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3 (1886) Haab - Lindsley
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KAPPELEE. KARPINSKI.

Arzt im Thurgauischen Cantonsspital zu Münsterlingen. Schriften:ChirurgischeBeobachtungen aus dem Thurgauischen Cantonsspital Münsterlingen währendder Jahre 1865 70" (Frauenfeld 1874) und:Anaesthetica" (B illroth undL ücke , Allgemeine Chirurgie. Lfg. 20, Stuttgart 1880); ausserdem zahlreicheAufsätze chirurgischen Inhalts in W agner's Archiv der Heilkunde, im Correspon-denzblatt fiir schweizer. Aerzte und in der Deutschen Zeitschrift für Chirurgie.

Red.

* Karamitsas , Georg K., geboren auf der Insel Mytilene im Jahre1834, ausgebildet in Wtirzburg unter V irchov , B amberger und 1858 promovirt,wirkt als Professor der internen Pathologie und Leiter der Poliklinik in Athen.In griechischer Sprache erschienen von ihm ein Handbuch der Physiologie, 1868,sowie eine Uebersetzung von N iemeyer's Pathologie (2 Auflagen, 1873 und 1882);Ueber Hämaturie und Hämiglobinurie in Folge von Chiningebrauch" (1878)Ueber den Ponos (eine endemische Kinderkrankheit) auf Spetza" (1879) u. Aehnl.In der von ihm redigirten ZeitschriftAsklepios" hat K. des Weiteren eine Reihevon klinischen Themen bearbeitet. Wernich.

*Karawajew, Wladimir K., wurde am 8. Juli 1811 in Wjätkageboren und daselbst erzogen, studirte Medicin in Kasan von 18291831. AlsArzt erster Classe von der Universität entlassen, prakticirte er zuerst in Peters-burg au einigen Hospitälern, dann betrieb er 1834 und 1835 in Berlin undGöttingen, 18361838 in Dorpat Chirurgie. In Dorpat erwarb er sich 1838den Grad eines Doctors der Medicin (Diss. de phlebetide trauviatia"). Nachkurzem Aufenthalt in Kronstadt wurde K. 1840 zum ausserordentlichen Professorder Chirurgie in Kiew ernannt, 1842 zum ordentlichen. Er befindet sich nochgegenwärtig in dieser Stellung. K. hat eine überaus grosse ärztliche Thätigkeitund erfreut sich eines ausgezeichneten Rufes als Chirurg. Vierzig Jahre hat erdie chirurgische Klinik der Universität geleitet und eine grosse Anzahl Schülerausgebildet; daneben las er' operative und theoretische Chirurgie; gegenwärtighält er nur Vorlesungen über operative Chirurgie. K. hat in deutscher Spracheveröffentlicht:Chirurgische Krankheitsfälle" (O ppenheim's Zeitschr. f. d. ges.Med., XXII), ausserdem eine Reihe casuistischer Mittheilungen in verschiedenenrussischen Journalen.

Biogr. Lexikon der Professoren der Hediein. Universität Kiew, 1884, pag. 235, 238.

L. Stieda.

Karpff, Anton K., zu Innsbruck, war 1807 zu Raab als Sohn desgleichnamigen I. Physicus und Directors des städtischen bürgerlichen Hospitalsgeboren, studirte in Pest und Wien, wurde daselbst 1831 mit der Diss.:Deenteritide occulta" Doctor, machte sich 1831 bei der Behandlung der Cholera-kranken in Raab verdient, wurde 1832 zum Honorar - Physicus des Comitatsernannt, unterstützte als solcher seinen Vater im Hospitale und veröffentlichte:Descriptio morborum anno 1831 Jaurini epidemicorum, cum adversariispathologico-therapeuticis" (Wien 1834). Er wurde darauf zum Prof. ord. derMedicin und medicinischen Klinik für Wundärzte bei der Universität Innsbruckund zum Primararzt des Stadtspitals daselbst ernannt , verstarb jedoch schon am6. Mai 1835 an einem Brustleiden in seiner Vaterstadt, erst 28 Jahre alt.

Sachs, Med. Almanach für 1837, pag. 13. v. Wurzbach, XI, pag. 15.Callisen, XXIX, pag. 210. (J

* Karpinski, Otto August Albrecht K., Oberstabs- und Regiments-arzt in Spandau, ist geboren am 19. September 1838 zu Berlin, war von 1858bis 1862 SJudirender des med.-chir. Friedrich-Wilhelms-Instituts, promovirte 1862,war seit 1863 Militärarzt in Berlin und Königsberg i. Pr., machte 1868-69eine wissenschaftliche Reise nach Belgien, England, Frankreich. LiterarischeArbeiten: ,, Studien über künstliche Glieder" (Berlin 1881, mit Atlas, 4.) undkleinere Artikel über Operation von Aneurysmen, Colpocystotomie, Nasen-Rachen-