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GURLT. — GUSSENBAUER.
liehen Heilkunde trat G., abgesehen von seinem Verkehr in den Berliner medicinischenund naturwissenschaftlichen Gesellschaften und den freundschaftlichen Beziehungen,zu hervorragenden Universitätslehrern, dadurch, dass er bei der 1842 begonnenenneuen Bearbeitung d&r preussischen Pharmacopoe zum Referenten und Redacteurernannt wurde, auch eine deutsche Ausgabe derselben besorgte, sowie an dernächstfolgenden Ausgabe der Pharmacopoe thätigen Antheil nahm. Von 1844 anwar er ferner 15 Jahre lang Mitglied der medicinischen Ober-Examinations-Commission,für den Prüfungsabschnitt in der Anatomie. Sein Tod erfolgte in hohem Alter am13. August 1882.
Archiv für wissenschaftliche und praktische Thierheilkunde. 1882. — DeutscheZeitschr. f. Thiermedicin. 1883, pag. 112. g.
*Grurlt, Ernst Julius G., zu Berlin, daselbst als Sohn des Vorigenam 13. September 1825 geboren, studirte dort von 1844—48 Medicin und wurdeim letztgenannten Jahre mit der Diss.: „De ossium mutationibus rliachitideeffectis" (4., e. tab.) Doctor, machte eine 1 '/ 5 jährige wissenschaftliche Reisenach Oesterreich, Frankreich, Grossbritannien, war von 1852—56 Assistent inB. v. Langenbeck's Klinik, habilitirte sich 1853 als Privatdocent für das Fachder Chirurgie an der Berliner Universität und wurde 1862 Prof. e. o. An denFeldztigen von 1848, 1864, 1866, 1870-71 nahm er in verschiedenen ärztlichenStellungen Antheil. Schriften: „Beiträge zur vergleichenden pathologischenAnatomie der Gelenkkrankheiten" (Berlin 1853) — „Leber einige durch Er-krankung der Gelenkverbindungen verursachte Missstaltungen des menschlichenBeckens" (Ebenda 1854, Fol.) — „ Ueber die Cystengeschwülste des Halses"(Ebenda 1855) — „IJeber den Transport Schwerverwundeter und Kranker imKriege" (Ebenda 1859) — „Handbuch der Lehre von den Knochenbrüchen 1 '(Thl. 1 ; Thl. 2 , 1 und 2. Lfg. 1860—65) — „Leitfaden für Operations-übungen am Cadaver u. s. w." (Berlin 1862; 6. Aufl. 1885; in's Polnische1874, Italienische 1875, Ungarische 1880 übersetzt) — „Militär-chirurgischeFragmente" (Ebenda 1864) — „Abbildungen zur Krankenpflege im Feldeu. s. w." (Berlin 1868, 16 Taff. Fol., Text deutsch und französisch) — „ZurGeschichte der internationalen und freiwilligen Krankenpflege im Kriege"(Leipzig 1873) — „Die Kriegs-Chirurgie der letzten 150 Jahre in Preussen"(Berlin 1875) — „Die Gelenk-Resectionen nach Schussverletzungen u. s. w."(Ebenda 1879). Ausserdem Aufsätze in der Deutschen Klinik (1853, 57), Monats-schrift für Geburtskunde (1857, 60, 62), Preuss. Militärärztliche Zeitung (1861),dem Archiv für klin. Chirurgie (1862, 66, 80, 83; darin auch für 1859—65:„Berichte über die Fortschritte und Leistungen auf dem Gebiete der Chirurgie") ;ferner zahlreiche Artikel in Prosch und Ploss ' Medic.-chirurg. Encyclopädie(2. Aufl.), der Allgemeinen Deutschen Biographie, Eulenburg's Real-Encyelopädieder ges. Medicin, dem vorliegenden Biographischen Lexikon, dessen Redaction er(Anfangs 1885) vom Bachstaben G an übernommen hat. Er ist ferner Mitbegründerund Mit redacteur des „Archivs für klinische Chirurgie" seit 1860, Redacteurder Zeitschrift „Kriegerheil. Organ der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz"(darin eine Reihe von Aufsätzen von ihm) seit 1867, Redacteur der „Verhandlungender deutschen Gesellschaft für Chirurgie"; er war Mitredacteur von Virchow-Hirsch'sJahresbericht für 6 Jahrgänge (1866—71) und ist noch jetzt Mitarbeiter an demselben.
Red.
*Gussenbauer, Carl G., zu Prag, ist am 30. October 1842 zu Ober-Vellach in Kärnten geboren, wurde in Wien 1866 Dr. med., 1868 Dr. chir.,war Schüler und Assistent von Billkoth , wurde 1875 Professor der Chirurgie inLüttich und bekleidet seit 1878 dieselbe Professur in Prag (deutsche Universität).Von seinen sehr zahlreichen, anatomischen und histologischen, namentlich aberchirurgischen Arbeiten führen wir im Folgenden nur einige an: „ TJeber dieMuskulatur der Atrioventricularklappen des Menschenherzens" — „Ueber dasGefässsystem der äusseren v)eibliclien Genitalien" ; sodann aus dem Archiv fürklin. Chirurgie: „ Ueber die Heilung per primam intentionern" (1871) — „ Ueber