HODGKIN. — HODGSON.
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Vol. 18, Nr. 70); ferner mit J. J. L ystek: „Sur quelques observations micro-scopiques sur le sang et le tissu des animaux" (Annal. des scieiic. nat., 1827) —„On the anatomical characters of some adventitious structure" (London Med.-Chir. Transact, Vol. 15, 1829) — „Hints relating to the cholera in London"(London 1832") — „Lectures on the means of promoting andpreserving health"(Ebenda 1835) — „Reports on the effects of acrid poisons" (Ebenda 1836);ferner sein bedeutendstes Werk: „Lectures on the morbid anatomy of theserous and mucous membranes" (London und Paris 1836—37, 2 Bde.; deutscheUebers. von Fr. J. B ehrend und L evin, 2 Thle., Leipzig 1843, 44). Ausserdemverfasste er mit F ischer eine Uebersetzung von W. F. E dwards' : „On theinfluenae of phys. agents on life with notes" (London 1832). Zahlreiche Auf-sätze von H. finden sich in London Med. Gaz., The Lancet, J ohnson's Med.-Chir. Rev. und London Med.-Chir. Transactions etc. und legen Zeugniss ab auchvon dem tiefen Wissen H.'s in der Philologie, Geologie, Zoologie, Anthropologie undGeschichte der Medicin. Der letzteren ist ein grösserer Theil von „An accountof some unpublished papers of the late Dr. Hodgkin by Samuel Wilks"(Guy's Hosp. Rep. XXIII, 1878) gewidmet.
Lancet. 1866, Vol. I, pag. 445. — Med. Times and Gaz. 1866, Vol. I, pag. 403. —British Med. Journ. 1866 , Vol. I, pag. 447. — Wilks, Guy 's Hosp Eep. 1878, 3. Serie,XXIII, pag. 53 (enthält die noch nicht veröffentlichten Aufsätze H.'s) — Virchow-Hirsch, Jahresber. 1878, I, pag. 367. — Callisen, IX, pag. 8; XXIX, pag. 4. p j
Hodgson, Joseph H. , von unbemittelten Eltern 1788 in Penrith(Cumberland) geboren, erhielt seine erste Erziehung in Birmingham und ging zumStudium der Medicin nach London, wo er am St. Bartholom. Hosp. sich besondersder Chirurgie befleissigte. Man erzählt von ihm, dass er von einem von seinemOheim zum Studium empfangenen Geldgeschenk von 100 Pfd. St. an einem Abendbeim Kartenspiel 20 Pfd. St. verlor und dass er diese Thorheit so bitter bereute,dass er sein Leben lang nie mehr um Geld gespielt hat. Seinen Lebensunterhaltbestritt H. während des Studiums von dem durch Ertheilen von Unterricht undSchreiben von Zeitungsartikeln verdienten Gelde. 1811 gewann er den JacksonianPreis durch seinen „Essay on diseases of the arteries and veins u , den er nach-her in erweiterter Form als „ Treatise on the diseases etc." (London 1815;deutsch von K oberwein , Hannover 1817; französ. von B reschet , Paris 1819;ital. von Caimi , Mailand 1823) herausgab. Zugleich begann er 1811 seine ärzt-liche Laufbahn, zunächst als Militär-Assistant Surgeon am York Hospital in Chelsea,dann selbstständig als Arzt in Cheapside, wo er gleichzeitig den Dr. F arr beiHerausgabe seines Werkes über Herzkrankheiten unterstützte. 1818 siedelte erals Surgeon am General Hospital und Eye Infirmary nach Birmingham über undverblieb in dieser Stellung nahezu 30 Jahre lang. Trotz des Drängens vonC h. B ell lehnte er einen ehrenvollen Ruf als Chirurg am Middlesex Hosp. nachLondon, sowie die ihm 1840 angebotene Professur für Chirurgie an F ergusson'sStelle ab, zog sich vielmehr 1848 ganz aus dem praktischen Leben zurück undsetzte sich in London zur Ruhe, da er der Sehkraft auf einem Auge beraubt,und auch sonst seine Gesundheit geschwächt war. H. betheiligte sich noch,so gut er konnte, am wissenschaftlichen Leben, wurde Mitglied mehrerergelehrter Gesellschaften und wohnte deren Sitzungen, besonders denen des Collegeof Surgeons, fleissig bei. Er starb, 81 Jahre alt, am 7. Februar 1869. H. warein hervorragender Chirurg und scharfsinniger Diagnostiker; doch hat er ausserdem oben genannten grösseren Werk und einigen kleineren: „Engravings, intendedto illustrate casus of the diseases of the arteries" (London 1815, fol.), einemAtlas zu oben genannter Abhandlung, sowie: „ Gase of contracted wrist success-fully treated" (London Med.-Chirurg. Transact., 1813, Vol. 4) nichts vonBedeutung publicirt.
British Med. Journ. 1869, Vol. I, pag. 154. — Lancet. 1869, Vol. I, pag. 243. —Med. Times and Gaz. 1869, Vol. I, pag. k06. — Callisen, IX, pag. 9. pgi.