GUYONGOSSI. — GUYOT.
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in der Medicin und den damit zusammenhängenden Wissenschaften wurde er vonAbraham Kaauw Boekhaavk (dem Tauben), als dieser zur Akademie der Wissen-schaften überging, nach Petersburg berufen. 1753 wurde G. zum Oberarzt desHaupt-Admiralitäts-Hospitals in Petersburg ernannt, unterrichtete von 1758 inzwei Hospitalschulen in der Materia niedica, Physiologie nach der Methode Albin's,Pathologie nach (lAUBins. Später wurde er Oberarzt beim Marine-Cadetten-corps und 1766 zum Hofmedicus von Katharina ernannt. Sein Todesjahrist unbekannt. Seine Zeitgenossen bezeichnen ihn als einen sehr gelehrten undvielseitig gebildeten Arzt. Er hinterliess neun Bände Manuscripte, welche ausphilologischen Aufzeichnungen und Bemerkungen über orientalische Sprachen —Hebräisch, Arabisch, Syrisch u. A. — bestehen. Nach Urtlieil der Orientalistenist in diesen Manuscripten, welche sich in der k. öffentlichen Bibliothek in Peters-burg befinden sollen, viel Interessantes enthalten.
Tschistowitsch, Geschichte der ersten med. Sclmlen in Russland (CL1V). —Tsch istowitsch lässt G. am 31. Mai (11. Juni) 1763 in Moskau sterben; das ist unmöglich,da G. erst im Jahre 1766 zum Hofmedicus ernannt wurde, so kann er nicht 1763 gestorbensein, überdies lebte G. gar nicht in Moskau. ]_ gtjeda.
Grliyot, Postmeister zu Versailles, kam zuerst auf die Idee des Katheterismusder Tuba Eustachii. Selbst schwerhörig, machte er sich vermittelst einer zinnernen,knieförmig gebogenen Röhre, welche er vom Munde aus angeblich in die Rachen-mündung der Tuba Eustachii einführte, Einspritzungen und befreite sich auf dieseWeise von einer katarrhalischen Schwerhörigkeit. Er berichtete hierüber 1735 derPariser Akademie der Wissenschaften.
Machines et inventions approuvees par l'Academie etc. l'aris 1735, T. IV, Nr. 243. -Lincke, Ohrenheilkunde. II, pag 73. A. Lncae.
Guyot, Jules Gr., zu Paris 1807 geboren, wurde 1833 daselbst Doctor,verfasste eine Reihe von Arbeiten, unter denen wir folgende anführen: „ Observationset riflexions sur la morsure des animaux enrages" (Skdillot , Recueil period.de la Soc. de med., T. XLY1II); zusammen mit Admirault: „ Mein. sur leslege du goüt ciiez l'homme" (Journ. de chimie med., 1830) —- „Mein, sur lafracture du col du femv/r, et sur um nouvel appareil etc." (Paris 1833) —„Mem. sur la stapliylorapliie" ■— „Premier mem. 'sur Vinfluence therapeiitiquede la chaleur atmospherique" (Arch. genör., 1833 ; nouv. edit. 1836) — „Desmouvemens de Vair et de la pression de Fair en mouvement" (Paris 1835) —„Du goüt et ses saveurs" (1838) — „Trade de l'incubation et de son influencefherapeutigue" (1840) — „Tratte' de l'incubation, ou l' ernploi de la chaleur danslesplaies, les maladies de lape-tu, etc." (1842). Ausserdem Aufsätze in den Annalesde la med. physiol., Archives gener., Oaz. med. de Paris, Journ. des progres des sc.med., Revue medic. u. s. w. Er machte verschiedene Erfindungen, z. B. einer Pumpe,um den Mund auszuspritzen; ferner erfand er die „Lampes ä hydrogene liquide".
Sachaille, pag. 354. — Callisen, VII, pag. 547; XXVIII, pag. 329. G.
*Gliyot, Charles-Th. -Ph.-Timothy e G., zu Tromarey (Haute-Saone), ist am 21. August 1828 zu Cugney (Haute-Saone) geboren, studirte inBesanQon und Paris, woselbst er 1854 mit der These: „De Vimportance del'appetit et de la consideration des fonetions digestives dans le traitement desmaladies chroniques" Doctor wurde. Er liess sich zuerst in Paris, später in demobgenannten Orte nieder, überreichte dem Institut (1856) verschiedene Arbeiten,wie: „Uanesthesie du sens du qoüt par les refrigerants" und über die: „An-esthesie electrique", für welche letztere er (1859) die Priorität der Idee in Anspruchnahm. Ausserdem findet sieh von ihm eine Reihe von Mittheilimgen im Courierdes familles, Journal de saute, der Presse medicale, dem Journal des connaiss.medic. pratiques, deni Repertoire de pharmacie; dazu eine Anzahl Artikel inpolitischen Blättern über National-Oekonomie, Social-Politik, Physik, Medicin u. s. w.Er ist Maire von Tromarey seit 1868.
Glaeser, pag. 330. G.