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GUTIERREZ. —
GÜTZEIT.
bibliograf. de la med. espan. II, 211), ferner: „De la cura de piedra, dolorde hijada y colica renal" (Toledo 1498).
Gutierrez, Juan Lazaro, lehrte Philosophie an der Universität zuValladolid, studirte dann Medicin und promovirte daselbst. Er lebte im 17. Jahr-hundert und schrieb Uber Fieber: „Febrilogiae lectiones" (Lyon 1668, Fol.) nebsteinem: „Appendix ad febrilogiam, doloris diagnosim .... in communi, tumartem sphygmicam conlinentem."
Biogr. med. IV, pag. 553. P g 1.
*Guttmann, Paul G., zu Ratibor in Schlesien am 9. September 1834geboren, studirte in Berlin, Würzburg, Wien und wurde 1868 promovirt. Seit 1859wirkt er in Berlin als Arzt, seit 1867 als Universitätsdocent, seit 1879 als Directordes dortigen städtischen Krankenhauses Moabit. Neben circa 60 klinischen Arbeitenin den verschiedenen Berliner Archiven und Zeitschriften publicirte G. auch eineReihe physiologischer und experimenteller Arbeiten. Die „Physiologie und Patho-logie des Sympathicus" (Berlin 1873 ; auch italienisch), welche er mit A. Edlen-burg bearbeitet hatte, erhielt unter etwas verändertem Titel (London 1879) denAstley cooper -Preis. Das „Lehrbuch der klinischen Untersuchungsmethoden"erschien 1884 in 5. Auflage und wurde zehnmal übersetzt. Als Redacteur giebtG. das „Jahrbuch für praktische Aerzte" heraus. Wem ich.
Guttstadt, Albert G., zu Berlin, am 25. Januar 1840 zu Rastenburgin Ostpreussen geboren, wurde 1866 in Berlin Doctor, 1874 Decernent fürMedicinal-Statistik beim königl. statistischen Bureau und 1875 Privatdocent andortiger Universität. Von seinen zahlreichen Publicationen führen wir zunächstan besonderen Schriften an: „Das Reichs-lmpfgesetz vom 8. April 1874u. s. w." (Berlin 1876) — „Flecktyphus und Rückfallfieber in Preussen u. s. w."(Ebenda 1882) — „Krankenhaus - Lexikon für das Königreich Preussen"(Ebenda 1883). Aufsätze: (Deutsehe Klinik 1867, 70, 72): „Der anatomischeCharakter der Cholera-Epidemie zu Berlin im Jahre 1866" — „Das Chloral-hydrat u. s. w." — „Das Barackenlazareth auf dem Tempelhofer Felde alsstädtische Pocken-Heilanstalt .... 1871/72 zu Perlin" ; ferner (Vierteljahres-schrift für gerichtl. Medic. 1873): „Zur Statistik der Irrenanstalten" ; demnächst(Zeitschr. des königl. Preuss. statist. Bureaus 1873, 74, 76, 80, 81) über diePocken-Epidemie von 1871-72, die Geisteskranken, die Selbstmorde, das Heil-personal, Bäder und Heilanstalten in Preussen, die ärztliche Gewerbefreiheit imDeutschen Reich; endlich in der „Preussischen Statistik" (1877—84) über Medicinal-Statistik, Sterbefälle, Irren-Heilanstalten, die Gebrechlichen in Preussen u.s.w., u.s.w.
Red.
Gutzeit, Hugo Leonard von G., geboren in Riga am 3. 15. December1811 als Sohn eines Kaufmanns, besuchte das Gymnasium zu Riga bis 1831,studirte Medicin an der Universität zu Dorpat von 1831—1838 und wurde imletztgenannten Jahre („Diss. de prophylaxi in morbis contagiosis et epidemicis")Doctor med. Er wirkte als praktischer Arzt in Orel (Russland) und starbauf seinem Landgut Pogoleretz am 9./21. März 1882. Er war nacheinanderGymnasialarzt, Mitglied der Medicinalbehörde, zuletzt Chef der Medicinalverwaltungdes Gouvernements Orel. Trotz seiner grossen Praxis fand er Müsse und Stoff zuschriftstellerischen Arbeiten. Er schrieb unter Anderem: „Beiträge zur Lehre vonden typhösen Fiebern, hauptsächlich in Bezug auf ihre Behandlung" (1842) —„Die Cholera zu Orel im Jahre 1847." In vieler Beziehung interessant ist seinletztes umfangreiches Buch: „Dreissig Jahre Praxis" (Wien 1873—-1875).
Riga'sclie Biographien, Bd III, Riga 1884, pag. 184—187. L. Stieda.
* Gutzeit, Waldemar von G., am 4. November (25. October a. St.),1816 geboren, studirte in Dorpat bis 1839, dann in Berlin, Würzburg, Paris, Wienund wirkte dann von 1842 ab in Kursk, von wo er 1851 nach Riga übersiedelte.Nachdem er in früheren Jahren viele Aufsätze in der KßEBEL-THiELMANN 'schenMcdicinischen Zeitung Russlands, 1873—-75 das Werk seines verstorbeneu Bruders