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JAFFE. — JAGIELSKI.
* Jaffe. Max J., zu Königsberg i. Pr., ist am 25. Juli 1841 zu Grimbergin Schlesien geboren, studirte in Berlin, wurde 1862 daselbst zum Dr. med. pro-movirt, war von 1865—72 Assistenzarzt an der med. Universitätsklinik zu Königs-berg, habilitirte sich als Privatdocent 1867, wurde 1872 Prof. e. o. für med. Chemieund 1883 Prof. ord. der Pharmakologie. Er ist auch Director des Laboratoriumsfür med. Chemie. Arbeiten: „ Ueber die Identität des Hämatoidin und Bili-fulvin" (ViRCHOw's Archiv) — „ Ueber das Vorkommen zuckerbildender Sub-stanzen im Gehirn" (Ibid.) — „ Untersuchung über Gallen- und Harnfarbstoffe"(Centralbl. für die med. Wissensch.) — „ Ueber das Urobilin" (ViRCHOw's Archiv) —„ Ueber die Entstehung des Indicans im Harn" (Centralbl. für die med. Wissen-schaft) — „ Ueber den Ursprung und die pathologische Bedeutung des Indicans"(ViRCHOw 's Archiv) — „ Ueber die quantitative Bestimmung des Indicans imHarn" (Pflügek's Archiv) — „ Ueber einen neuen Bestandteil des Hunde-harns (die Urocaninsäure)" (Berichte der ehem. Gesellsch. zu Berlin) — „Ueberdas Verhalten der Benzoesäure im Organismus der Vögel (Umwandlung inOrnithursäure" (Ibid.); ferner in Hoppe-Seyler's Archiv für physiol. Chemie:„Zur Kenntniss der Synthesen im Thierkörper (die Uronitrotoluolsäure)" —„ Ueber das Vorkommen von Mannit im normalen Hundeharn" — „ Uebereine empfindliche Reaction auf Kynurensäure" — „ Ueber die Tyrosinhydan-toinsäure"; ausserdem: „Ueber die Wirkungen des salpetersauren Diarobenzolsauf den Thierkörper" (Archiv für exper. Pathologie) und verschiedene kleinereMittheilungen. ßeJ
Jagelski, Cassian J., wurde in Klein-Kussland geboren und in dergeistlichen Akademie in Kiew erzogen, kam dann an das St. PetersburgerHauptspital in die dortige medicinische Schule. Im Jahre 1761 als Chirurg ent-lassen, wurde er mit einigen Anderen nach Leyden geschickt, studirte hier sechsJahre lang Medicin und erwarb sich 1765 den Doctorgrad („Diss. de passionehysterica"). Im Jahre 1766 kehrte J. nach Moskau zurück, wurde examinirt undtrat in den Staatsdienst; er war Anfangs in Petersburg, später in Moskau aneinem Hospital Lehrer für Physiologie und Pathologie. Während der Pestjahre1770 und 1771 leistete er bei der in Moskau ausgebrochenen Seuche dem Staategrosse Dienste. Er schrieb (in russischer Sprache) eine Anleitung zu schützendenMassregeln gegen die Pest (Moskau 1771). J. starb am 21. December 1774.
Richter, III, pag. 483. — T s c Ii ist o wi t seil, CCCLXIV. L. Stieda.
Jagemann, Johann Michael August J., geboren 1740 zu Dingel-städt, Eichsfeld, war einige Zeit lang Professor der Medicin an der Universität zuErfurt und wurde 1775 Stadtphysicus in Duderstadt. Er ist bemerkenswerth wegeneiniger epidemiologischer Schriften: „Programma de iis quae circa morbos epi-demicos in Eichsfeldia . . . .facta sunt" (Erfurt 1772) — „Circa annos 1770—72Uber epidemiorum de acuta passim epidemica febre" (Ebenda 1772) — „Diss.de nostra et priscorum medicina" (Ebenda 1772).
Biogr. med. V, pag. 341. — Clioulant, Bibl. med hi»t. pag. 68. Pgl.
Jagielski, JosefAntou J. (der Vater), geboren 1792 zu Posen, widmetesich anfänglich dem Apothekerfache, von 1817—20 studirte er in Breslau undBerlin Medicin und wurde 1820 in Berlin mit der Diss.: „De fistulis urinariis,adjecta hujus morbi historia" promovirt. Nach Posen zurückgekehrt, wurde erLehrer an der dortigen Hebeammenschule und seit 1837 leitete er diese Anstaltals Direetor; ausserdem war er Chirurg des Provinzial-Krankenhauses. UnterAnderem schrieb er: „ Drei Fälle von Blutungen aus der nicht schwangerenGebärmutter" (Casper's Wochensch., 1834) und „Zywot D-ra Karola Marcinkow-skiego" (Posen 1846).
*Victor Apollinaris J. (der Sohn), geboren zu Posen, studirte(1854—58) in Breslau und Berlin, wo er mit der Diss.: „De luxatione femoris