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IBN HOBAL MUHADDIB ED-DIN. — IC ARD.
Aerzte seiner Zeit. Er lebte zuerst in Mosul, sodann am Hofe des Fürsten S c h a IiArmin in Achlät, kehrte später aber nach Mosul zurück, wo er medicinischeVorlesungen hielt; im hohen Alter erblindete er in Folge einer Verletzung derAugen und starb im Juni 1213. Er ist Verfasser von zwei medicinisehen Schriften(,,Electus de arte medica" und „Liber medicinae"), von welchen jedoch nurdie Titel bekannt sind.
Wüstenfeld, pag. 118. A. H.
Ibn el-Nefis, im Anfange des 13. Jahrhunderts geboren, hatte in DamascusMedicin und Jurisprudenz studirt und daselbst als Arzt und Lehrer der Heilkundebis zu seinem am Ende des genannten Jahrhunderts (1288 oder 1296) erfolgtenTode im höchsten Ansehen gelebt; seine Zeitgenossen stellten ihn als Gelehrtenneben, als praktischen Arzt selbst über Ibn Sina . Von seinen zahlreichen medici-nisehen Werken ist ein „Compendium medicinae" in Calcutta 1828 (ob in derOriginalsprache oder in Uebersetzung ist nicht gesagt) durch den Druck ver-öffentlicht worden.
Wüstenfeld, pag 146. A. H.
Ibn Wäfid. s. Abdl Motarrif Abd el-Rahman, s . Araber, Bd. I, pag. 174,
Nr. XVI.
Ibll Zein el -Taberi, s. Araber, Bd. I, pag. 168, Nr. VIII.
Ibn Zolir, s. Abu Merwan Ibn Zohr, s . Araber, Bd. I, pag 175, Nr. XIX.
Ibsen, Ibr Pedersen I., war nahe Lemvig (Jütland) am 6. Juni 1801geboren, war anfanglich Seemann, musste sich aber, zufolge einer Läsion an Bord,der Amputation eines Beines im Friedrichs-Hospital in Kopenhagen unterwerfen.Dadurch wurde in ihm ein reges Interesse fiir die Anatomie in's Leben gerufen;er fing an zu studiren, absolvirte 1826 das chirurgische Examen an der Akademieund zeichnete sich bald als talentvoller anatomischer Präparator aus. Seine viel-jährige Stellung als Prosector und Conservator an der Akademie förderte die weitereAusbildung dieses Talentes und nach und nach wurde er durch seine anatomischenPräparate weltberühmt. Ganz besonders wurde er von Charles Bell und Owengeschätzt und benutzt und eine bedeutende Anzahl seiner Präparate fand imhünter 'schen Museum ihren Platz. In den Kopenhagener medicinisch-physiologischenSammlungen finden sieh unter Anderem seine berühmten Präparate des innerenOhres, seine zahlreichen feinen Injectionsarbeiten auf dem Gebiete der Lymphgefässeund der Capillarnetze. Nach einer siegreichen Concurrenz 1847 für die anatomischeProfessur mit Hannover und Bondesen bekleidete er — als Nachfolger Stein's —diesen Lehrstuhl bis zu seinem Tode am 12. Mai 1862. Gedruckt liegt aus seinerFeder nur — ausser einem Fragment eines grösseren Werkes über das innere Ohr,mit Tafeln — seine Concurrenz-Abhandlung vor: „Om de anatomiske Varieteter."
Smith und C. Bladt, pag. 45. — Nekrolog im Hosp. Tid. 1862, Nr. 25.
Petersen.
Ibsen, s. a. Ipsen.
Icard, zu Castres, war zu Moissac im Jahre 1732 geboren, studirte inMontpellier, ging als Schiffschirurg nach Amerika, vervollständigte nach seinerRückkehr in Toulouse unter Lapujade seine Kenntnisse uud bildete sich zu einemvortrefflichen, in den hauptsächlichsten Städten des Languedoc und der Gascogneund selbst in Bordeaux sehr gesuchten Operateur aus. Er wurde Chef-Chirurg desHotel-Dieu zu Castres, Mitglied der Academie de Chirurgie, Vertreter (Lieutenant)des ersten Chirurgen des Königs, Oberaufseher der Civil- und Militär-Hospitälerdes Languedoc, Chirurgien-major der Bäder und Mineralquellen von Rennes. ZumProfessor der Geburtshilfe in Toulouse, Carcassonne. Lavaur und Castres ernannt,hielt er öffentliche Vorlesungen, bildete zahlreiche Schüler und schrieb ein Lehr-buch: „Legons 'pra.tiqu.es sur Vart des accouchemens". Ausserdem finden sich