Druckschrift 
2 (1885) Chavet - Gwinne
Entstehung
Seite
503
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

GASSER.

GASTELLIER.

503

sondern auch in Fragen der Theologie und Politik zu Rathe gezogen. Von seinenzahlreichen Schriften beziehen sich etwa sechs speciell auf medicinische Gegen-stände, darunterGurationes et observationes medicae" (Augsburg 1668, 4.).

Biogr. med. IV, pag. 348. Pgl-

* Gasser, Emil G., zu Idstein (Nassau) am 8. December 1847 geborenund in Marburg unter Wagner und Lieberkühn ausgebildet, wurde bei Ersterem1871 Assistent und promovirte 1873. 1874 habilitirte er sich für Anatomie undwurde 1884 Extraordinarius und Assistent des Marburger anatomischen Instituts.Aus einer Reihe entwicklungsgeschichtlicher Arbeiten in den Marburger Sitzungs-berichten und verschiedenen Archiven seienDer Primitivstreifen der Vogel-embryonen", dieEntwicklung eher Ällanto'is, der Müll er 1 sehen Gänge" her-vorgehoben. "Wernich.

Gastaldi, Geronimo G., Cardinal, geboren zu Beginn des 17. Jahr-hunderts in Genua und gestorben in Bologna im Jahre 1685, ist erwähnenswerthdurch seine berühmt gewordene Schrift über die Pest: Tractatus de avertendaet profliganda peste politico-legalis" (Bologna 1684, Fol.). In dieser Schrift,dem Resultate zahlreicher Beobachtungen und eingehender Erfahrungen, documentirtsich G. als Hauptvertreter der Partei der Contagionisten.

Biogr. med. 1Y, pag. 351.' Pgl.

Gastaldy, Jean-Baptiste G., geboren 1674 zu Sisteron, war 40 Jahrelang Professor der Medicin in Avignon und starb daselbst 1747. Seine Schriftenhaben nur geringen Werth. In denInstitutiones rnedicinae physico-anatomicae"(Avignon 1713) bekennt er sich als Anhänger der Cartesianischen Philosophie.

Biogr. med. IV, pag. 353. Dict. liist. II, pag. 496. Pgl.

Gaste, Leonard-Fulcrand G., französischer Militärarzt, war am3. Mai 1791 zu Tours geboren, machte seine Studien daselbst und trat mit20 Jahren in die Armee, mit welcher er die Feldzüge in Spanien (1811-13), inFrankreich (1814) und in Belgien (1815) mitmachte. Nach dem Kriege wechselteer wiederholt die Hospitäler, war in Strassburg, Paris, 1819 in Calvi und Neu-Breisach, nahm Theil an dem Feldzuge in Spanien 1823, 24, war wiederum inNeu-Breisach, La Rochelle, Calais, Belle-Isle-en-Mer und Montpellier (1832) undschrieb, abgesehen von einer Reihe von Aufsätzen im Journal univ. des sc. med.(1821, 22), einenEssai sur les bains de Marie-Therese" (La Rochelle 1829)Abrege de Ihistoire de la medecine consideree comme science et comme artdans ses progr^s et son exercice depuis son origine jusqu' au 19. sittcle"(Paris 1835) und eine wichtige Arbeit:Du calcul apphque ä la medecinecomme complement de la theorie, des faits et des raisonnements sur lesquelsdoivent etre fondees la pathologie, la therapeutique et la clinique" (Paris 1838),sowieMelanges de medecine" (Metg 1841). 1839 war er zum Medecin principal,Chefarzt des Instructions-Hospitals zu Metz, und ersten Professor für den Unterrichtin der inneren Medicin ernannt worden. 1845 wurde er als Chefarzt der afri-kanischen Armee nach Algier versetzt und bald darauf mit der Inspection inallen französischen Besitzungen im Norden von Afrika beauftragt. Auf einer diesersehr anstrengenden Reisen zog er sich die Krankheit zu, an welcher am 21. Juli1846 sein Tod erfolgte. Die von ihm zahlreich hinterlassenen Arbeiten findensich in einer Reihe von Zeitschriften, wie den Arch. gener. de med., den Annal.de la med. physiol., dem Journ. complement., den Ree. de mem. de med. milit. u. s. w.zerstreut; darunter auch eineNotice historique sur le baron Larrey"(Metz 1845).

Malle im Ree. de mem. de m6d. etc. milit. 1847, 2. Serie, T. III, pag. 393.-Callisen, VII, pag. 67; XXVIII, pag. 158. G

Gastellier , Rene-Georges G., geboren am 1. October 1741 zu.Ferneres (Gatinais), bekleidete mehrere politische Aemter, wobei er in eine Anklage