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2 (1885) Chavet - Gwinne
Entstehung
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GMELIN.

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Gmelin. berühmte Familie von Aerzten und Naturforsehern. Zur Orien-tirung über die verwandtschaftlichen Verhältnisse dei*selben geben wir zunächstfolgende Stammtafel :

Johann Georg Gmelin, Apotheker iu Tübingen (16741728)

Johann Georg G.(17091755)s. nachstehend

Philipp Friedrich G.(17211788)s. nachstehend

Johann Conrad G.,

Arzt u. Apotheker in Tübingen

(17071759)

Sam. Gottl. G. Christ. Gottl. G. Eberhard G. Joh. Friedr. G.

(17431774) Arzt u. Apoth, Christian v. G., (17511808) in Gottingen Christ.Gottl. G.,

s. nachstehend zu Tübingen Jurist s. nachstehend (17481804) Jurist

(1749 1809) s. nachstehend

F erd. Gottl. v. G. , ,, Christ. Gottl. G.(17821848) (17921860)

s. nachstehend ' 1111:5 s. nachstehend

Eduard G.,Jurist

Leopold G.(1788 - 1853)s. nachstehend

3 Söhne,Juristen

G.

Gmelin, Johann Georg G., Botaniker, geboren am 12. Juni 1709als Sohn des Chemikers Johann Georg G. (geboren 1674, gestorben 1728)in Tübingen, studirte hier bereits im Alter von 14 Jahren Medicin unter Düvernoyund Cammerer , promovirte 1727 und ging dann nach Petersburg, wo er dieGunst des Präsidenten der Akademie Lorenz Blümentrost erwarb, Mitgliedder Akademie der Wissenschaften und 1731 ordentlicher Professor der Chemieund Naturgeschichte wurde. Auf Veranlassung des Kaisers unternahm er 1733in Begleitung des Geographen und Astronomen Delisle de la Croyere , desHistorikers Gerhard Friedrich Müller , des Capitäns Behring und mehrererAnderer eine naturwissenschaftliche Expedition nach Sibirien, von der er erst1743, nachdem er die Wissenschaft mit wichtigen Beobachtungen bereichert, zurück-kehrte. Er beschäftigte sich dann mit der Sichtung des gesammelten Materials,ging aber 1747 wieder nach Tübingen, wo er 1749 ordentlicher Professor derBotanik und Chemie wurde und am 20. Mai 1755 starb. Er schrieb mehreremedicinische Dissertationen (De rhabarbaro"De febre miliari"Detactu pulsus"De viis urinae"De corticis peruviani in febris inter-mittentibus usu) und ausserdemReisen durch Sibirien " (4 Bde., Göttingen1751-1752), sowie die botanisch wichtigeFlora sibirica" (4 Bde., Petersburg1747-1769), durch welche die Kenntniss der sibirischen Pflanzen bedeutendbereichert wurde.

Boerner, II, pag. 211, 780; III, pag. 425, 650.Biogr. med. IV, pag. 4 6 - 460. "

Baldinger, pag. 56. -Pgl.

Gmelin, Philipp Friedrich G., geboren in Tübingen 1721, Bruderdes Vorigen, studirte im Alter von 15 Jahren Medicin, unternahm Reisen nachHolland und England, wurde 1750 ausserordentlicher Professor, 1755 ordent-licher Professor der Botanik und Chemie in Tübingen. Er starb am 9. Mai 1768.Es rühren von ihm her eine Anzahl, etwa 20 , Dissertationen, Reden, Programme,so:De lumbrico terete in duetu pancreatico"De hypopyo"Denecessitate docendae in academiis botanices et chemiae, de cholelithis liumanis"und viele andere botanischen, chemischen und medicinischen Inhalts.

Biogr m6d. IV, pag. 461. Pgl.

Gmelin, Samuel Gottlieb G., Neffe des Botanikers Johann Georg G.,geboren den 23. Juni 1743 in Tübingen, studirte daselbst Medicin, promovirte1763, ging dann nach Holland, wo er in Leyden mit Pallas befreundet wurde.1766 folgte er einem Rufe als Professor der Botanik nach Petersburg und machteauf Veranlassung der Kaiserin Katharina II. von 17681773 in Begleitungvon Güldenstaedt , Lafuchin und Pallas eine naturwissenschaftliche Reisedurch Russland, auf der er speciell die Gegenden westlich vom Don und die umdas Kaspisehe Meer belegenen persischen Provinzen besuchte. Auf der Rückreise

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