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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GATTI. GAÜBIUS.

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Gatti. Angelo G., aus Mugello in Toscana, war nun die Mitte desvorigen Jahrhunderts Professor der Medicin in Pisa, ging im Jahre 1761 nachParis und hat das Verdienst, die Mensehenpockenimpfung in Frankreich verbreitetund populär gemacht zu haben. Nachdem er die Kinder seines Freundes Baronvon H o 1 b a c h geimpft hatte, wurde er von mehreren anderen vornehmen Kreisenum denselben Dienst angegangen; er erhielt auch die Ermächtigung, die Schülerder Ecole militaire zu impfen und so wurde die Pockenimpfung bald allgemein.Die Schriften G.'s handeln von dem Nutzen der Impfung.

Biet. hist. IT, pag. 503. Pgl-

(räubert, Pierre-Marcel G., zu Paris, war zu Blandainville (Calvados)am 2. November 1796 geboren, wurde 1824 in Paris Doctor und that sichbesonders durch den Enthusiasmus hervor, mit welchem er die BROUSSAis 'schenLehren aufnahm und für deren Verbreitung er in den von ihm geleitetenAnnalesde la medecine physiologique" zu wirken suchte. Hierher gehört auch eineReponse a une lettre intitulee: L.-J. Begin et F.-J.-V. Broussais"(Paris 1825). Auch war er es, der die von Broussais bei der medicinischenFacultät gehaltenen und stenographirten Vorlesungen:Cours de pathologie et detherapeutique geiieralos , professe ä la Fac. de med. de Paris" (3 voll., Paris183435) redigirte. Er starb am 21. Mai 1839.

Dechambre, 4. Serie, T. TII, pag. 74. Gr.

Gaubert, P a u 1 - M a r i e - L e o n G., zu Paris, war zu Ermenonville (Eure-et-Loir) geboren, wurde 1828 in Paris Doctor, später Arzt des Ministeriums des Innernund des Gefängnisses Sainte-Pelagie. Seine vorzugsweise der Hygiene gewidmetenArbeiten waren folgende, zusammen mit Barrier:La medecine des accidents.Manuel populaire" (Paris 1838)Analyse des lettres ecrites du Val-de-Gräce, par M. le prof. Desruelles" (Ebenda 1842)Hygiene de ladigestion" (1845)Nouveau dictionnaire des aliments" (Ebenda 1844).Ausserdem noch andere, nicht zur Medicin gehörige Schriften. Er starb am24. Januar 1866.

Decliambre 1. c. Vapereau, 2. edit., pag. 712; 5 edit., pag. XXVIII.

G.

Gaubius oder Gaub. Joan G., aus Heidelberg, studirte im Jahre 1695in Amsterdam und später in Harderwyk, wo er am 10. September 1698 zumDr. med. promovirt wurde. Darauf nach Amsterdam zurückgekehrt, übte er dieärztliche Praxis aus und wurde zum Stadtphysikus ernannt, funetionirte wenigstensals solcher im Jahre 1720. Er schrieb als Student drei verdienstvolleEpistolaeproblematicae ad Vir. Cl. Fred. Ruyscliium" (über verschiedene anatomischeGegenstände), welche mit dessen Antworten (Amsterdam 1696) veröffentlicht sind.Wann er starb, ist mir unbekannt geblieben. C E d a n i g x s .

Gaubius, Hieronymus Davides G., am 24. Februar 1705 in Heidel-berg geboren, empfing den ersten Unterricht in der berühmten Francke'schenErziehungsanstalt zu Halle, doch wurde er von da aus Mangel an Anlagen zumStudium entfernt! Zu seinem Oheim J o a n G. in Amsterdam gekommen, sandte dieserihn im Juni 1722 nach der Universität in Harderwyk, wo er den Vorlesungenvon B. de Moor folgte, und im folgenden Jahre nach Leyden, wo er im Jahre1725, praes. H. Boerhaave , zum Dr. med. promovirte mit einer ausgezeichnetenDissert. qua idea generalis solidarum corporis humani partium exhibetur",welche später in einer zweiten Ausgabe erschien. Darauf zog er nach Paris undetablirte sich 1726 in Deventer. Schon im folgenden Jahre kehrte er nachAmsterdam zurück und war da praktisch wirksam bis 1731, als er, aufBoerhaave's Verlangen, in Leyden zum Lector chemiae ernannt wurde (Antritts-rede: Oratio qua ostenditur chemiam artibus academicis jure esse inserendam").1734 wurde er Prof. ord. med. [Oratio de vana vitae longae a chemicispromissa