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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GMELIN. GNUSCHKE.

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Allgemeine Therapie der Krankheiten des Menschen" (Tübingen 1830). Erübersetzte mit Zusätzen John Mason Good:Die ostindische Cholera desMenschen" (Ebenda 1831; 2. Aufl. 1832) und schrieb:Die Behandlungder ostindischen Cholera nach ihren verschiedenen Graden, Formen undlStadien . . . Mit Zusätzen von Köstlin u. s. w." (Ebenda 1832)Kritikder Principien der Homöopathie" (Ebenda 1835). Er übersetzte John Baron:Bericht . . . des gegenwärtigen Zustandes der Vaccination u. s. w." (Ebenda1840). Auch hatte er Antheil an einer Anzahl Dissertationen seiner Schüler und sehriebVorreden zu Gr. Cless'sGeschichte der Sehleimfieber-Epideniien Stuttgarts" (1837)und zu C. A. Wunderlich :Die Nosologie des Typhus" (1839).

Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 26, 1848, II, pag. 1118. Callisen,VII, pag. 250; XXVIII, pag. 219. G .

Grnelin, Christian Gottlob G., zu Tübingen, war daselbst als Bruderdes Vorigen am 12. October 1792 geboren, wurde dort auch 1814 (praes. Ferd.Gottl. Gmelin ) mit derDiss. inaug. sistens analysin chemicam renum hominis,vaccae et felis" Dr. med., bereiste sodann zusammen mit seinem Vetter L eopoldGmelin (s. nachstehend) Frankreich, England, Schweden und Norwegen, warein Schüler von Berzelius , wurde bei seiner Bückkehr 1817 zum Prof. ord.der Chemie und Pharmacie ernannt. Seine Arbeiten waren lediglich chemischerNatur und sind deshalb hier nicht anzuführen. Er starb am 13. Mai 1860.

v. Martius, pag. 441. Callisen, VII, pag 1 . 249; XXVIII, pag. 219. G.

Gmelin, Leopold G., zu Heidelberg, war als Sohu von JohannFriedrich G. (s. diesen) zu Göttingen am 2. August 1788 geboren, wurdedaselbst 1812 mit derDiss. inaug. chem.-physiol. sistens indagationem chemi-cam pigmenti nigri oculorum taurinorum et vitulinorum, adnexis quibusdamin id animadversionibus physiologicis" (Edit. nova, Heidelberg 1814; deutschin Trojimsdorff 's Journ. der Pharm. 1814) Doctor, 1813 in Heidelberg Privat-docent, 1814 Prof. e. o., 1817 Prof. ord. der Medicin und Chemie. Ausser seinenhöchst bedeutenden, rein chemischen Werken und Arbeiten, die wir nicht anführen,sind besonders seine zusammen mit Fr. Tiedemann unternommenen berühmtenUntersuchungen hervorzuheben, nämlich: Versuche über die Wege, auf welchenSubstanzen aus dem Magen und Darmcanale in's Blut gelangen, über dieVerrichtung der Milz und die geheimen Harnwege" (Heidelberg 1820)DieVerdauung nach Versuchen" (Ebenda 1826)Einige neue Bestandteileder Galle des Ochsen" (Poggendorff's Annalen 1827). Anderweitige medicinisch-chemische, allein von ihm ausgeführte Arbeiten waren: L eber einige im Gehirnder Menschen und Thiere vorkommende Fettarten" (Zeitschr. f. Physiol. 1824)Bemerkungen über Wiesbadens Heilquellen" (Poggendorff's Annalen 1826)u. s. w. Zu Th. L. W. Bischoff's Comment. de respiratione (1837) schrieb erein Vorwort. 1851 legte er seine Professur nieder und starb am 13. April 1853.

Allgem. medic. Centrai-Zeitung. 1853, pag. 404. G.

Gnuschke, Johann Eduard G., zu Danzig, war daselbst am 11. November1804 geboren, studirte von 1823 an in Göttingen, anfänglich Jurisprudenz, späterMedicin, auch in Berlin, wo er 1827 mit der Diss.:De hydrargyri in sanguinemreeeptione" Doctor wurde. Nach einer wissenschaftlichen Reise versah er einigeMonate lang den Dienst des Oberarztes im städtischen Lazareth zu Danzig, dientewährend des polnischen Krieges in der russischen Armee, erkrankte aber, kehrte1831 nach Danzig zurück und schrieb: Die Cholera in Polen, auf einer Reisedurch einen Theil dieses Landes beobachtet" (Berlin 1831). Er fungirte währendder Badezeit in dem Seebade Zoppot als Arzt und schrieb einen Aufsatz:ZurVertheidigung des Seebades Zoppot bei Danzig" (Hufeland's Journal 1833),starb aber bereits am 24. October 1834.

Callisen, VII, pag. 254; XXVIII, pag. 221. G.