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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GAUBIUS. GAUKES.

exspectatione"), welche Professur er bis 1775, dem zweiten Säcularfeste derUniversität (wobei er als Rector eine sehr gelobteOratio de admirandis divinaeprovidentiae documentis in condenda, tuenda et amplißcanda Acad. Lugd.Bat." hielt), wahrgenommen hat. G. starb am 29. November 1780. Obgleich Gr.,ebenso wie sein grosser Lehrer und Freund Boebhaave , ohne Zweifel mehr Chemikerals Mediciner war und sich um die chemische Wissenschaft grosse Verdiensteerworben hat der praktischen Richtung wegen, in welcher er diese docirte, so erhelltdoch aus seiner grossen Vorliebe für die organische Chemie, dass er stets dieVerwandtschaft zwischen Chemie und Medicin im Auge behalten hat. Einen zweitenBeweis dafür liefert sein 1739 veröffentlichterLibellus de methodo concinnandiformulas medicamentorum" (vier holländ., eine deutsche und französ. Ausgabe), derstets als musterhaft classische Arbeit gelten soll. Nicht weniger berühmt machteG. sich durch seineInstitutiones pathologiae medicinalis" (Leyden 1750 undviele holl., deutsche und französ. Ausgaben), worin er sich sowohl als tüchtigerPhysiolog wie als Mediciner zeigte, da er sich nicht auf den einseitigen Stand-punkt seiner meistberühmten Vorgänger Boekhaave, Hoffmann und Stahlstellte, doch alle Erscheinungen des kranken Lebens wirklich auf eine der physiolo-gischen Kenntniss seines Zeitalters vollkommen entsprechende Weise zu erklärenversucht hat. Dass G. übrigens ein vielseitig entwickelter Gelehrter war, beweistseine berühmte lateinische Uebersetzung von Boerhaave's Ausgabe der vortreff-lichen Biblia naturae von Jan Swammerdam . Eine vollständige Angabe seinerSchriften findet man in der Biogr. med., T. IV, pag. 357.

Suringar, 1866. C. E. Daniels.

Gaudet, M.-A.-M. G., war zu Laignes 1800 geboren, studirte in Parisund wurde 1825 daselbst Doctor mit der These:Recherches sur Vendurcisse-ment general de VencAphale, considere comme l'une des causes materielles desßevres dites ataxiques". 1834 wurde er zum Medecin inspecteur der Seebäderin Dieppe ernannt und schrieb über dieselben:Recherches sur l'usage et leseffets hygieniques et therapeutiques des bains de mer, comprenant l'histoireabregee des faits prineipaux qui ont ete observees a Dieppe pendant l'annee1834" (Paris 1835; 2. edit. u. d. T.:Nouvelles recherches .... pendant lesanne'es 1834 et 1835" Ebenda 1836). Seinen Bemühungen gelang es, in den22 Jahren, während welcher er jene Stellung innehatte, den genannten Badeortausserordentlich zu heben. Er zog sich darauf nach Laignes zurück und wurde,als 1859 die Aerzte des Arrondissements Chätillon-sur-Seine einen Unterstiitzungs-verein bildeten, zum Vorsitzenden desselben von ihnen gewählt. Ausser obigenSchriften finden sich von ihm noch einige Aufsätze in der Gaz. medieale. Erstarb am 6. October 1865.

Boutequoy in Union medieale. 1865, T. XXVIIT, pag. 157. G.

*Gaujot, Gustave G., zu Paris, wurde daselbst 1856 Doctor mit derThese: ,,Du ref'oulement uni ä Vdlivation du bras, considere comme methodegenerale pour la reduetion des luxations recentes de Vepaule". Später schrieber:De l'urethrotomie interne; observations recueillies ä la clinique du pr<f.Sedillot" (Ree. de mem.de med. etc. milit. 1860). Zusammen mit P.-H.-P.-E. Spill-MANN gab er heraus:Arsenal de la Chirurgie contemporaine, dtscription . . .des appareils et Instruments en usage pour le diagnostic et le traitement etc."(2 voll., Paris 186772).

Index-Catalogue. V, pag. 308. Red.

Gaukes. Yves G., Arzt des vorigen Jahrhunderts zu Emden in Ost-Friesland, war Anhänger der Cartesischen Richtung und hat meist nur casuistischeMittheilungen hinterlassen, darunter:Praxis chirurgico-medica, experimentispropriis, iisque inßnitis XXI11 annorum spatio, et quod excurrit . . . collecta"(Groningen 1700; Emden 1708; Amsterdam 1708; Neapel 1727)Genees-en