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GMELIN.
1774 wurde er vom Chan der Chai'taken gefangen, erkrankte und starb am27. Juni 1774 zu Achmetkend im Kaukasus. Er schrieb: „Historia fucorum"(Petersburg 1768, 4.), ferner: „Reisen durch Russland zur Untersuchung derdrei Naturreiche" (Petersburg 1771—84 ff.).
Biogr. med. IV, pag. 462. Pgl.
Gmelin , Eberhard Gr., geboren in Tübingen am 1. Mai 1751, Arztin Heilbronn, gestorben 1808, verdient Erwähnung, weil er zur Verpflanzung dermesmer 'sehen Lehre vom thierischen Magnetismus nach Deutschland, zugleich aberzur wissenschaftlichen Erklärung und Kritik derselben erheblich beigetragen durchseine Schriften: „ L eber thierischen Magnetismus, in einem Brief an Herrngeheimen Rath Hoffmann in Mainz" (Tübingen 1787) — „Neue Unter-suchungen über den thierischen Magnetismus" (Ebenda 1789) — „Materialienfür die Anthropologie" (Ebenda, 2 Bde., 1791—1793).
Biogr. med. IV, pag. 454. Pgl.
Gmelin , Johann Friedrich G., geboren zu Tübingen den 8. August .1748 , gestorben zu Göttingen den 1. November 1804, ältester Sohn von PhilippFriedrich G., studirte von seinem 15. Lebensjahr ab in Tübingen Medicinund die von seinem Vater vertretenen naturwissenschaftlichen Fächer und wurdedaselbst 1769 Doctor der Medicin. Nach längerem Aufenthalte in Holland, Eng-land und an verschiedenen deutschen Universitäten kehrte er nach Tübingen zurück,wo er Vorlesungen über Naturgeschichte und Kräuterkunde hielt und 1772ausserordentlicher Professor der Medicin und 1775 auch Ordinarius in der philo-sophischen Facultät wurde. 1780 kam er als ordentlicher Professor der Medicinnach Göttingen, wo er 1779 das Doctordiplom der philosophischen Facultät und1790 den Hofrathstitel erhielt. Seine Verdienste um die Medicin sind zum grösstenTheile indirecte, indem seine Specialstudien und Vorlesungen ausschliesslich natur-historische , insbesondere chemische, botanische und mineralogische waren. AlsChemiker war er Anhänger der Phlogistontheorie und Gegner Lavoisier's . SeineArbeiten sind ausserordentlich zahlreich; die Abhandlungen der Göttinger Societätder Wissenschaften enthalten nicht weniger als 21 Untersuchungen G's.; ausser-dem hat er eine grosse Anzahl von Lehr- und Handbüchern, unter denen die„Grundsätze der technischen Chemie" (Halle 1786; 2. Aufl. 1796) eines derbesseren Lehrbücher aus jener Zeit darstellt, eine „Onomatologia botanica" u. a. in.geschrieben. Mehrere seiner Bücher dienten, wie z. B. seine Grundrisse der Phar-macie (1792), Mineralogie (1790), als Grundlage seiner Vorlesungen. EinenBeweis seiner grossen Gelehrsamkeit und seines Fleisses bilden besonders die] 797—1798 von ihm in 3 Bänden herausgegebene „Geschichte der Chemie" undseine für den Arzt noch wichtigere „Geschichte der Gifte", 1776 und 1777 indrei Bänden erschienen, von denen der zweite, die „ Geschichte der Pflanzen-gifte 1801 eine zweite Auflage erlebte. Von sonstigen Werken sind eine Aus-gabe von Ltnne's Systema naturae (Leipzig 1788—93) und mehrere von ihmbesorgte Auflagen von Lösecke's Materia medica (1785—1800) zu nennen.
Pütter, II, pag. 146; Saalfeld, pag. 75. — Gradmaun, pag. 178. —Hayne, Comment. Soc. Reg. Gotting., Vol. IV, pag. 631. xk Husemann.
Gmelin. Ferdinand Gottlieb von G., Neffe von Samuel Gott-lieb G., zu Tübingen, war daselbst am 10. März 1782 geboren, wurde 1802(praes. Kielmayer ) mit der „Diss. inaug. sistens observationes physicas etchemicas de electricitate et galvanismo" Doctor, bereiste sodann Deutschland,Ungarn, Italien und Frankreich, wurde 1805 zu Tübingen Professor e. o. derMedicin, 1806 Arzt am theologischen Seminar, 1810 Prof. ord. der Medicinund Naturgeschichte, erhielt 1823 durch den württembergischen Kronenorden denAdel und starb am 21. December 1848. Er schrieb: „Allgemeine Pathologiedes menschlichen Körpers" (Stuttgart und Tübingen 1813; 2. Aufl. 1821) —