Druckschrift 
3 (1886) Haab - Lindsley
Entstehung
Seite
484
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

484

KTS flH. KI WISCH.

Docent für Balneotherapie in Prag. Ausserhalb der eben genannten schriftstellerischenBranche hat K. noch gynäkologische Schriften publicirt, so:Ueber den Ein-fluss der Fettleibigkeit auf die weiblichen Sexualorgane" (Prag 1873)Dasclimacterische Älter der Frauen etc." (Erlangen 1874) u. A. SeinHandbuchder allgemeinen und speciellen Balneotherapie" erschien 1864 in Wien, einGrundriss der klinischen Balneotherapie 1 ' daselbst 1883. Seit 1868 redigirteer eineAllgem. balneologische Zeitung", späterJahrbücher für Balneologie etc."

Vernich.

* Kitchen, Daniel H. K., in New York, geboren in St. George, Ontario,Canada, am 7. September 1847, besuchte die medicinischen Lehranstalten inToronto und die Universität von New York. An letzterer erhielt er 1869 denGrad als Med. Dr. Dann war er bis 1871 Hausarzt am Kinderkrankenhause undder Kinderpflegeanstalt in New York, von 187174 Assistenzarzt an der NewYork State-Irrenanstalt in Utica, von 187477 Chefarzt aller Hospitäler derInsel Blackwell und seit 1877 ist er Arzt am staatlichen Trinkerasyl von NewYork in Bringliampton, N. Y., sowie stellvertretender Professor der medicinischenPsychologie am Bellevue Hosp. Med. Coli. Er veröffentlichte, ausser mehrerenAbhandlungen über Conium, Ergotin, Amylnitrit, über Elektricitätslehre (in demAmer. Journ. of Insanity von 187273) noch folgende Arbeiten:Insanity andhysteria" (1876)Manual for attendants upon the sick" (1877)Appe-tency für alcohol" (1877).

Atkinson, pag. 422. Pgl.

Kite, Charles K., englischer Chirurg, geboren 1768 zu Gravesend(Grafschaft Kent), war ein ausserordentlich geschickter Praktiker und hat sichbesonders verdient gemacht durch seine Schrift über den Scheintod, betitelt:Anessay on the recovery of apparently dead" (eine gelöste Preisarbeit, London1788; deutsch von Michaelis , Leipzig 1790). Ausserdem veröffentlichte er, nebenverschiedenen Abhandlungen im London Medical Journal, noch:Essays andobservations physiological and medical on the submersion of animals etc."(London 1795). Er war Mitglied des Royal College of Surgeons und starb inseiner Vaterstadt um 1811.

Biogr. med. V, pag. 434. Nouv. biogr. gener. T. XXVII, pag. 802. Sprengel,Gesch. d. Med. V, pag 947 p. j

Kiwisch, Franz K. Ritter von Rotterau, der Schöpfer der modernendeutschen Gynäkologie und seiner Zeit der hervorragendste Lehrer der Geburts-hilfe und Gynäkologie, war am 30. April 1814 zu Klattau in Böhmen geboren,studirte in Prag, promovirte daselbst 1837 als Dr. med. mit der Diss.:Conspectusmorborum in clinico medico Pragensi primo semestri anni 1839 tractatorum",unternahm darauf eine grössere Reise durch Deutschland und Dänemark und wurdein demselben Jahre Doetor der Chirurgie und Magister der Geburtshilfe. 1838wurde er Assistent der geburtshilflichen Klinik, blieb auf diesem Posten zwei Jahreund bereiste danach, gemeinschaftlich mit Pitha , Deutschland, Frankreich, Eng-land und Dänemark. Nach seiner Rückkehr trat er 1841 in das Sanitätsdepartementdes böhmischen Landesguberniums ein, diente daselbst l 1 /* Jahre und wurde 1842als Bydzower, einige Monate später als Berauner Kreisarzt angestellt. Da diesesKreisamt seinen Sitz in Prag hatte, so konnte K. in Contact mit der Universitätbleiben. Er wurde 1842 Doeent der Gynäkologie und erhielt gleichzeitig dieLeitung der neu errichtetenAbtheilung für Frauenkranke". Drei Jahre hindurchwirkte er hier , von in- und ausländischen Schülern besucht, in erspriesslichsterWeise als klinischer Lehrer. Nach d'Outrepont's Tode erhielt er 1845 einenRuf als Ordinarius der Geburtshilfe und Gynäkologie nach Würzburg, und wusstesich auch in seinem neuen Heim in kürzester Zeit die Liebe und Achtung seinerSchüler und Collegen zu erwerben. Bald verbreitete sich sein Ruf als hervorragenderFrauenarzt und strömte ihm ein grosses Material von kranken Frauen zu. Eine