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HODGE. — HODGKIN.
* Hodge, Hugh Lenox H., am 30. Juli 1836 als Sohn des bekanntenGynäkologen gleichen Namens zu Philadelphia geboren, studirte in seiner Vaterstadtund erlangte verschiedene Grade, den als Med. Dr. 1858. Nachdem er dann zweiJahre lang am Philadelphia Hospital thätig gewesen, liess er sich 1860 selbst-ständig nieder. 1861 wurde er zum Demonstrator der Chirurgie und Chefarztder chirurgischen Klinik und des Dispensatoriums der Universität seiner Vaterstadternannt. Seit 1870 ist er Prosector der Anatomie. Aus der Zeit seiner Thätig-keit als Chirurg und Gynäkolog rühren folgende Veröffentlichungen von H. her:„Report on cases in which metallic sutures were employed" (Amer. Journ. of theMed. Sc., 1859) — „Tracheotomy in cases of pseudo-membranous Croup 11 —„ The drainage of abscesses and wounds by solid metallic probes" — „ Defor-mities of the hip" — „Excisions of the hip, of the lcnee, of the elbow, andof the wrist" — „Ovariotomy and a new form of trocar for the evacuationof ovarian and otherabdominal fluids" — „ The construction, Ventilation andhygienic management of anatomical rooms" etc.; die meisten von diesen Ab-handlungen befinden sich im Amer. Journ. of the Med. Sc.
Atkinson, pag. 148. Pgl-
Hodges, Nathanael H., 1638 zu Kensington bei London geboren,machte seine medicinischen Studien in Oxford. Nachdem er hier die akademischenGrade im Juni 1659 erworben, liess er sich in das Collegium der Londoner Aerzteaufnehmen und begann daselbst die Praxis. Während der schweren Pestepidemiedes Jahres 1665 leistete er der Stadt London die grössten Dienste als Arzt. Ergehörte zu den wenigen Aerzten, die nicht die Flucht ergriffen hatten, wie diesz. B. selbst Sydenham aus Furcht vor der Seuche gethan hatte. Doch wurdeihm seine Aufopferung schlecht belohnt. Er starb 1684 arm und vergessen imGefangniss, wohin ihn seine Gläubiger Schulden halber hatten bringen lassen. Inseinem Werke: „ AoiaoAovta sive pestis nuperae apud populum Londinensemgrassantis narratio" (London 1672; englisch 1715; 1720) hat H. eine classischeBeschreibung der erwähnten Epidemie geliefert. Ausserdem schrieb H. noch: „ Vin-diciae medicinae et medicorum" (London 1660; 1665).
Biogr. med. V, pag. 234. — Dict. bist. III, pag. 203. — Münk, I, pag. 361.
Pgl.
Hodgkin, Thomas H., geboren am 16. Januar 1798 zu Tottingham,bezog zum Studium der Medicin die Universität in Edinburg und promovirte daselbst1823 mit der „Diss. de absorbendi functione". 1825 wurde er Mitglied des RoyalCollege of Physicians in London und erhielt die Stelle als Docent der patho-logischen Anatomie und Conservator des Museums am Guy's Hospital. Die indieser Stellung von H. entwickelte, ausserordentlich rege Thätigkeit bezeugt dervon ihm herausgegebene „ Gatalogue of the preparations in the anatomicalmuseum of Guy's Hospital. Arranged and edited by desire of the treasurerof the hospital and of the teachers of the surgical school" (London 1829).H. gründete am Guy's Hospital eine Klinik, ging aber später als Curator desMuseums und Docent der praktischen Medicin an das St. Thomas Hospital (1837).Zugleich wurde er Mitglied zahlreicher gelehrter Gesellschaften und war eines derältesten Mitglieder des Senats der Londoner Universität. Die letzten Jahre seinesLebens zog er sich aus der Praxis zurück, trieb philosophische Studien, nahmauch bedeutenden Antheil an der Gründung der Ethnological Society und widmetesich besonders philanthropischer Thätigkeit, worin er mit dem berühmten PhilanthropenSir Moses M o n t e f i o r e sympathisirte, den er auch auf seinen zahlreichen philo-hebräischen Reisen im Orient als Arzt begleitet hat. Auf einer dieser Reisen starbH., dem Klima zum Opfer fallend, am 5. April 1866 an der Dysenterie zu Jaffa,wo ihm Montefiore ein Denkmal errichten liess. H. war ein geistreicher Arztund der Erste, der in England Bichat's Wege einschlug. Ausser dem obengenannten „ Gatalogue" und einem „Essay on medical education" (London 1828)schrieb er: „On the uses of the spieen" (Edinb. Med. and Surg. Journ., 1822,