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3 (1886) Haab - Lindsley
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JÜNG-STILL1NG. - JUNGMANN.

Eigenschaft nach Heidelberg berufen und ging zuletzt als vortragender Rath nachKarlsruhe , wo er am 2. April 1817 starb.

Allgem. Deutsche Biogr. XIV, pag. 697. Brockhaus, 13. Aufl, IX, pag. 922.Hirsch, Geschichte der Augenheilkunde, pag. 327, 348- p ,

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* Junge, Eduard J., Director der Petrowskischeu Akademie für Forst- undLandwirtschaft bei Moskau, ist geboren zu Riga am 12. November 1832, studirteauf der Universität zu Moskau, bildete sich weiter aus vorzüglich in Deutschland unterLeitung von Helmholtz, Virchow, H. Müller ; für Ophthalmologie war er einSchüler A. v. Graefe's . Zum Arzt 1856, zum Doctor 1859 creirt, war er von 1860bis 1882 Prof. ord. für Ophthalmologie, Consultant der Ober-Militär-Medicinalbehördeund Mitglied des Militär-Medicinalcomit6s in St. Petersburg. Schriften, deutsch:Zur Histologie der Glashäute"Die getigerte Netzhaut" ,,Argyroseder Conjunctiva"TJeber Netzhautverengerung bei Girrhose"; russisch:Das mechanische Centrum des Auges"Maassregeln gegen bei den Truppenherrschende Conjunctivitis uud Trachom" u. A. 1859 legte er dem CultusministerKowalewsky einen Bericht vor, in welchem er für die Ophthalmologie dasakademische Bürgerrecht beanspruchte und in Folge davon wurde derselben diebeanspruchte Stellung im Lehrplane eingeräumt. Im Verlaufe von ungefähr einemDecennium wirkte er darauf hin, einem jeden Militärkreise Russlands einen Kreis-Ophthalmologen zu geben. Dank der aufgeklärten Energie der Ober-Militär-Medicinal-behörde sind solche Stellungen creirt und besetzt worden. 1882 erbat er seinenAbschied von sämmtlichen amtlichen Stellungen und übernahm 1883 , auf Antragdes Domänen-Ministers Ostrowsky, die Reorganisation und Leitung der obengenannten Akademie als Director derselben und wurde 1884 durch kaiserlichesDecret dem Rathe des Domänen-Ministers beigegeben. Ee)1

J uilghullll, Franz Wilhelm J., am 29. October 1809 zu Mansfeldals Sohn eines Barbiers geboren , gehört im engeren Sinne nicht zu den hervor-ragendsten Aerzten, doch hat er sich um die Wissenschaft im Allgemeinen sogrosse Verdienste erworben, dass sein Name hier nicht fehlen darf. Nach einemausserordentlich bewegen Leben (Barbier, Student, Schauspieler, Selbstmörder,Militär-Chirurg, zu zehnjähriger Festungshaft Verurtheilter, Wahnsinn-Simulant,Flüchtling, Zimmermaler, Homöopath, Chirurg bei der Fremdenlegion in Algier)wurde er im December 1834 in Utrecht zum Militärarzt ernannt und einer wissen-schaftlichen Expedition nach Java beigegeben. 183640 bereiste er die Insel Javaund machte geologische und botanische Untersuchungen, 184042 Sumatra,184248 den noch nicht besuchten Theil Java's. Nach Europa zurückgekehrt,zog er 1852 wieder nach Java und arbeitete da an der Geographie Java's undseit 1858 auch an den durch den verdienstlichen Hasskarl angelegten Cincliona-pflanzungen, bis er am 21. April 1864 auf seinem Landsitze zu Rembang aneinem tückischen Klimafieber starb. Das Hauptwerk desHumboldt's Java's",wie man J. nannte:Java, deszelfs gedaante, belcleeding en inwendige struetuur"(Amsterdam 184951; deutsch von Hasskarl , Leipzig 185254) ist eine dervollendetsten und grossartigsten geographischen Monographien, wie die Literaturderen nur wenige aufweist.

F. Ratzel in Allgem. Deutsch. Biogr. XIV, pag. 712. 0. E. Daniels.

JungmanD, Anton Johann Ritter von J., zu Prag, war zu Hudlitz beiBeraun in Böhmen am 19. Mai 1775 geboren, widmete sich von 1800 an inPrag dem Studium der Medicin, deren Doctor er 1803 wurde. Er war 1805 und1806 Assistent an der medicinischen Klinik, wurde 1808 mit der Supplirung dererledigten Professur der Geburtshilfe beauftragt, und erhielt dieselbe 1811 definitiv mitder Verbindlichkeit, Vorträge aus der theoretischen und praktischen Geburtshilfe indeutscher und böhmischer Sprache zu halten. Später wurde er zum Historiographender medicinischen Facultät der Prager Hochschule ernannt. Bis 1823 musste er