DEVILLIERS. — DEYBER.
175
Devilliers, s. de Villiers.
Dewar, Henry D., Schotte, geboren um 1780, Dr. Edinb. 1804, alsMilitärarzt im ägyptischen Feldzuge thätig (1801), dann Arzt zu Edinburg und1860 noch am Leben, schrieb über Durchfall und Ruhr während jenes Feldzuges(London 1803) und über ägyptische Augenentzündung (Edinburg 1830). Erbeschäftigte sich ausserdem mit verschiedenen hygienischen Objecten und chirurgischenThemen im Edinb. med. and surg. Journ. 1817, 1821, 1828, 1836 und in Lond.med. and chirurg. transact. 1816.
Hahn bei Dechambre. Red.
Dewees, William-P. D., aus Pennsylvanien, 1767—1841, prakticirtezuerst in Abington, dann — seit 1796 — in Philadelphia, in Philipsburg undwiederum in Philadelphia, wo er 1826 zum Prof. extraord. und 1834 zum Titular-professor der Geburtshilfe ernannt wurde. Seine geburtshilflichen und gynäkolo-gischen Mittheilungen sind sehr zahlreich und stützen sich auf eine umfangreicheCasuistik. Als classisch galt eine längere Zeit in Amerika sein „ Gompendioussystem of midwifery etc." (Philadelphia 1824, 1825 in London nachgedruckt;1826 daselbst in 2., 1828 in 3. Aufl.). Auch „A treatise on the diseases offemales" (Philadelphia 1826) und „A treatise on the physical and medicaltreatment of children" (Daselbst 1825, 1826) fanden vielfache Verbreitung.
Durean hei Dechambre. Red.
Dewez, Franz Olivier D. ( de Wez), zu Wien, war am 10. September1735 zu Luxemburg geboren, kam frühzeitig nach Oesterreich, studirte in WienMedicin, wurde unter Kaiser Joseph II. Hofmedicus und war von 1792—97Leibarzt einer Erzherzogin in Prag. Er hat sich besonders durch die Uebersetzungvon griechischen medicinischen Classikern einen Namen gemacht; so übersetzte ervom Arktaeus : „ Von den Ursachen und Kennzeichen rascher und langwierigerKrankheiten" (4 Bücher, Wien 1790) und „Heilart der raschen und lang-wierigen Krankheiten ferner: „Hippokrates von der Kunst, oder Schutz-schrift der Heilkunst. Aus dem Griechischen" (Wien 1791; 2. Aufl. 1802).Ausserdem erschienen von ihm viele wissenschaftliche Abhandlungen in den medi-cinischen Zeitschriften jener Zeit. Er war Mitglied der medicinischen Facultät,Decan und Procurator der vlämischen Nation an der Wiener Hochschule und starbam 14. Februar 1814 zu Schönbruun, wohin er sich, nachdem er in den Ruhe-stand getreten, zurückgezogen hatte.
v. Wurzbach, III, pag. 274. G.
Dewhurst, Henry-William D., unbekannten Lebensganges, berühmtdurch sein „Dictionary of anatomy andphysiologie" (London 1827) — Impro-vement of anatomical nomenclature" (Lond. med. and surg. Jouru. 1828) undeiniges Gleichzeitige über medicinische Ausbildung.
Hahn bei Dechambre. Red.
Dexippus (bei Gellius und Plutarch: Dioxippus ), aus Kos, Schüler desHippokrates , um 390 v. Chr., wurde von dem Fürsten der Karier, Hekatomnus,bei der Krankheit seiner Söhne Mausolus und Pixodarus zu Rathe gezogen.Er lehrte, dass das Getränk trotz der Epiglottis theilweise in die Lunge hiuab-fliesse, welche der Feuchtigkeit zu ihrer Erhaltung bedürfe. Ausserdem wird erwähnt,dass er den Fieberkranken weder Wein noch Wasser zu trinken gestattete. Erschrieb uach Suidas über Medicin und über Prognosen in 2 Büchern.
Snidas s. h. v.— Gell., XVII, 11. — Galen, I, 144. Heinireich.
Deyber, Fran§ois-Joseph D., 1803—1848, aus Bernwiller (Haut-Rhin), begann in Strassburg Theologie zu studiren, wandte sich indess aus Neigungder Medicin zu und wurde Doctor derselben 1828. Er prakticirte dann von 1830 biszu seinem an Pustula maligna erfolgten Tode in Strassburg und zeichnete sich durch