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3 (1886) Haab - Lindsley
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HOBOKEN. HODANN.

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Hoboken, Nicolaas H., 1632 in Utrecht geboren, studirte in seinemGeburtsorte vorzüglich unter Diemerbroek und promovirte 1658 zum Dr. philos.und 1662 zum Dr. med. Schon im folgenden Jahre wurde er zum Professor derMathematik und Medicin am Athenaeum in Steinfurt und bald danach zu Leibarztdes Grafen Bentheim-Steinfurt ernannt. 1669 wurde er in gleicher Eigen-schaft nach Harderwyk gerufen (Antrittsrede:De professionis medicae cummathematicae conjunctione") und wirkte da bis 1672, wo er, bei der Annäherungder französischen Armee, plötzlich Harderwyk verliess, ohne zurückzukehren.Wahrscheinlich ist er 1678 in Utrecht gestorben. Er schrieb hauptsächlich:Novus ductus salivalis Blasianus in lucem protractus" (1662)De sedeanimae, seu mentis humanae in corpore humano excercitatio bipartita, quagenuina conjunctio humanae animae cum corpore humano perspicue traditur"(1666)Anatomia secundinae humanae" (1669, 1675)Anatomiasecundinae vitulinae" (1675)Cognitio physiologico-medica accuratissimaviethodo tradita" (1670, 1685) und eineOratio de medicorum nobilitate".

C. E. Daniels.

Hochstetter, Fri.edrich Ludwig H., zu Oehringen, war am 19. Juli1739 zu Laufren am Neckar geboren, studirte von 1758 in Tübingen und Strass-burg und wurde 1763 zu Tübingen Licentiat der Medicin, 1768 Physicus zu Neuen-stadt im Herzogthum Württemberg, 1789 fürstlich Holienlohe'scher Rath undStadtphysicus in Oehringen. Er hat eine Anzahl von Aufsätzen casuistischenInhalts im Frankfurter med. Wochenblatt (178088) veröffentlicht, darunternamentlich über Atresia ani, Ruptura uteri, Hermaphroditismus u. s. w.

Gradmann, pag. 853. Elwert, pag. 230. G.

*Hock, Jakob IL, stammt aus Prag, wo er am 31. October 1831geboren wurde. In Wien, wo er studirte, war Ed. Jaeger sein Lehrer; 1861wurde er promovirt, 1866 liess er sich als praktischer Augenarzt, 1872 alsPrivatdocent in Wien nieder; 1882 gründete er seine Augenheilanstalt daselbstund wirkt ausserdem als Augenoperateur am Rothschild-Hospital und am Blinden-Institut auf der hohen Warte. Unter mehr als 50 Facharbeiten seien genannt:Ueberscheinbare Myopie" (Wien 1872)Ueber syphilitische Augenkrankheiten"(1876)Ueber die Function der Längsfasern des Ciliarmuskels" (1878).

We mich.

Hodann, Karl Julius H., zu Breslau, war daselbst am 13. Juni 1816geboren, studirte auch dort, wurde 1842 als Wundarzt I. C'lasse approbirt, 1846als Wundarzt im Allerheiligen - Hospital angestellt, 1856, bei Gelegenheit desGreifswalder Universitäts-Jubiläums, von der dortigen medicinischen Facultät zumDr. med. honor. ernannt. 1864 wurde er Kreis-Wundarzt des Stadtkreises Breslau,1866 und 187073 zeichnete er sich durch rastlose Thätigkeit in den in Breslaueingerichteten Militär-Hospitälern aus, erhielt 1870 den Titel Sanitätsrath. Vonseinen literarischen Arbeiten finden sich einige in Günsbdrg's Zeitschrift (1850,1851) über Jodtinctur als äusseres Heilmittel, über Steinschuitt, eine grosse Zahlaber in den Schriften der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur (von1845 an), in der er häufig, sowohl über naturwissenschaftliche, als über medieinischeGegenstände Vorträge hielt. Die bedeutendste Arbeit darunter ist: Der Harn-säure-Infarct in den Nieren neugeborener Kinder in seiner physiologischen,pathologischen und forensischen Bedeutung" (Verhandl. der Schles. Gesellsch.für vaterl. Cultur, 1855, m. 1 col. Taf.); ferner eine historische Arbeit über dieschlesischen Aerzte Jagwitz und Morgenstern aus der Zeit F r i e d r i c h's des Gr.(1870). 1867 erfand er ein Verfahren, äussere Spuren von Verbrechern plastischdarzustellen (Archiv für preussisches Strafrecht). Er ist auch als humoristischerGelegenheitsdichter bekannt; u. A. wurde bei Gelegenheit der Naturforscher-Versammlung in Breslau ein von ihm verfasstes Theaterstück:Der Traum desMediciners" aufgeführt. Er starb am 21. Januar 1880. (r

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