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GEHLEE. — GEIGER.
und die Schweiz und besuchte schliesslich Strassburg, wo er in der FßiED 'schenKlinik sich in der Geburtshilfe ausbildete. Nach Leipzig zurückgekehrt, habilitirteer sich für Mineralogie, war aber daneben auch als praktischer Arzt, und zwarmit besonders grossem Erfolge als Geburtshelfer thätig, so dass er 175!) zumstädtischen Geburtshelfer ernannt wurde. Er starb, 1762 zum Professor der Botanik,1773 zu solchem der Physiologie ernannt und seit 1789 Professor der praktischenMedicin, als Arzt und als Gelehrter in hohem Ansehen stehend, am 6. Mai 1796.G. hat nur eine grosse Anzahl kleiner akademischer Schriften verfasst, von denenein Verzeicliniss sich in Biogr. med. IV, pag. 374 findet. Von grösserer Bedeu-tung sind unter denselben die auf die Geburtshilfe bezüglichen (1760—-1792 ver-öffentlicht). Dieselben sind in's Deutsche übersetzt und unter dem Titel „ KleineSchriften, die Entbindungskunst betreffend, von C. G. Killin" (2 Bde., Leipzig1798) herausgegeben worden. Seine geburtshilflichen Publicationen gehören mitzu den besten dieses Faches, die das 18. Jahrhundert hervorbrachte. Grosse Ver-dienste erwarb er sich um die Geburtshilfe dadurch, dass er zu einer Zeit, da inLeipzig noch keine Entbindungsanstalt bestand, Vorlesungen über Geburtshilfehielt und auf die Weise den Studirenden wenigstens theilweise Gelegenheit bot,sich in diesem Fache auszubilden. Eine Zeit lang (von 1782—1784) betheiligtesich G. auch an der Redaction der „Leipziger Gelehrte Zeitung".
AUgem. Deutsche Biogr. Bd. VIII, pag. 498. — v. Sie bold, Geschichte der Ge-burtshilfe. II, pag. 464. w . , „, . .. , ,
Winter. — Klein wachter.
Gelller, Johann Karl G. , der Sohn, geboren am 23. Februar 1783zu Leipzig, studirte daselbst Medicin, erwarb sich 1807 durch eine Abhandlung„De adsuetudine" die Würde eines Magister der Philosophie und in demselbenJahre die medicinische Doctorwürde durch Vertheidigung einer Schrift unter demTitel: „ Apparatur alti in extrahendis calculis virorum methodus emendatior"(mit 2 Tafeln Abbildungen von Instrumenten). G. hat ausser den genannten keineSchrift veröffentlicht, war aber als Docent für Chirurgie an der Universität thätigund der Erste, welcher (seit 1810) als chirurgischer Demonstrator an demkönigl. klinischen Institute angestellt war. Er starb am 8. März 1813 am Typhusund hat sich ein ehrenvolles Denkmal dadurch gestiftet, dass er seine reicheBibliothek der medicinischen Facultät vermachte, welche jetzt unter dem Namen der„GEHLER 'schen Bibliothek" einen werthvollen Theil der Universitätsbibliothek bildet.
Leipziger gelehrtes Tagebuch für 1805, pag. 14 und für 1807, pag. 46 und 53.
Winter.
* Geige], Alois G., zu Würzbtirg, daselbst 1829 geboren, studirte inMünchen und Würzburg, war Assistenzarzt auf den Kliniken von v. Makcus undv. Bamberger , wurde 1855 Privat-Docent, 1863 Prof. e. o. und 1870 Prof.ord. der Medicin für die Poliklinik, ambulante Kinderklinik und Hygiene. —Schriften: „Beitrag zur physiologischen Diagnostik, mit besonderer Bezugnahmeauf die Formen und Bewegungen der Brust" (Würzburg 1855) — „ Geschichte,Pathologie und Therapie der Syphilis" (Ebenda 1867) —• „Oeffentliche Gesund-heitspflege" (in v. Ziemssen's Handb. 1874; 3. Aufl. 1882) zusammen mitA. Mayr: „Das Schöpfradgebläse angewendet auf Pneumatotherapie" (Leipzig1877). Er war Mit-Herausgeber der „Medicinisch - chirurgischen Monatshefte"(Erlangen 1863) und Mitarbeiter an v. Ziemssen's Handb. der spec. Pathologie(1874, I). Red.
Geiger , Malachias G., Arzt in München am churbayerischen Hofe,geboren zu Bosenheim am 7. Januar 1606, schrieb: ,, Kelegraphia sive descriptioherniarum cum eorundem curationibus tarn medicis quam chirurgicis" (München1631 ; deutsche Uebersetzung Stuttgart 1661) — „Fontigraphia, oder Brunnen-Beschreibung des miraculosen Heilbronnens bey Benedictbeuren" (Ebenda 1636)— „Margaritologia, ... in qua, . . . demonstratur, margaritas bavaricas, inusu medicinali, viribus et effectibus aequivalere orientalibus et occidentalibus etc."