GEDDINGS. — GEHLER. 515
Charleston Med. and Surg. Journal (1873—74 und 1876) besonders genanntzu werden.
Atki nson, 360. A . . t.
*Gegeilbaur, Karl G., zu Heidelberg, ist am 21. August 1826 in Würz-burg geboren, studirte daselbst vou 1845 an, besonders unter Ivölliker und Virchoyv,war von 1850-52 Assistent im Julius-Spital, hielt sich aber, da er sich gänzlichder Anatomie und vergleichenden Anatomie zu widmen beabsichtigte, 1852-53 ander sicilianischen Küste auf. um sich mit der Organisation der niederen Seethieredes Mittelmeeres bekannt zu machen. 1854 habilitirte er sich in Würzburg alsDocent für Anatomie und Physiologie, wurde 1855 in Jena Prof. e. o., 1858Prof. ord. der Anatomie und Director der anatomischen Anstalt. In derselbenEigenschaft wurde er 1873 nach Heidelberg berufen, wo er die Anatomie des Menschenund die vergleichende Anatomie vertritt. Von seinen Schriften sind anzuführen:„ Untersuchungen über Pteropoden und Heteropoden" (Leipzig 1855) — „ Unter-suchungen der vergleichenden Anatomie der Wirbelihiere" (Heft 1—3, 1864- 72) —„Grundzüge der vergleichenden Anatomie" (Leipzig 1870; 2. Aufl. 1878; engl.Uebersetzung von F. Jeffkay Bell , London 1878) — „Lehrbuch der Anatomiedes Menschen" (Ebenda 1883). Ausserdem giebt er seit 1875 das „Morpho-logische Jahrbuch. Zeitschrift für Anatomie und Entwicklungsgeschichte" heraus.
Red.
Geliema, Janus Abraham von G., ein Arzt der letzten Decennien des17. Jahrhunderts, von dessen persönlichen Verhältnissen nur bekannt ist, dass erzuerst Bittmeister, dann polnischer und zuletzt brandenburgischer Leibarzt war.Wichtiger als seine Parteinahme für die Lehren der iatrochemischen Schule, seineEmpfehlung einer einfachen Lebensweise und des ausgedehnten Genusses vonwarmem Wasser und Thee, seine Angriffe auf den Missbrauch von Blutentziehungen,Abführmitteln u. s. w., sind die unermüdlichen Bemühungen dieses Ehrenmannes umdie Verbesserung des brandenburgischen Militär-Sanitätswesens, dessen grosse Mängeler in seiner früheren Soldatenlaufbahn sehr genau kennen gelernt hatte. Als dieHauptquelle jener Uebelstände bezeichnet G. die schlechte Beschaffenheit der Feld-ärzte und der „Feld-Arzneikasten", deren Inhalt von den Compagnie-Chefs geliefertwurde, wofür sie von den Mannschaften den „Medicin-Groschen" erhoben. Aberfreilich hatten solche Mahnungen bei dem herrschenden Schlendrian und der tiefeingewurzelten Corruption der Militär-Beamten nur sehr geringen Erfolg. Von denhierher gehörigen Schriften G.'s sind hervorzuheben: Diaetetica rationalis.Wohlgegründete Lebensordnung (Bremen, 1690) — Wohlversehener Feld-Medicus(Hamburg 1684; 1690); hauptsächlich Der kranke Soldat (1690).
H. Haeser.
Gehewe, Karl Wilfried G., geboren am 16. August 1826 zu Ringenin Livland, studirte in Dorpat und nach absolvirtem Examen im Auslande, wurde erzuerst Assistent an der geburtshilflichen Klinik in Dorpat, dann Arzt in St. Peters-burg und erhielt hier eine Anstellung als Director einer Staats-Irrenanstalt. DieRegierung entsetzte ihn (1872) derselben, nachdem er in einem Aufsatze (Allgem.Zeitschr. für Psych., Bd. XXVIII) die Mängel der Einrichtung und Verwaltung derAnstalt dargelegt hatte. G. übernahm dann die Leitung der Irrenanstalt Alexanders-höhe bei Riga, der er in segensreichem Wirken bis zu seinem Tode am26. November 1878 vorstand.
St. Petersb. med. Woelienschr. 1878, pag. H98. — Allgem. Zeitsehl', für Psych.
Bd. XXXYI, pag. 127. t .- ••
' f 6 Kussner.
Gehler, Johann Karl G., der Vater, geboren am 17. Mai 1732 zuGörlitz, widmete sich in Leipzig dem Studium der Medicin und erwarb daselbstdie medicinische Doctorwürde. Nach Beendigung seiner Universitätsstudien ging G.zur weiteren Ausbildung in der Mineralogie, für welche er eine grosse Neigungbesass, nach Freiberg, machte dann eine wissenschaftliche Reise durch Deutschland
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