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JOUEDAN. — JUCH.
1843—47) — J. Müller, „Manuel de physiologie" (2 voll., 1845) — Fr. Härt-mann, „Tratte homoeopathique des maladies aigues etc." (1847). Er starb am2. Januar 1848. — Seine wunderbare Arbeitskraft geht schon aus dem Umständehervor, dass die Zahl seiner Publikationen auf wenigstens 100 Bände geschätztwerden kann, darunter 72 an Uebersetzungen, 8 Original werke und mehr als 20auf die verschiedenen Wörterbücher und Sammelwerke kommend, deren Mitarbeiterer war. Er hat das entschiedene Verdienst, die deutsche medicinische Literaturseiner Zeit Frankreich zugänglich und bekannt gemacht zu haben und hat aufdiese Weise durch seinen Riesenfleiss beiden Ländern und der Wissenschaft viel genützt.
B6gin in Bulletin de l 'Acad. roy. de med. 1848, XIII, pag. 511. — Callisen.X, pag. 5; XXIX, pag. 176. G
Joyliffe, George J., zu London, war in East Stower, Dorsetshirc, geboren,studirte von 1637 an in Oxford und ist zusammen mit dem Schweden 0. Rod-beck (1651) und dem Dänen Bartholinus (1651), die ihre Beobachtungen jedocherst um 1653 publicirten, einer der Entdecker der Lymphgefässe, indem er imFrühjahr 1652, als er sich anschickte, in Cambridge den Doctorgrad zu erwerben,bei Untersuchung der Yasa spermatica dieselben auffand. Er selbst hat nichtsdarüber publicirt, aber Glisson , dem er seine Entdeckung mitgetheilt hatte, machtedieselbe in der 1654 erschienenen Schrift: „De hepate" bekannt und ausführlichernoch Timothy Clark in den Philosophical Transactions (1668). J. selbst wurde1658 Fellow des College of Physicians und starb bereits am 11. November 1658.
*Joynes, Levin Smith J., zu Richmond, Va., wurde in Accomac Co.,Ya., am 13. Mai 1819 geboren. Er studirte Medicin an der medicinischenFacultät der Virginia-Universität und wurde hier 1839 Dr. med. Nach einem2 1 / 2 jährigen Aufenthalte auf verschiedenen europäischen Universitäten, wie Paris,Dublin etc., liess er sich 1843 in seiner Vaterstadt als Arzt nieder, siedelte abernach kürzerer praktischer Thätigkeit in verschiedenen Städten — u. A. auch alsProfessor der Physiologie und gerichtlichen Medicin am Franklin Med. College inPhiladelphia von 1844—46 — im Jahre 1855 definitiv nach Richmond über, woer bis zu seiner 1871 erfolgten Emeritirung gerichtliche Medicin am Med. Coli,of Va. lehrte. Er hat u. A. folgende Abhandlungen veröffentlicht: „Obstetricalauscultation" (Am. Journ. of Med. Scienc., 1845) — „Mortality of Baltimore 11(Ibid. 1850) — „Emjohysema of cellular tissue during labor" (Ibid. 1852) —„Obstruction of intestinal canal by worms" (Sthetoscope 1851) — „Ancientsuperstition; bierright" (Ebenda 1851) — „Colica pictonum frorn acetate oflead" (Ebenda 1851) — „On the legal relations of the foetus in utero 1 ' (Vir-ginia Med. Journ., 1856) — „Physiological position of fibrine" (Ibid. 1859) —„Oxalic diathesis" (Richmond Med. Journ., 1866) — „Naevus treated witkcollodion" (Ibid. 1868) — „ Value of medicinal pepsine" (Ibid. 1869) —„Haemorrhagic malarial fever 1 ' (Ibid. 1877) — „Consumption in Richmond"(Virginia Clinical Ree., 1871) -— „Extracts of beef" (Ibid. 1871) — „Bromideof zinc" (Ibid. 1873) — „Curiosities of med. history" — „The Paris Pharma-copoea of 1758 and its treasures" (Virginia Med. Monthly, 1874) — „Firstmedical fee-bill in Virginia, compensation 140 years ago" (Ibid. 1877) etc.
Juch, Hermann Paul J., zu Erfurt, war daselbst am 30. September1676 als Sohn des kurfürstl. Mainz'schen und herzogl. Sachsen-Eisenach'sehenHofrathes und Leibmedicus und Stadtphysicus von Erfurt Paul Heinrich J.geboren, studirte zuerst in Erfurt, dann in Jena und Halle, von 1699 an auchin Italien, namentlich in Padua und wurde 1703 in Halle Doctor, 1717 auch inErfurt Prof. e. o. der Institutiones medicae, 1727 Prof. ord. der Chemie, 1728 derAnatomie, Chirurgie und Botanik und 1729 der Pathologie und Praxis, damit
Münk, I, pag. 280.
G.
Atkinson, pag. 280.
Pgl.