GEIGER. — GELEE.
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(Ebenda 1637) — „Kurzer Unterricht, wie man sich hey Sterbensläufenpräserviren und die lnficirten sich huriren sollen" (Ebenda 1649, 4.) —-„Microcosmus hypochondriacus, sive de melancholia hypochondrtaca tractatusetc." (Ebenda 1652, 4., c. fig.) u. s. w. 1656 war er noch am Leben.
Kobolt, pag. 259; Gandersliofer, pag. 106, 108. G.
Geiger, Philipp Lorenz G. , zu Heidelberg, war zu Freinsheim beiFrankenthal (Bayerische Pfalz) am 30. August 1785 geboren, erlernte die Phar-macie, war Apothekenbesitzer in Karlsruhe seit 1811 und in Heidelberg seit 1814,hielt daselbst von 1816 an Privat Vorlesungen, wurde 1818 Privat-1 )ocent und1824 Prof. e. o. der Pharmacie, um die er durch überaus zahlreiche und gediegeneArbeiten grosse Verdienste sich erworben hat. Von denselben führen wir nur an sein:„Handbuch der Pharmacie" (Heidelberg 1824; 1827; 1830; 5. Aufl. bearb.von J. Liebig 1837; auch in's Holländische übersetzt) — „Das Schwefelbad zuLangenbrücken" (Karlsruhe 1827) — „Die Stahlquellen zu Weinheim an derBergstrasse" (Ebenda 1827) — „Pharmacopoea universalis" (Heidelberg 1835).Er war auch Mit-Kedacteur der Annalen der Pharmacie und starb am 19. Januar 1836.
Callisen, VII, pag. 109; XXVIII, pag. 166. G.
Geissei, Richard, geboren 1841 in Witten, studirte in Berlin undWürzburg, war kurze Zeit Assistent an der geburtshilflichen Klinik in Halle, liesssieh dann als Arzt in Essen nieder. Er war wegen seiner vortrefflichen mensch-lichen Eigenschaften und wegen seiner hervorragenden ärztlichen Tüchtigkeit all-gemein beliebt, besonders als Chirurg gesucht und wurde Oberarzt des evangelischenSpitals in Essen. Von seinen Aufsätzen chirurgischen Inhalts sind anzuführen, inder Deutschen Zeitschrift für Chirurgie (1872, 74): „Zur chirurgischen Casuistik"(Tracheotomien, Amputationen) -— „Kriegschirurgische Reminiscenzen von 1870bis 1871" ; in der Deutschen med. Wochenschrift (1877) „Operative Casuistik"(Ovariotomie u. s. w.) — „ Chirurgische Krankheiten der männlichen Harn-röhre" ; Verhandlungen der deutschen Gesellsch. f. Chir. 1877 u. s. w. Er starbam 31. August 1880.
Deutsche med. Wochenschr. 1880, pag. 165. Küssner.
Geist, Lorenz G., zu Nürnberg, war daselbst am 20. Januar 1807geboren, studirte von 1826 an in Erlangen, Würzburg und München und wurde1832 am letztgenannten Orte Doctor mit der Diss.: „De luxatione processusodontoidei cum exemplis hujus luxationis duobus". Nachdem er seine Studienin Wien fortgesetzt hatte, liess er sich 1832 als Arzt in Nürnberg nieder, wurde1834 Oberwundarzt des dortigen Kranken-Instituts, 1843 Hausarzt der Pfründner-Anstalt zum Heiligen Geist, 1855 aber Ordinarius der medicinischen Abtheilungdes städtischen allgemeinen Krankenhauses. Er machte sich besonders um dieKenntniss einer neuen Krankheit, nämlich der Phosphor-Necrose, verdient, durchdie zusammen mit dem Chemiker v. Bibra bewirkte Herausgabe der Monographie:„Die Krankheiten der Arbeiter in den Phosphorzündholzfabriken u. s. w."(Erlangen 1847, m. 9 Taff.) und der kleinen Schrift „Die Regeneration desUnterkiefers nach totaler Necrose durch Phosphordämpfe" (Ebenda 1852, m.2 Taff.). Eine weitere werthvolle Arbeit von ihm, für welche er das MaterialIn der Pfründner-Anstalt, welche mehr als 300 alte Personen beherbergt, gesammelthatte, war seine „Klinik der Greisenkrankheiten" (Ebenda 1857—60); er gabendlieh noch heraus: „Das allgemeine Krankenhaus der Stadt Nürnberg inden ersten 20 Jahren seines Bestehens 1845—6 mit 1864—5, vom statistischenStandpunkt" (Nürnberg 1866). Er starb am 20. October 1867. Seinem ausser-ordentlich regen Antheil am ärztlichen Vereinsleben ist die Gründung des nochjetzt blühenden Localvereines in Nürnberg im Jahre 1848 zu danken. Red.
Gelee, Theophile G., geboren in Dieppe, studirte in Montpellier, woer den Doctorgrad unter dem Präsidium von du Laurens erhielt, zu dessen