besonderem Eifer die Naturwissenschaften, theils in verschiedenen öffentlichenLehranstalten, theils privatim bei mehreren hervorragenden Fachleuten ( Ives,Silliman u. A.) und wurde von der medicinischen Schule der Universität zuPhiladelphia 1815 graduirt. Dann prakticirte er zwei Jahre lang in Wallingford,Conn., beschäftigte sich hier in den Mussestunden mit Geologie, Ornithologie undBotanik, ging 1818 als Physician nach Durham, Conn., wo er bis 1823 verblieb,um sich dann in Ohio niederzulassen. 1828 zum Mitglied der gesetzgebendenKörperschaft gewählt, bemühte er sich in dieser Eigenschaft sehr viel um dieVerbesserung des Gefängniss- und Strafanstaltswesens, so dass er der Vater des„New Penitentiary" allgemein genannt wurde. 1837 erhielt er einen Ruf alsLehrer der theoretischen und praktischen Medicin am Ohio Med. Coli, in Cincinnatiund war in dieser Stellung bis 1842 thätig. An der ersten geologischen Ver-messung von Ohio (1848) nahm er als officieller Vertreter des Staates Theil. Erveröffentlichte die Resultate seiner naturwissenschaftlichen Durchforschung des Landesund legte grosse Sammlungen an, die später sieh in der Cleveland Academy derNaturwissenschaften befanden. Von 1842—43 war K. Lehrer der theoretischenund klinischen Medicin, sowie der physikalischen Diagnostik an der medicinischenLehranstalt zu Willoughby und von 1843 bis 1864 in gleicher Eigenschaft ander neuen medicinischen Facultät des Western Reserve Coli, in Cleveland, seinemspäteren Wohnsitze, thätig. Seit 1864 hatte sich K. von jeder praktischen Thätig-keit zurückgezogen und lebte nur seinen naturwissenschaftlichen Studien. Er starbam 10. December 1877. Am bemerkenswerthesten ist die von ihm herrührende,im Amer. Journ. of Art and Science (1834) veröffentlichte und in der wissenschaft-lichen Welt grosses Aufsehen erregenden Entdeckung von der Existenz besonderermännlicher und weiblicher Individuen unter den Najaden oder Süsswassermuscheln,welche bisher für hermaphroditische Thiere gehalten waren.
Atkinson, pag. 490. Pgl.
*Kiscll, Enoch Heinrich K., geboren in Prag am 6. Mai 1841,studirte daselbst und gelangte 1862 zur Promotion. Seit 1863 wirkt er alsBrunnenarzt in Marienbad, für welches er durch zahlreiche balneologische Schriften,sowie als Dirigent des Curhospitals thätig gewesen ist, von 1867 ab auch als
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