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GASTELLIER. — GATTENHOFF.
wegen Hocliverratlis verwickelt wurde. Der Verurtheilung entgangen, musste ersich zwei Jahre lang vor seinen Feinden verborgen halten. Er starb in Paris am20. November 1821. G. war ein tüchtiger Praktiker und hat ausserdem eineganze Reihe von zum Theil preisgekrönten Schriften hinterlassen: über acuteKrankheiten im Wochenbett, über Specifica in der Mediein etc. Von denselbenführen wir an: „Traite de la fievre miliaire epiderniqve" (Paris 1784) —„Traiti de la fieure miliaire chez les femmes en couches" (Montargis 1779) —„Des maladies aigues des femmes en couches" (Paris 1812) u. s. w.
Biogr. med. IY, pag. 353. — Dict. bist. II, pag. 498. Pgl.
Grastier, Andrö-Fra n§ois G., war zu Thoisey (Ain) 1787 geboren,wurde 1816 in Paris Doctor mit der These: „Sttr In doctrine des temperamens"und verfasste noch folgende weitere geschätzte Schriften: „Essai sur la natureau le caractere essentiel des maladies en g&niral et sur le mode d'aetion desmedicamens; etc." (Paris 1816) — „Priels de la methode propliylactique,appliquee aux maladies chroniques et hereditates'' (Lyon 1843 ; 2. edit. unterdem Titel: „De la prophylaxie en general, de son application aux maladiesepidemiques et aux ajfections chroniques hireditoAres" (Paris 1852). Er starb 1868.
Deehambre, 4. Serie, T. VII, pag. 1. G,
Gataker , Thomas 6., war Chirurg des Königs von England, sowieam St. George's Hospital in London. Geschickter Praktiker, starb er 1769 unterHinterlassung der folgenden Schriften: „Ohservations on venereal complaints andon the methods recommended for their eure" (London 1754, 55) — „Ohser-vations on internal use of the Solanum, or nightshade" (2. edit. London 1757) —„An account of the strueture of the eye; with occasional remarks on somedisorders of that organ" (Ebenda 1761) — „Essay on medical subjects; ori-ginally printed separately etc." (Ebenda 1764).
Dict. hist. II, pag. 500. Pgl.
Gatinaria , Marco G., einer der bekanntesten medicinischen Arabistendes 15. Jahrhunderts und Verfasser eines kleinen, seiner Zeit sehr geschätztenCompendiums der Heilkunde, das unter dem Titel „De curis aegritudinum par-ticularium" einen Connnentar zu dem 9. Buche des Liber medicinalis Almansorisdes Rhazes bildet, lebte in Pavia. Ueber seine Heimath, sowie über sein Geburts-und Todesjahr ist nichts Sicheres bekannt, nur so viel steht fest, dass er diegenannte Schrift im Jahre 1462 verfasst und noch im Jahre 1481 gelebt hat, da erin derselben einer von ihm in diesem Jahre ausgeführten Cur gedenkt. G. folgtvorzugsweise den arabischen Aerzten, als Praktiker aber tritt er mit einigerSelbstständigkeit auf. Beweis für die Beliebtheit, deren sich diese kleine Schrifterfreut hat, gibt der Umstand, dass sie vom Jahre 1506, in welchem sie zumersten Male in Lyon gedruckt erschienen ist % bis zum Jahre 1575 acht Auflagenerlebt hat und auch noch im 17. Jahrhundert zwei Mal (Frankfurt 1604 undLyon 1639) aufgelegt worden ist. A Hirsch
Gattenhoff, Georg Matthias G., geboren 1722 zu Münnerstadt inFranken, studirte in Göttingen und Würzburg Mediein, wurde hier 1748 Dr. med.,dann Physikus in Bruchsal und später in Gernsheim. Im Jahre 1750 zum Pro-fessor in Heidelberg ernannt, hatte er nacheinander die Lehrstühle der Anatomie,Physiologie, Pathologie, praktischen Mediein, Mat. med. und Botanik inne. Er warzugleich Vicekanzler, Comes palatinus und Archiater des Erzbischofs von Speyer. G. starbam 16. Januar 1788. Er hat eine grosse Zahl von Dissertationen und Programmenthoils selbst verfasst, theils unter seinem Präsidium verfassen lassen. In gutemLatein geschrieben, betreifen diese zum grössten Theil Gegenstände aus der prak-tischen Mediein.
Biogr. med, IV, pag. 356. — Dict. hist. II, pag. 501. — Baader, GelehrtesBayern. Th. I, pag. 180. p g ] «