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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GOBEE. GOCLENIUS.

Gobee , Carl G., 1804 in Bruchsal (Baden) geboren, studirte 182226in Heidellberg und bekam im November des letzteren Jahres in Carlsruhe dasDiploln als praktischer Arzt. Darauf ging er nach Holland und trat 1827in militärärztlichen Dienst; 1828-30 zur Marine detachirt, machte er eineReise nach dem Mittelländischen Meere und Klein-Asien. Im November 1831 pro-movirte er in Bonn zum Med. und Chir. Doctor und October 1832 in Leydenzum Doctor medicinae. Abwechselnd in verschiedenen Garnisonen wirksam, u. A.184451 in Leyden, wo er für die Studenten ein sehr besuchtes Privatissimumüber Mikroskopie gab, bekam er schliesslich eine Stelle am Mililärspitale inAmsterdam, wo seine consultative Praxis solche Dimensionen annahm, dass er1859 als Oberstlieutenant seine Entlassung aus dem Militärdienste nahm, um sichin Amsterdam als praktischer Arzt zu etabliren. In demselben Jahre ernanute ihndie Universität Groningen honoris causa zum Doctor der Chirurgie. Bis 1867 inAmsterdam wirksam, war er durch Krankheit genöthigt, sich nach Brummenzurückzuziehen, von wo er zwei Jahre später nach Arnheim übersiedelte, wo erbis zu seinem am 20. Juni 1875 erfolgten Tode als consultirender Arzt wirksamwar. G. war ein scharfsinniger Gelehrter, der verschiedene vortreffliche Schriftenhinterlassen hat. In seiner ersten Arbeit:Klinische Bydragen tot de theorieen praktyk der Genees- en Heelkunde" (Utrecht 1839) lehrt er den Einflussder kosmisch-tellurischen Verhältnisse auf den kranken Organismus nach ihremWerthe schätzen, warnt gegen einseitige Auffassung der medicinischen Praxis undstellt Hufeland zum Vorbild zwischen Sydenham und Boerhaave einerseits unddie neueste französische Richtung ( Chomel, Louis, Boüillaud ) auf der anderenSeite. 185255 veröffentlichte er 2 TheileBrieven over GetieetJcunde", woriner auf sehr scharfe, oft humoristische Weise die neuen Forderungen der Wissen-schaft kritisirte, die Uebertreibung der jungen Aerzte tadelte, und bewies, dass er dieganze Wissenschaft mit einem Meisterblick übersah.Pathologische Studien"(Utrecht 184344), wobei er stets auf die Notwendigkeit für die praktischeMedicin, sich genau an die Physiologie anzuschliessen, hinweist -KlinischeAanteektningen en Verhandelingen" (Amsterdam 1853). Er besorgte holländischeUebersetzungen von Riceter'sHandb. der physiol. Therapie" (1851) und vonRombebg'sKlinische Wahrnehmungen" (1853). Als einziger Redacteur gaber 18441849 heraus: Kliniek, Tydschrift voor wetenschappelyke geneeskunde",von 184754 war er Mitarbeiter amRepertorium, Tydschrift voor de Geneeskundein al baren omvang" und von 185775 derNederl. Tydschrift voor Geneeskunde",worin er eine grosse Zahl sehr geschätzter Beiträge, Recensionen und vortrefflichredigirter Analecta aus ausländischen Zeitschriften geliefert hat.

C. E. Daniels.

Gockel, Eberhard G., geboren in Ulm am 13. Juni 1636, Dr. med.,praktischer Arzt und Physicus zu Geisslingen und Giengen, von 1675 ab Stadt-pbysicus zu Ulm und Arzt des Herzogs von Württemberg, war Mitglied derkaiserlich Leopoldinischen Akademie der Naturforscher; starb zu Ulm am 14. Februar1703. G. war Chemiatriker und schrieb, ausser einer chemischen Arbeit:Devini acidi per acetum lithargyrii dulcißcatione" (Miscell. Acad. Nat. Cur. 1697)noch mehrere medicinischeAbhandlungen, darunter:Enchiridion medico-practicumde peste, ejusque origine, causis etc." (Wien 1669; 1682);De venenis eorumquecausis et antidotis libri II", als Anhang zum vorigen; ferner:Epitome theoriaepract. de odontalgia" (Nördlingen 1668)Consiliorum et observationummedicinalium decades IV" (Wien 1682) -Gallicinium medico-practicum etc."(Ulm 1702: 1722).

Biogr. med. IV, pag. 46-1. Dict. hist. II, pag. "69. Pgl.

Goelenius,' Rudolf G., Sohn des gleichnamigen Professors der Rhetorikin Marburg und zum Unterschied von diesem gewöhnlichder Jüngere" genannt,war am 22. August 1572 in Wittenberg geboren, studirte in Marburg Medicin