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GEBAUER. — GEBER.
nach Erlangen, wo er 1746 von der philosophischen Facultät zum Magister artiumernannt wurde. 1749 ging er, als markgräflicher Leibarzt berufeil, nach Bayreuth,wo er am 18. September 1764 starb. Seine Arbeiten, zum Theil in den ErlangerGelehrten Anzeigen veröffentlicht, beziehen sich auf Wochenbetterkrankungen, Uterus-blutung und verschiedene Capitel der inneren Medicin.
Biogr. med. IV, pag. 368. Pgi.
Gebauer, Johann Christian Ehrenfried Gr., geboren am 11. April1742 zu Probsthayn, war Mitglied des Collegium medicum zu Gr.-Glogau, Arztin Liegnitz, hat mehrere populäre Schriften hinterlassen: „ Von dem grossen Ein-flüsse der Religion auf die Arzneygelahrtheit" (Liegnitz 1778) — „Von demEinfluss einiger Leidenschaften auf das Vergnügen und Glück des ehelichenLebens" (Ebenda 1790).
Biogr. med. IV, pag. 368. — Dict. hist. II, pag. 512. Pgl.
Gebel, Joseph Bernhard August G., war am 19. März 1772 zuEeichenbach in Schlesien geboren, wurde 1794 zu Frankfurt a. 0. Doctor, warseit 1797 Kreisphysicus, seit 1803 Medicinalrath, seit 1809 Landrath des Jauer'schenKreises und schrieb: „Actenstücke, die Möglichkeit der gänzlichen Blattern-Ausrottung und Verbesserung der Medicinal-Anstalten in den Preuss. Staatenbetreffend" (Breslau 1802) ■— „Bemerkungen über die Blatternepidemie zuFrankenstein im Jahre 1799" (Zadig und Friese's Archiv der Heilk. für Schlesien.1801); ferner eine Anzahl von Aufsätzen in Hufeland's Journ. (1799, 1800, 1803)über die Wirkung verschiedener Medicamente und in Loder's Journal (1806):„Lähmung der Urinblase, durch Galvanismus geheilt". 1814 war er Landes-Director des dritten Elbe-Departements, wurde 1816 Regierungs-Director in Erfurt,nahm aber 1826 seinen Abschied und lebte von da an auf seinem Gute Peterwitzbei Jauer in Schlesien. Ausser anderen, nicht auf die Medicin bezüglichen Schriften,verfasste er noch: „Aphorismen über die Brechruhr; .... Vorbeugung undsonstige polizeiliche Massregeln" (Liegnitz 1831) — „Ueber Theorie undPraxis u. s. w. u (Breslau 1834).
Callisen, VII, pag. 101; XXVIII, pag. 164. G.
Geber. Unter diesem (aus Dschafer oder Dschabir corrumpirten) Namensind bis auf die neueste Zeit zwei arabische Gelehrte confundirt worden:
1. Abu Abdallah Dschafer el-Sadik (d. h. der Wahrhafte), imJahre 699 geboren, der sechste Imam (geistlicher Oberherr) der Aliden, 765 inMedina gestorben , ist bei den Arabern wegen seiner Kenntnisse in der Alchemie,Astrologie und Wahrsagekunst hoch berühmt gewesen. (Ein Verzeichniss seinermeist astrologischen und die Wahrsagekunst behandelnden Schriften findet sichbei Wüstenfeld 1. c.) Er war der Lehrer von
2. Abu Musa Dschabir Ben Hajjan el-Tarsufi; dieser ist imAnfange des 8. Jahrhunderts zu Tarsus geboren, hat, wie es scheint, an ver-schiedenen Orten, vorzugsweise aber in Kufa gelebt und ist hier im letzten Dritteldes Jahrhunderts (wahrscheinlich 776) gestorben. Er gilt als der bedeutendsteChemiker unter den Arabern und hat sich als solcher bis in's 17. Jahrhunderteines hohen Rufes erfreut, so dass Leo Africanus ihn unter den gelehrten Alche-misten als denjenigen bezeichnet, der die erste Stelle (potiorem locum) eingenommenhabe, die späteren Lateiner ihn „philosophum perspicacissimum" nannten, RogerBaco von ihm als dem „magister magistrorum" spricht. Ein Theil seiner chemischenSchriften (vergl. das Verzeichniss derselben bei Wüstenfeld 1. c.), von denenübrigens mehrere apokryphisch sind, ist in zahlreichen lateinischen und deutschenUebersetzungen (die letztere als „Geberi curieuse vollständige chymische Schriften",Frankfurt 1710; Wien 1751 erschienen) bekannt geworden. G.'s Arbeiten zeugenvon einem hohen Grade praktischer Kenntnisse, die er sich zu eigen gemachthat, wenn man auch über den Umfang seiner Entdeckungen in der Chemie im