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GASPAKD. —
GASSER.
Gaspard, Marie-Humbert-Bernard G., zu Saint-Etienne-en-Brcsse rwar zu Gigny (Jura) am 7. October 1788 geboren, wurde 1812 Doctor in Paris
mit der „Diss. inaug. physiol. sur la gazeifaction vitale, ou degagement deßuides airiform.es dans /es etres vivants etc.", nachdem er schon früher „ Be-chirches physiol. et pathol. sur les phthisies" (Chälons 1809) veröffentlicht hatte.Er war Cantonalarzt und von 1845—58 Friedensrichter des Cantons von Montret(Saöne- et -Loire) und schrieb eine Reihe von Abhandlungen aus der Thier-und Pflanzen-Physiologie, der Meteorologie, Statistik , Naturgeschichte, Agricultur rMedicin, Chirurgie, Toxikologie u.s.w., von denen wir nur die nachstehendenwenigen, aus Magendie , Journal de phys. exper. (1821 ff.), anführen: „Mem.physiol. sur le merevre" — „Effets des alimens vegetaux herbaeees sur Veco-nomic liumaine" — „Observ. sur la morsure de la vipere" — „Experiencesphysiol. et midie, sur V acetate de plomb" — „Mem. physiol. sur les maladtespurulentes it putrides, sur la Vaccine etc." — „Expdrience sur un hommehydrophobe" u. s. w. Er war einer der Ersten, der Experimente über Pyämieu. s. w. machte, indem er Thieren putride Flüssigkeiten in die Venen spritzte.Sein Tod erfolgte am 17. November 1871.
Decliambre, 4. Serie, T. VT, pag. 762. — Callisen, "VII, pag 63; XXV3II,pag. 157- G.
Gassaud , Louis-Prosper-Gerard G. , französischer Militärarzt,,war am 14. October 1796 zu Toulouse geboren, machte seine Studien daselbstund war nach dem in der Nähe im April 1814 stattfindenden blutigen Treffenbeim Verbinden der Verwundeten thätig. Er beendigte seine Studien in Parisund wurde daselbst 1819 mit der These: „Essai sur l'air atmosphirique, con-side're' comme cause de maladies" Doctor. Er nahm als Militärarzt Theil an denFeldzügen in Spanien, Morea und Algerien, war nacheinander Chefarzt derMilitär-Hospitäler von Calvi, Cambrai und Bordeaux (1842-—50), war dann Arztdes Succursal-Invalidenhauses in Avignon und kam darauf nach Perpignan, wo erMedecin prineipal wurde. Ausser einer Schrift: „Gonsiderations me'dicales sur lescorsets dont les femmes font usage" (Paris 1821) schrieb er eine Anzahl vonAbhandlungen in der Nouv. biblioth. medic. (1826, 27), wie „Mem. et obser-vations sur la myelite" — „Mem. sur les medications vomitives" — „Mem. sur lecarreau des enfants" — „Mem. sur les effets pernicieux de l'eau de laurier-cerise" ■— „Mem. sur les ßtivres de la Corse et topograpide de Calvi"; fernerim Ree. de mem. de m6d. milit. (T. 35, 40): „Mem. et obs. sur les Jievresde Napoli, en Bomanie, avec un apercu topographique de citte ville" — „Mem.sur les fievres pernicieuses observees a Bordeaux" u. s. w.
Decliambre, 4. Serie, Tom. VI, pag. 763. G.
Gasseildus , Petrus, lebte von 1592—1655, ist als wichtigster Ver-treter des epicuräischen Atomismus im 17. Jahrhundert zu nennen , stammt ausder Provence und ist einer der bedeutendsten Physiker seiner Zeit; G. ist Gegnerder Wirbeltheorie von Descartes . In seiner Schrift „De septo cordis ptrvio"bekannte er sich als Gegner Harvey's ; ebenso im dritten Theil seiner Philoso-phia epicurea,' speciell in der Abhandlung „De nutritione animalium, de venislacteis, de pulsu, de respiratione, de circulatione sanguinis". Eine Gesammt-ausgabe seiner Werke in 6 Bänden ist 1658 zu Leyden erschienen. Hallerrühmt von G.: Multae vir lectionis, potissimum in priscorum philosophorum scriptis.
Pgl.
Gasser, Achilles-Pirminius G., als Sohn von Ulrich G., demWundarzte des Kaisers M ax im i 1 i a n 1., in Lindau am 3. November 1505 geboren,hörte 1522 Luther und Melanchthon in Wittenberg, ging dann nach Wien, daraufim Jahre 1527 nach Montpellier, wurde 1528 Dr. med. in Avignon und prakti-cirte später in Feldkirchen bei Augsburg, wo er am 4. December 1577 starb..Von verschiedenen Fürsten wurde G. nicht nur in seiner Eigenschaft als Arzt,