GUNN. — GURLT.
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and Independent Medical Journal", von welchem 3 Jahrgänge (1857;—1860)erschienen sind.
Atkinson, pag. 455. — Index-Catalogue. V, pag. 667. A . . . t.
*OhlDlling, Willem Marius G., am 15. Juli 1834 in Hoorn geboren,studirte in Utrecht unter Donders und promovirte zum Dr. med. am 11. September1857. Nachdem er einige Jahre Assistenzarzt am „Buiten-Gasthuis" in Amsterdamwar, etablirte er sich da als praktischer Arzt, und später als Augenarzt. Seit 1877ist er als Professor ophtha Imologiae an der Universität Amsterdam wirksam. Ausservielen Zeitschrift-Artikeln, meist über ophthalmologische Gegenstände, hat er keineSchriften verfasst. . _ C. E. Daniels.
Gnrlt, Ernst Friedrich G., zu Berlin, ein auch um diemenschlichePathologie verdienter Veterinär-Anatom, geboren am 13. October 1794 zu Drentkaubei Grünberg in Schlesien, studirte, nachdem er von 1809—1813 die Apotheker-kunst erlernt und die Feldzüge von 1813—15 als Feldapotheker und Lazareth-Chirurg mitgemacht hatte, in Breslau Medicin, war noch während seiner Studien-zeit mehrere Jahre lang Prosector bei dem dortigen Anatomen A. W. Otto , wurde1819 Doctor mit der Diss.: „De venarum deformitatibus; adnexo vitii rariorisvenne cavae inferioris exemplo" (4., c. tab.), wurde noch in demselben Jahre zumLehrer an der Thierarzneischule in Berlin für das Fach der Zootomie ernanntund war in dieser Stellung über 50 Jahre, bis zu seiner im Jahre 1870 erfolgtenPensionirung, thätig, indem er 1827 Professor, 1849 Director der Anstalt mitdem Titel als Geh. Medicinalrath wurde. Seine Hauptwerke waren: „Handbuchder vergleichenden Anatomie der Haus-Säugethiere" (2 Bde., Berlin 1822;4. Aufl. 1860, mit einem Hand-Atlas, 22 Taft' kl. Fol.; 5. Aufl. von Leiseringund Müller bearbeitet 1873, m. Holzschn.) — „Anatomische Abbildungen derHaus-Säugethiere" (Berlin 1824—1835, 150 Taff. Fol.; 2. Aufl. 1843, 44;Supplement 1*348) -- „Lehrbuch der pathologischen Anatomie der Haus-Säuge-thiere" (2 Thle. 1831, 32, mit 25 Taff. Fol.). In demselben ist besonders ein-gehend die Classification, Beschreibung und Anatomie der Missgeburten, für welcheer ein eigenes System aufgestellt hat, behandelt, ebenso die Naturgeschichte derEingeweidewürmer. Es folgte: „Lehrbuch der vergleichenden Physiologie derHaus-Säugethiere" (1837; 2. Aufl. 1847; 3. Aufl. 1865). Am Abend seinesLebens erschien noch: „Ueber thierische Missgeburten. Ein Beitrag zur patho-logischen Anatomie und Entwicklungsgeschichte" (1877, mit 20 Taff. kl. Fol.).Dazu eine sehr grosse Menge anderer literarischer Arbeiten auf verschiedenenGebieten der biologischen Wissenschaften, so dass ein Yerzeichniss derselben 147einzelne Nummern aufweist. Auch in den beschreibenden Naturwissenschaften, derBotanik und Zoologie, die er neben den bereits erwähnten Fächern zu lehrenhatte, besass er gründliche Kenntnisse, mit deren Hilfe und des von ihm in dieVeterinär-Medicin eingeführten Mikroskopes viele bis dahin in derselben dunklePunkte aufgehellt wurden. Namentlich das von ihm mit seinem Collegen Hertwigvon 1835—1874 in 40 Jahrgängen herausgegebene „ Magazin für die gesammteThierheilkunde" enthält mancherlei dahin gehörige, wichtige Arbeiten, die vonihm allein oder zusammen mit Hertwig ausgeführt worden waren, wie z. B. die„ Vergleichenden Untersuchungen über die Jlaut des Menschen und der Haus-Säugethiere" und „Ueber die Kr ätz- oder Räudemilbe" (1835; 2. Aufl. 1844),an welchen G. namentlich der von ihm bei den verschiedenen Thieren geführteNachweis der Schweissdrüsen und ihrer Ausführungsgänge zukommt. Ein Denkmalseiner rastlosen, mehr als 50jährigen Arbeit ist die anatomische und pathologisch-anatomische Sammlung der Berliner Thierarzneischule, welche aus den kleinstenAnfängen, wie er sie 1819 vorfand, zu einer der bedeutendsten, welche die Weltbesitzt, sich gestaltet hat, und, was namentlich den Reichthum an thierischenMissgeburten, Entozoen und Epizoen betrifft, mit denen G., ebenso wie mit der ver-gleichenden Embryologie und Physiologie, sein Leben lang sich mit Vorliebebeschäftigt hat, wohl ihres Gleichen sucht. In ein näheres Verhältniss zur mensch-